Wandern mit Hund, Westerwald, Westerwaldsteig
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WesterwaldSteig Etappe 10 auf 4 Pfoten

WesterwaldSteig Etappe 10 auf 4 Pfoten

Mir fehlen nur 3 Etappen, um den WesterwaldSteig endgültig abzuschließen. Aber irgendwie komme ich im Moment nicht dazu. Da ich aber immer noch nicht über alle bereits gewanderte Teilstrecken geschrieben habe, nehme ich dich jetzt mit auf die WesterwaldSteig Etappe 10, die von Limbach zum Kloster Marienthal führt. Ich bin diese Etappe damals noch mit Dayo gewandert.

Start im Herzen der Kroppacher Schweiz

Die WesterwaldSteig Etappe 10 startet im beschaulichen Dörfchen Limbach, das zur Verbandsgemeinde Hachenburg gehört und mitten in der wunderschönen Kroppacher Schweiz liegt.

Ich parke auf dem Parkplatz vom Dorfgemeinschaftshaus, lasse Dayo aus dem Auto raus, schultere meinen Rucksack und spaziere erst einmal ganz gemütlich durch den Ort hinunter zum Startpunkt der Strecke.

Am romantisch durch das Dorf dahin plätschernden Flüsschen angekommen, führt mich die Wandermarkierung auf einem Wiesenweg hinaus aus Limbach. Kurze Zeit darauf tauchen Dayo und ich in den Welt ein. Auf schmalen Steinpfaden geht es zum ersten Höhepunkt der Etappe – dem Aussichtspunkt Hohe Ley.

Auf steinigen und teilweise schmalen Pfaden geht es in Richtung Hohe Ley

Auf steinigen und teilweise schmalen Pfaden geht es in Richtung Hohe Ley

Dayo kümmert sich nicht weiter darum, ob der Wanderweg schmal, steil und steinig ist. Er genießt die vielen neuen Gerüche, die hinter jeder Kurve auf ihn warten. Um ein Schlückchen Wasser aus der Nister zu trinken, ist ihm der Abstieg hinunter Gott sei Dank dann doch etwas zu steil.

Ich erfreue mich an der saftig grünen Natur und so erreichen wir bald darauf die Hohe Ley.

Die Hohe Ley ist der erste Höhepunkt auf dem WesterwaldSteig Etappe 10

Die Hohe Ley ist der erste Höhepunkt auf dem WesterwaldSteig Etappe 10

Der Aussichtspunkt liegt in einer Höhe von 270 Meter. Ich habe von hier aus einen wunderbaren Blick auf die Region und genieße für ein paar Augenblicke die Stille, den Wind und das leichte Rauschen des Waldes.

So kann es weitergehen, und ich weiß schon jetzt, dass die WesterwaldSteig Etappe 10 sicherlich zu den schönsten Abschnitten des gesamten Streckenwanderweges gehört – zumindest meiner Meinung nach.

Mittelalterliches Schieferbergwerk und ganz viel Wasser

Wir spazieren weiter und landen bald darauf am Fuße des Assbergs. Hier wartet ein mittelalterliches Schieferbergwerk auf uns. Was wie eine Pausenhütte für Wanderer aussieht, entpuppt sich als Eingang zur Schiefergrube

Das Schieferbergwerk Assberg ist rund 500 Jahre alt. Im Mittelalter wurden die Schieferschichten in einer Tiefe von 20 Metern von Hand ausgehauen, nach oben geschafft und über Tage zu Dachschiefer verarbeitet. So stammt beispielsweise die Bedachung des Klosters Marienstatt und des Hachenburger Schlosses nachweislich aus der Schiefergrube Assberg.

In der Hütte gibt es neben einer Treppe, die in die Grube hinunter führt, auch eine Reihe von Informationstafeln, die über die Geschichte des Schieferbergwerks berichten. In die Grube selbst bin ich nicht hinunter geklettert, weil die Treppe zu steil für Hunde ist und ich Dayo nicht alleine oben sitzen lassen wollte.

Nach dieser kleinen Exkursion führt uns die Strecke über einen weiteren schmalen Pfad ins Tal der Großen Nister, und wir spazieren an den Dörfern Astert und Heuzert vorbei.

Kurz darauf freut sich Dayo unglaublich über das herrlich flache Wasser, in dem er sich ausgiebig erfrischt. Wir sind am „Deutschen Eck des Westerwalds“ angekommen, dem Zusammenfluss der beiden Nister-Bäche.

Am Deutschen Eck des Westerwalds erfrischt sich Dayo ausgiebig im flachen Wasser

Am Deutschen Eck des Westerwalds erfrischt sich Dayo ausgiebig im flachen Wasser

Die beschaulichen Flüsschen entspringen beide im Westerwald – während die Kleine Nister vom Stegskopf (zweithöchster Berg im Westerwald) kommt, schlängelt sich die Große Nister vom höchsten Berg – der Fuchskaute – bis hierher.

