Dies und das
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Zweimal Auslöser und dann hast’es bitte, Baby

Anfang Juni war ich ja mit Dayo und Suri auf Fehmarn. Begleitet hat uns meine Freundin Sabine aus Berlin. Sie war zum ersten Mal mit einer Bloggerin und zwei (großen) Hunden unterwegs und lässt es sich nicht nehmen lassen, euch heute ihre Sicht der Dinge zu schildern …

Das „Hunde-Leben“ eines Social-Media-Models – die andere Perspektive

Also – ich halte mich ja für tierlieb. Selber habe ich keinen Hund. Nie besessen. Aber sonst komme ich mit Tieren gut klar. Und deshalb habe ich zu Martinas Vorschlag sofort  „ja“ gesagt, zusammen mit ihren Hunden ins Feriendomizil SeeSand auf Fehmarn zu fahren. Meer, Strand, eine prima Ferienwohnung und halt zwei gemütliche Rodesian Ridgebacks dabei, dachte ich. So war es. Und obendrein eine Lektion fürs Leben.

Das Kennenlernen

Ich wartete schon recht neugierig auf die erste Begegnung mit Suri und Dayo. Denn die Hunde von Martina hatte ich noch nie gesehen. Und trotz aller Beschreibungen muss man ja auch die Tiere erstmal treffen, um die es geht. Und als das geschah, war ich doch etwas erstaunt von den Ausmaßen der Vierbeiner. Zwei Viecher auf vier Beinen. So groß wie ein frisch geborenes Kalb. Wow! Kein Gekläffe, kein Gewinsel, wie man es von den neurotischen Hunden in Berlin kennt, wo ich wohne. Eher so: „Was ist denn hier los. Ich guck mir das erstmal alles an.“

Ich Füchsin … 😉 … dachte mir vorab schon: „Sei mal clever und schleime Dich mit Leckerlis bei den Tieren gleich von Anfang an ein.“ Gefressen haben die das Zeug. Doch sollte es noch Tage dauern, bis sie wirklich von mir echte Notiz nahmen. Dazu später mehr. Erstmal die Ankunft im Ferienhaus. Und das ist für Nicht-Hundehalter durchaus ein Erlebnis.  

Die Micheels vom Feriendomizil SeeSand hatten sich auf die vierbeinigen Gäste eingestellt. Für die Felligen gab es vier kleine Hundenäpfe. Soweit prima. Aber nicht in diesem Fall. Pahhh! Denken sich Suri, Dayo und Martina. Letztere schritt zur Tat. Zum Vorschein kommen Edelstahlschalen in XXL-Größe. Zack! Großes will Großes.

Ansonsten: Sofortige Identifizierung einer „Hundeschublade“ durch die „Herrin“.  Für das Futter. Und das ist echt ne Menge! Daher wird ein kompletter Küchenunterschrank freigeräumt. Oberdrein eine Schublade – sonst für Messer und dergleichen – die nun „Hundeapotheke“ wird. Und zum Schluss dann noch die Hundedecken auf den Boden samt Stoffkaninchen und Stoffkatze, fortan von mir nur noch Opfer genannt.

Nunja. Erstmal angekommen. Und ich meine, die „tierische“ Lage gecheckt zu haben. Suri hat hier die Hosen an. Sie sorgt als Anführerin für Ordnung und den Überblick. Dayo ist ein langmütiger und gemütlicher Fresssack, der für nen Leckerli fast immer korrumpierbar ist. Aber nur fast, wie sich später zeigt.

Unterwegs mit einer Hundereisebloggerin

Am nächsten Tag geht es los mit dem Inspizieren der Umgebung. Recherche hier, Spaziergang da. Und Fotos! Im Fokus: Natürlich die Hunde. Und liebe Nicht-Hundebesitzer. Gönnt Euch mal den Spaß und begleitet so eine „Hundereisebloggerin“ bei einer Tour. Ihr kommt auf eure Kosten!

Grundsätzlich, wie gesagt: Dayo macht treudoof alles, wenn es dafür was zu fressen gibt. Aber auch nicht unendlich und auch nicht überall!

Etwa bei Foto-Shootings. Die Aufmerksamkeitsspanne beim Posen beträgt exakt die Länge von zwei Verschlussklappen-Geräuschen. „Dann musst Du es haben, Baby“, scheint sich Dayo zu denken. Und nicht nur ein Mal, sondern fast immer. Da hilft auch keine bestimmte und wiederholte Ansprache von Martina. Selbst die Leckereien führen dann nicht mehr zum Erfolg. Genug ist genug! „Tja Frauchen, da hättest Du schneller sein müssen.“ Denke ich mir, leicht in mich hineinlächelnd. Und Suri offenbar auch, wie mir scheint. Denn schnell hat die auf den Kram gar kein Bock mehr.

Liebe geht durch den Magen

Die hat wohl was anderes im Sinn. Nämlich ein Festmahl, wie es scheint. Und an dieser Stelle kann man es als wissenschaftlich erwiesen betrachten: Hunde lieben ein usbekisches Reisgericht mit Aprikosen und dazu Lamm-Lachse. Besonders, wenn es auf der Höhe eines Couchtisches steht. Als Abendessen für das Frauchen und das andere zweibeinige Etwas. In unmittelbarer Schnautzen-Höhe.

