Dayos Gedanken
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Dayos Gedanken – mein letzter Urlaub und die brodelnde Gerüchteküche

Leute, ihr habt ja lange nichts mehr von mir gehört. Jetzt habe ich es aber endlich einmal wieder geschafft, mich an Frauchens Schreibtisch zu schleichen. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich, der liebenswerte Dayo, die ganze Woche über im Regen spazieren gehen musste? Grauenhaft. Hinterher lag ich immer dick eingekuschelt in meiner Decke und habe von den Erinnerungen an den letzten Urlaub gelebt. 

Dayo und die endlosen Strände von Texel

Wir waren zu Ostern auf meiner Lieblingsinsel Texel. Es war toll. Es hat dort nämlich überhaupt nicht geregnet. Jeden Tag hat die Sonne geschienen. Mir persönlich war es ja fast ein bisschen zu warm. Aber da hätte ich ja auch locker eine Runde in die Nordsee springen können …

Dayo und Suri genießen den Strand auf Texel in der Nähe des Leuchtturms

Frauchen ist ja immer ein wenig hyperaktiv, wenn wir auf der niederländischen Insel sind. Sie will immer neue Sachen entdecken. Ich will das nicht. Und Suri schon gar nicht. Am liebsten bin ich nämlich am Strand. Da geht es dann ganz gemütlich zu. Frauchen ist immer hingerissen – vom weißen Sand, von der Nordsee, von der Sonne oder vom Himmel. Was weiß ich. Auf jeden Fall ist sie mehr mit sich selbst beschäftigt, und ich kann dann machen, was ich will.

Herrchen will mit mir dann häufig irgendwelche Gehorsamsübungen machen. Gott sei Dank ist der Wind ja oft so unglaublich laut, dass ich ihn nicht nur nicht verstehen, sondern auch gar nicht erst hören kann … 😉 … und da Suri meistens wie angenagelt irgendwo herumsteht und auf das Meer glotzt, kann ich meiner Wege gehen.

Suri passt am Strand vor allem auf, keine nassen Pfoten zu bekommen!

Dayos Meinung über die Naturschutzgebiete auf Texel

Ich habe jetzt auch einmal die letzten Artikel über Texel von Frauchen durchgelesen. Meine Güte, da hätte sie mich auch vorher mal fragen können, ob ich das alles auch so sehe. Sie steht total auf die Naturschutzgebiete. Besonders toll findet sie ja De Slufter und De Muy. Ich gebe zu, das ist dort ganz schön.

Falls andere Vierbeiner nicht so geknechtet werden wie ich und hier mitlesen dürfen: ACHTUNG! Eure Zweibeiner werden euch gerade da NICHT von der Leine lassen. Ihr könnt so oft stehenbleiben und bockig sein, wie ihr wollt (ich mag die Ziege ja nicht loben, aber das kann sie echt gut, die Suri), aber ihr müsst trotzdem auf den Wegen bleiben.

In De Slufter herrscht Leinenpflicht für alle Vierbeiner

All diese wunderbar seichten Tümpel in De Slufter, in denen alles mögliche kreucht und fleucht. Nichts da. Ihr dürft da nicht rein. Und ihr dürft schon gar nicht nach dem Getier schnappen. Das finde ich noch gar nicht so schlimm. So wie wir immer laufen, waren wir kurz zuvor ja noch am Strand. Im Prinzip könnt ihr den Spaziergang durch De Slufter dazu nutzen, um euch vom Toben zu erholen. 

Schlimm finde ich es, wenn es durch De Muy geht. Meine Güte, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welche wahnsinnig tollen Gerüche da auf mich einstürmen. Aber überall werde ich IMMER weg gezogen.

Dort gibt es Rinder, Enten, Vögel und was weiß ich in rauen Mengen. Und stellt euch vor, diese schwarzen, riesigen Tiere (die aber so wie die Kühe bei uns zu Hause riechen), dürfen mitten auf dem Weg rumstehen. OHNE LEINE! Und keiner schimpft oder zieht sie weg. 

In De Muy ist Vorsicht geboten, denn die Galloways dürfen ungestört über die Wege laufen

Na ja, ich gebe zu, dass es trotzdem ganz schön ist, durch De Muy zu spazieren. Vor allem gibt es hier Süßwasser und wenn keine anderen Tiere in der Nähe sind, dürfen wir auch mal daran nippen. Das ist lustig, weil sich Suri da immer erschreckt, wenn neben ihr auf einmal Frösche hochspringen. 

Auch wenn wir in den meisten Naturschutzgebieten angeleint sein müssen, finde ich nach wie vor Texel toll. Und ich hoffe, dass wir auch bald mal wieder dorthin fahren!

Dayos Gerüchteküche

Ich habe verschiedentlich auf Facebook und Instagram gesehen, dass Frauchen irgendetwas davon faselt, dass wir nicht nur Seniorenhunde, sondern auch noch krank seien. Leute, glaubt nicht alles, was diese Frau schreibt. 

