Dayos Gedanken, Wandern mit Hund
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Dayos Gedanken – auf vier Pfoten durch den Westerwald

Eigentlich darf  ich so gut wie nie an Frauchens PC. Und jetzt, wo wir im Urlaub waren und ich zu tun habe, da soll ich mal ganz schnell was schreiben, weil die Dame keine Zeit hat. Ha! Aber ich will mal nicht so sein und bringe euch heute meine Heimat etwas näher. Sozusagen der Westerwald auf vier Pfoten. Hier könnt ihr nämlich auch mit uns Hunden richtig gut wandern.

Tolle Wanderwege für vier Pfoten

 

Ich werde von meinem früheren Kumpels aus der Wetterau oft belächelt, wenn ich sage, dass ich im Westerwald lebe. Die faseln dann etwas von „über deine Wipfel pfeift der Wind so kalt“. Und sie fragen, ob es bei uns überhaupt schon Internet gibt.

Pffff, wenn die wüssten! Im Gegensatz zu den meisten von denen wohne ich jetzt vielleicht „in the middle of nowhere“, aber dafür im Herzen der Natur. Wildschweine, Rehe, Hasen – alles, was das Herz begehrt. Keine Sorge. Ihr kennt mich doch. Ich rieche die Waldbewohner zwar sehr gerne, aber selbstverständlich jage ich nicht … 😉 … 

Wenn ihr wüsstet, wie viele glasklare Bäche, Flüsse und Seen es hier gibt. Und wie schön hier der Wald ist. Wenn ihr alles hier entdecken wollt, braucht ihr schon ein bisschen Zeit, denn der Westerwald umfasst rund 3.000 Quadratkilometer.

Ich persönlich ziehe es ja vor, mitten durch’s Gelände zu spazieren, aber für euch ist es natürlich besser, wenn ihr immer schön auf dem Weg bleibt. Ich soll sagen, dass die Wanderwege hier ganz toll sind. Und meistens auch gut ausgeschildert.

235 Kilometer in 16 Etappen: der Westerwald-Steig

 
2017 habe ich Frauchen dazu gebracht, etwas ganz alleine mit mir zu unternehmen. Ohne Suri, die alte Zimtzicke. Und auch ohne Herrchen, der immer will, dass ich auf’s Wort gehorche.

Wir zwei beide laufen nämlich den Westerwald-Steig ab. Der führt von Herborn an der Dill (weiß der Teufel, wo das ist … 😉 …) über den Hohen Westerwald in Rheinland-Pfalz nach Bad Hönningen am Rhein (nie gehört und nie dort gewesen – na ja, das kommt ja wohl noch).

Boah! Toll, oder?

Ihr wisst ja, wie das mit den Menschen so ist: Anstatt das komplett durchzuziehen (das war meine Empfehlung), bummelt sich Frauchen so über den 235 Kilometer langen Fernwanderweg. Von den 16 Etappen haben wir inzwischen 12 Etappen geschafft. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr auch noch die letzten vier schaffen werden.Der gesamte Steig gilt – im Vergleich zu anderen – nicht als besonders schwer. Und um euch die Wahrheit zu sagen: Er ist total easy-pisi. Und ich muss innerlich immer lachen, wenn Frauchen dann und wann auch mal keucht. Verstehe ich gar nicht.

Aber ich gebe zu: Manchmal ist so eine Etappe doch ganz schön lang. Bis auf eine liegen alle deutlich über 12 Kilometer. Und das längste Stück hat 23 Kilometer. Da war ich dann doch ziemlich froh, dass Frauchen immer eine Schüssel Wasser für mich im Rucksack dabei hat.Ich finde es immer sehr bedauerlich, dass wir unterwegs so wenige andere Vierbeiner treffen. Aber auch Zweibeiner treffen wir nur vereinzelt. Schade, denn es riecht nicht nur sehr lecker auf dem Westerwald-Steig (und übrigens auf alle den anderen Wanderwegen ebenfalls), sondern es gibt auch allerlei zu entdecken.  

Mit meinem Frauchen alleine unterwegs zu sein, ist toll. Ehrlich! Ich darf so lange und wo ich will schnüffeln. Ich darf voraus laufen und auch mal zurück bleiben. Im Gegenzug dafür, höre ich in der Regel, wenn sie nach mir ruft … 😉 … da ist sie total glücklich. Ihr seht, es kann ganz einfach sein, Frauchens glücklich zu machen. Dazu muss ich mich nicht einmal anstrengen.