Dayo guckt mich bei dieser Mahlzeit direkt neben mir mit einem unendlich leidenden und sehnsuchtserfüllten Blick an. Suri liegt zunächst auf dem Boden. Dieses Gebettel ist einfach zu unwürdig für sie. Sie steht ganz entspannt auf und trabt zu mir rüber. Aus dem Nichts: „Schlonz“ – und ein Viertel des Reises ist weg. Das Lamm „zärtlich“ bis zu Hälfte angeleckt. „Und der große Depp steht daneben und kapiert mal wieder nix“, muss sich die Macherin gedacht haben. In der Tat. Dayo guckt nur etwas irritiert und ist überrascht, dass es nach der mutigen Aktion seiner Lebenspartnerin das angebetete Gericht tatsächlich gibt. Christlich aufgeteilt natürlich.

Tatort Kofferraum

Aber das alles will für Suri nichts heißen. Besonders nicht, wenn es um ihre Privatsphäre geht.

Tatort: Kofferraum des Autos.

Und dort lerne ich, dass kleine Vergehen bei Suri sofort mit „Schnapp“ geahndet werden. Dabei „erklärt“ sie mit den Zähnen. Drei Mal hat es mich erwischt. Einmal die linke, zweimal die rechte Hand. Einen blauen Fingernägel hab ich jetzt noch davon (an die Nicht-Hundebesitzer: ICH ÄRMSTE) (leider sind alle Fotos mit dem schwer verletzten Nagel spurlos verschwunden … Pech halt … Anmerkung der Bloginhaberin … 😉 ..)

Aber jetzt hab ich’s kapiert. Für immer. Und ich werde es auch bestimmt nicht wieder vergessen. Frauchen sagt, sie habe doch „nur“ gezwickt. Ja, ja, denk ich mir. Aber richtig böse kann ich dem Hund nicht sein.

Nein, Dayo und Suri haben nichts gemacht … 😉 … Sabine ist einfach nur gestolpert … 

Suri sorgt für Ordnung, Respekt und Gerechtigkeit. Kleinere Vergehen werden mit einem „Schnapp“ bestraft. Übersetzt ist das so, wie auf die Finger bekommen, wenn man vor dem Servieren mit dem Löffel an die Kochtöpfe geht. Oder sich halt ungefragt ins Schlafzimmer stellt oder womöglich noch ins Bett legt. Wie ich es tat. Am Kofferraum. Ich habe mich dort tatsächlich hingesetzt. Mit den freundlichsten Absichten. Aber: Ein Hund hat auch seine Gefühle. Und man setzt sich auch nicht ungestraft einfach im Schlafzimmer einer Dame ins Bett. „Schnapp“

Nicht ohne meine Sabine

Aber alles scheine ich dann doch nicht falsch gemacht zu haben. Das zeigt mir Suri am dritten Tag. Wir wollen zu einem „Hundestrand„. Martina ist mal wieder mit dem ganzen Krempel für das Auto beschäftigt. Dayo läuft schon willfährig zum Kofferraum. Und Suri – die „kleene Zicke“ – NICHT! Was gefällt der Dame denn jetzt schon wieder nicht, denke ich mir. Sie stemmt sich mit aller Kraft gegen Martina, die sie zum Kofferraum hinbewegen will. Aber nix. Ich schließe die Wohnungstür ab und komme dazu. Und als ich auf Suris Höhe bin, gibt die den Widerwillen auf und läuft ohne irgendeinen Protest zusammen mit mir zum Auto. Mein Herz blüht auf! Suri hat auf MICH gewartet. „Nicht ohne meine Sabine“. Endlich hat mich die Dame in ihrem inneren Kreis akzeptiert. Hält mich dann wohl doch trotz des einen oder anderen Patzers für rudeltauglich. Ihre Majestät gibt sich die Ehre.

Es gilt im Leben

Suche Suri, dann ist das Gröbste geritzt!

Sei wie Dayo. Dann genießt Du.

Zusammen ist das Gepann unwiderstehlich. Sie haben sich in mein Herz gewufft.

Ich danke Martina für das Vertrauen im Umgang mit ihren Rackern. Ich fühle mich, als ob ich das Seepferdchen-Abzeichen im Hundeumgang erhalten habe. Mal sehen, ob die beiden Ridgebacks mich auch bei der nächsten Begegnung erkennen und akzeptieren. Dann könnte ich ja vielleicht schon den Freischwimmer anpeilen.

Bis dahin träume ich von: Einmal Rudel, immer Rudel.

Liebe Sabine, vielen Dank für deine Sicht der Dinge. Und es ist sehr nett von dir, dass du nicht erwähnt hast, dass ich manchmal mit dir etwas ungeduldig war. Aber wie du richtig erkannt hast: Ich habe manchmal einfach vergessen, dass du eigentlich mit Hunden und dann auch noch zwei so großen gar nicht zu tun hattest!

Du hast das auf jeden Fall sehr gut hinbekommen! Und bei unserem nächsten gemeinsamen Ausflug machen wir da weiter, wo wir aufgehört haben … 😍 …wohin wollten wir noch mal? Nach Cornwall?

Text (bis auf Anfang und Ende): Sabine Kwapik

2 Kommentare

  1. Sabine Kwapik sagt

    Ja Herrin. Corwall

    Ach – und Deine Ungeduld war doch gar nicht so schlimm.

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