Gut. Suri und ich sind nun schon 11,5 Jahre alt. Ganz ordentlich für Rhodesian Ridgebacks, denke ich. Suri ist tatsächlich auch alt und klapprig. ABER ICH NICHT! Ich hatte (und zugegebenermaßen habe immer noch) hin und wieder Bauchschmerzen. Ich muss dann auch brechen. Und eine ganze Weile hat mir davon auch der Hals weh getan. Da mag ich wohl ein bisschen krank gewesen sein. Frauchen hat sich davon ins Bockshorn jagen lassen. Und ist dauernd mit mir zur Tierärztin gefahren.

Das erste Mal war es ja noch toll. Da waren wir irgendwo im Taunus. Und als dort die Tür aufging, war das gar keine doofe Tierärztin, sondern die Claudia. Mensch, die kenne ich, seit ich ganz klein bin. Mit der sind wir nämlich früher manchmal spazieren gegangen. Da war auch noch mein Papa mit dabei. Bei der war das richtig toll. Sie hat mir zwar jede Menge Blut abgenommen, aber dafür habe ich sie zugepupst … 😉 … das einzige, was ich doof fand: Sie hat gesagt, dass ich zu dick bin und dünner werden muss. Phhh!

Dayo im Juni 2019. Er wurde von der Hundeknipserei in Lübeck fotografiert

Das Schlimme war, dass Frauchen tatsächlich alle Leckerlis weggepackt hat. Käse- und Fleischwurststückchen gibt es (bis heute) auch nicht mehr. Und auch keine leckeren Pizzaränder. Na ja, wenn wir das nächste Mal zu Claudia fahren, werde ich der mal was erzählen. Die sorgt dann hoffentlich dafür, dass ich zwischendurch wieder mehr zum Naschen bekomme.

Weil wir für meine Untersuchungen (und natürlich auch die von Suri) nicht immer bis in den Taunus hinein fahren können, habe ich nun hier im Westerwald gleich drei nette Tierärztinnen. Die Nina, die Silvina und die Frau Rosenthal (leider habe ich ihren Vornamen vergessen). Da waren wir in der letzten Zeit ganz oft. Frauchen ist da ja ein bisschen speziell. Aber ich muss zugeben, dass hinterher auch immer meine Bauchschmerzen weg waren. Leider haben die auch gesagt, dass ich keine Leckerlis bekommen darf. 

Meine Bauchschmerzen kamen und kommen von einer Bauchspeichelentzündung (die ist aber inzwischen weg) und von einer Magenschleimhautentzündung (die ist noch nicht ganz auskuriert). Aber ich habe – wie immer – alles im Griff und bin sicher, dass die dämlichen Bauchschmerzen auch bald der Vergangenheit angehören.

Was nun, Dayo?

Aber macht euch keine Sorgen, denn mir geht es wirklich recht gut. Ich bekomme jetzt vier Mahlzeiten pro Tag – klasse, oder? Und das Futter schmeckt irgendwie auch viel besser als früher! 

Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass ich unterwegs keine Leckerlis mehr bekomme. Dafür mache ich auch nicht mehr alles, was Frauchen und Herrchen von mir verlangen. Warum soll ich schließlich arbeiten, wenn ich dafür keinen Lohn bekomme … 😉 …

Was mir richtig gut gefällt: Wenn ich nachts wach werde und ein bisschen Magengrummeln habe, einmal aufstehe und durch das Schlafzimmer laufe, dann bekomme ich ein paar Stücke gekochte Hühner- oder Putenbrust. Sehr lecker. Eigentlich viel besser als vorher.

Am Strand vor De Slufter macht Dayo einen Ausflug in die Nordsee

Für Dayo und Suri geht es bald wieder auf Reisen …

Und was wird aus dem Reisen mit mir und Suri? Leute, keine Sorge. So wie sich Frauchen im Moment aufführt, geht es bestimmt demnächst wieder irgendwo hin … natürlich mit dem gesamten Rudel. 

Macht’s gut!

Euer Dayo

 

 

2 Kommentare

  1. Hermine sagt

    Hallo Dayo.
    Das freut mich aber, daß es Dir wieder besser geht. Ich hab mir schon Gedanken gemacht. Doof ist das natürlich mit den Leckerlis. Aber Du bekommst bestimmt wieder welche, wenn Du abgenommen hast. Bist dahin rennst du eben nachts durch Schlafzimmer, dann gibt es ja ein Stück Hühnchenfleisch.
    Dayo bleib noch lange gesund und fit.
    Ich knuddel Dich ganz doll.

    Hermine

    • martinazuengel sagt

      Liebe, liebe Hermine,

      endlich jemand, der auf meiner Seite ist! Ich bin total abgemagert. Jawoll, ja! Und wenn ich die Leute richtig traurig anschaue, dann schimpfen sie mit meinem Frauchen … meistens jedenfalls. Ich glaube, dass mit den Leckerchen wird nix mehr. Ich habe gesehen, wie Frauchen alle unsere Leckerlis und das ganze Futter, was wir noch hatten, verschenkt hat. Nun ja, sie hat hinterher erzählt, dass sie es in das Tierheim in Montabaur gebracht hat. Das soll mir ja Recht sein. Und wie gesagt: Das neue Futter schmeckt mir eigentlich wirklich gut.

      Ich schicke Dir einen dicken Schmatzer und soll auch von Suri herzlich grüßen.

      Dein
      Dayo

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