Wir verweilen einen Augenblick und lassen uns die Sonne bei einem kleinen Snack auf den Kopf scheinen, bevor es weiter durch die Landschaft der Kroppacher Schweiz über Heimborn nach Stein-Wingert geht.

Von der Spitze Ley hat man einen wunderschönen Ausblick auf Stein-Wingert

Von der Spitze Ley hat man einen wunderschönen Ausblick auf Stein-Wingert

Bis Stein-Wingert führt die Strecke über Wiesen, Felder und teilweise durch den Wald. Der Weg lässt sich bequem wandern. Und während Dayo mal hier und mal dort schnüffelt, hänge ich meinen Gedanken nach.

Kaum habe ich den Dorfrand von Stein-Wingert hinter mir, geht es in den Wald hinein und einen schmalen Pfad steil nach oben. Ich gebe zu, dass ich jetzt ein wenig ins Schwitzen komme. Kurze Zeit später erreichen wir den Aussichtspunkt Spitze Ley, die etwa 265 Meter über dem Tal liegt. Hier wartet eine Bank zum Verschnaufen und ein toller Ausblick.

Auf zum Weltende

Nach einer kleinen Pause mache ich mich mit Dayo auf den Weg zum nächsten Höhepunkt der WesterwaldSteig Etappe 10 – dem Naturpfad Weltende.

Ein Teilstück des WesterwaldSteigs Etappe 10 verläuft über den Naturpfad Weltende

Ein Teilstück des WesterwaldSteigs Etappe 10 verläuft über den Naturpfad Weltende

Hier beginnt der abenteuerlichste Abschnitt dieser Etappe. Zum einen geht es ordentlich bergauf und zum anderen ist der Wanderpfad (ein Weg ist es wirklich nicht mehr) teilweise in die Felsen gehauen. Streckenweise sind Stahlseile zum Festhalten an den Felsen angebracht. Sie sollen davor schützen, abzustürzen.

Dayo hat hier natürlich überhaupt keine Probleme mit dem Vorwärtskommen. Ich eigentlich auch nicht. Mir hat es Spaß gemacht, mich an den Stahlseilen entlang zu hangeln. Aber es ist tatsächlich nichts für Menschen, die nicht schwindelfrei und nicht trittsicher sind.

Für Dayo ist die WesterwaldSteig-Etappe 10 überhaupt kein Problem, und er wartet immer brav auf mich

Für Dayo ist die WesterwaldSteig-Etappe 10 überhaupt kein Problem, und er wartet immer brav auf mich

Ich bin ganz froh, dass ich keine anderen Wanderer treffe, denn so kann ich in meinem (langsamen) Tempo die doch schon etwas ambitionierten Geländebedingungen bewältigen und niemand sieht mein Gesicht, wenn sich meine Knie melden (das tun sie auf diesem Abschnitt recht häufig … 😉 …).

Übrigens: Der Naturpfad Weltende ist ein ganz eigener Wanderweg, der ca. sieben Kilometer lang ist und an einem weiteren alten Bergwerksstollen vorbei führt. Irgendwann werde ich diesen Weg auch nochmals komplett wandern.

Oben angekommen, gibt es wieder tolle Ausblicke über den Westerwald. Ich gebe zu, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr so besonders daran interessiert bin. Ich bin immer noch etwas außer Atem. 16 Kilometer haben Dayo und ich nun geschafft. Nur noch vier Kilometer liegen bis zu unserem Ziel vor uns. Ich rufe den reizenden Gemahl an und sage ihm, dass er losfahren kann, um uns am Ende der Etappe einzusammeln.

Kloster Marienthal ist das Ziel der WesterwaldSteig-Etappe 10

Kloster Marienthal ist das Ziel der WesterwaldSteig-Etappe 10

Die letzten Kilometer verlaufen unspektakulär und schließlich erreichen wir das Kloster Marienthal. Auch wenn Dayo nach wie vor motiviert neben mir her spaziert, ist er doch froh, als er den reizenden Gemahl erkennt und endlich ins Auto springen kann.

Wie bereits erwähnt: Die WesterwaldSteig Etappe 10 zählt in meinen Augen zu den schönsten Etappen des gesamten Steigs.

Weitere Informationen

  • Die Etappe ist insgesamt etwa 21 Kilometer lang und sehr gut ausgeschildert (auch ich bin nicht vom Weg abgekommen … 😉 …)
  • Ingesamt sind 566 Höhenmeter nach oben und 540 Höhenmeter nach unten zu bewältigen.
  • Die Strecke ist mittelschwer.
  • Auch wenn es unterwegs reichlich Wasser zur Erfrischung von Hunden gibt, ist es – wie immer – sinnvoll, ausreichend Wasser für den Vierbeiner dabei zu haben.
  • Ich habe die Strecke mit der Wander-App Komoot aufgezeichnet. Du kannst Dir meine Strecke gerne herunterladen.
  • Die Etappen, die ich schon gewandert bin, findest Du auf meinem Blog in der Kategorie WesterwaldSteig.

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