Themenwanderwege

Ich finde ja auch Themenwanderwege ganz schön. Da sind die Zweibeiner immer hübsch abgelenkt, weil sie dauernd stehen bleiben und irgendwelche Informationstafel lesen. Von diesen Themenwanderwegen gibt es jede Menge.Das einzig blöde an diesen Wanderwegen ist, dass da meistens die Zimtzicke Suri mit von der Partie ist. Und die hält immer auf. Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen. Mal ist ihr zu warm. Dann wieder friert sie. Plötzlich bleibt sie wie angenagelt stehen und will eine Pause machen. Oder sie schnüffelt drei Stunden (nein, das ist keine Untertreibung) an irgendeinem Grashalm. Leute, das ist ätzend … aber na ja, sie gehört nun einmal zum Rudel.

Meine Lieblings-Themenwanderwege im Westerwald

Grundsätzlich gefällt es mir ja immer, wenn wir alle gemeinsam im Rudel unterwegs sind, um Neues zu entdecken. Aber manche Wege gefallen mir ganz besonders. Und dazu zählen:

  1. Montabäurer Mären – das ist keine Wanderung für Weicheier-Zwei- und Vierbeiner! Die ist total lang (etwa 24 Kilometer), und es kann sein, dass euch hier das Murkelmännchen auflauert. Wie gesagt: Nix für Weicheier und auch nix für Memmen.
  2. Skulpturenweg – diesen Wanderweg musste ich mit aufnehmen. Frauchen hat mich dazu gezwungen, sonst darf ich hier nie wieder etwas schreiben. Der Skulpturenweg ist ein echter Weicheierweg. Den könnt ihr mit Kind und Kegel – auch im Kinderwagen laufen. Außerdem läuft hier ganz Montabaur am Wochenende rum. Ist dann ziemlich stressig, weil ich dann dauernd hören muss. Aber die Zweibeiner sind ganz wild auf den Käsekuchen bei der Wirzenborner Liz. Na ja. Ich finde die Skulpturen eigentlich klasse. Die kann man so schön anpinkeln … uuupss …. 
  3. Ton-Wanderwege – was ich ja schon die ganze Zeit betone: Bei uns hier ist viel los. Auf den Ton-Wanderwegen könnt ihr alles rund um den Ton lernen. Mir ist das ja ein egal, dass daraus Geschirr, Krüge uns so ein Zeugs gemacht wird. Ja, auch heute noch. Aber es ist schnüffeltechnisch ganz interessant. Jede Tongrube riecht anders … 😉 …

Wäller Touren

Und dann gibt es auch noch die Wäller Touren. Ein großer Teil von denen führt durch den südlichen Westerwald. Das ist die Region rund um die Stadt Montabaur, wo ich zu Hause bin. Es gibt auch noch mehr Wanderwege, die als Wäller Touren bezeichnet werden, die sind dann aber woanders im Westerwald.Die Rundwanderwege sollen gut ausgeschildert sein, sagt das Frauchen. Sie sind zwischen neun und 16 Kilometer lang. Ich weiß ja nicht, was sich Frauchen und Herrchen immer zurecht erzählen, aber die beiden schaffen es ganz oft, den Wanderweg um zwei bis drei Kilometer zu verlängern. Na ja, mir ist das egal.Mir macht es immer Spaß. Die Wege sind meistens sehr idyllisch und überall entdecke ich ganz wunderbare Düfte. Herrlich.

Ach ja: Wenn ihr mal hier seid, solltet ihr auch unbedingt den Wildpark Gackenbach besuchen. Da dürfen wir Vierbeiner auch mit rein und können uns all die Tiere anschauen, die hier im Westerwald so leben. Das ist toll. Aber Suri dreht hier immer völlig ab. Sie würde gerne mal ins Rehgehege, glaube ich … 

Also, kommt doch mal hierher in den südlichen Westerwald. Es ist echt schön hier. Wenn ihr euch bei mir persönlich meldet, können wir auch gerne mal zusammen wandern gehen (am liebsten natürlich, wenn du eine Hündin bist … 😉 …). 

Bussi! Euer Dayo!

 

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