Vier Fragen an sechs Pfoten
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Sarah, Maja und Max – Wandern mit Möpsen

Heute freue ich mich sehr, euch Sarah vorzustellen. Sie hat die „Vier Fragen an sechs Pfoten“ beantwortet. Bemerkenswert ist bei ihr die Thematik Wandern mit Möpsen und Baby

1. Wer bist Du und wer sind Deine vierbeinigen Begleiter?

Hallo, mein Name ist Sarah und ich komme aus dem schönen Baden-Württemberg. Seit März 2018 sind mein Mann und ich Eltern eines wundervollen Sohnes. Dass man auch mit einem kleinen Kind gut wandern kann, stellen wir oft und gerne unter Beweis.Ich bin sehr gerne draußen unterwegs und liebe die Natur, vor allem im Frühling. Zu meinem kleinen „Team“ gehören neben meinen beiden Männern meine zwei (vierbeinigen!) Möpse. Ja, richtig gelesen! Wir wandern mit Möpsen. Maja (beige) ist fast 4 Jahre und Max (schwarz) 2,5 Jahre jung und beide sind sie ziemlich verrückt. Umso besser passen sie zu mir.

Die zwei sind Möpse vom altdeutschen Schlag. Das heißt, sie sind zwar reinrassige Möpse, bei ihrer Zucht wurde allerdings darauf geachtet, sie wieder zu ihrer ursprünglichen Art zurück zu züchten. So besitzen sie beispielsweise mehr Nase als ein „Standard-Mops“, längere Beine und eine schlankere Figur.Ich möchte dringend mit dem Vorurteil aufräumen, Möpse seien dick und ungelenkig. Meine Möpse haben nichts gemeinsam mit der allgegenwärtigen Ansicht, die Rasse sei eine Qualzucht und Möpse seien traurige Geschöpfe, die auf Grund ihrer Überzüchtung glubschäugige, nasenlose, röchelnde und zu bemitleidende Chichi- Modehündchen sind, die am besten auf das Sofa oder in die Handtasche des Besitzers gehören.

Mit Sicherheit gibt es solche Möpse. Leider. Informiert man sich aber im Vorhinein, bekommt man sehr aktive und mopsfidele Hunde, denen mit Übung auch ein 20-Kilometer-Marsch so schnell keine Angst macht. Nicht selten werden wir am Gipfel eines Berges mit großen Augen von anderen Wanderern angeschaut oder anerkennend angelächelt.

2. Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel bist, was ist wichtig für Dich, wenn Du mit Hund und Kleinkind reist?

Auf dem Wichtigkeitslevel steht an oberster Stelle für uns die Nähe des Hotels zum Wandergebiet. Am besten ist es natürlich, wenn man aus dem Hotel herausläuft und praktisch schon im Wandergebiet steht. Hierfür bieten sich wunderbar Skigebiete im Sommer an. Hotels, die auf den Wintersport ausgerichtet sind, wollen ihre Betten natürlich auch im Sommer belegt wissen und so kann man durchaus das ein oder andere preisliche Schnäppchen ergattern.Natürlich müssen Hunde im Hotel erlaubt sein. Ist auf der Homepage nichts von Hunden erwähnt, sind sie meist zwar geduldet, aber nicht gerne gesehen. Wird jedoch explizit darauf hingewiesen, dass Hunde erlaubt sind, reist man mit einem besseren Gefühl. Manchmal sind die Hotelbetreiber sogar sehr tierfreundlich und freuen sich regelrecht über ihre vierbeinigen Besucher.

Viele Hotels bieten zudem Gästekarten. Mit einem Pauschalpreis kann man so beispielsweise mehrmals die Gondeln und Busse nutzen, ohne sich um das Lösen von Tickets zu kümmern und spart zudem noch bares Geld.

Auch empfehlen kann ich es, wenn ein Restaurant entweder direkt im Hotel oder in der näheren Umgebung ist. Nach einer Wanderung mit Kind und Hund habe ich manchmal wirklich keine Lust, extra noch irgendwo hin zu fahren, um etwas zu essen. Zumal der Hunger abends oft groß ist, da muss das mit dem Essen dann schnell gehen.Mittlerweile eigentlich standardmäßig im Zimmerpreis inbegriffen, ist ein kostenloses W-Lan und ein kostenloser Parkplatz. Dennoch sollte man darauf achten, dass dies auch tatsächlich zur Verfügung gestellt wird. Das kostenlose W-Lan kann gerade bei mehreren Tagen Aufenthalt wichtig werden, wenn man neue Wandertouren planen möchte.

Barrierefreiheit ist für uns als Eltern wichtig. Darauf hatten wir bei unserer ersten kleinen Reise nicht geachtet und so durften wir den Kinderwagen eine steile Treppe hinauf in den ersten Stock tragen. Das passiert uns hoffentlich nicht mehr.

Und last but not least, kann ich einen Balkon am Hotelzimmer empfehlen. So können die verschwitzten Klamotten draußen aufgehängt werden während im Zimmer ein wunderbares Raumklima herrscht.

3. Was ist Dein persönlicher Wandertipp für HundeReisenMehr?

Ganz klar, der Arlberg in Österreich. Ich wandere prinzipiell sehr gern in Österreich. Der Arlberg bietet unzählige und abwechslungsreiche Wanderrouten. Viele davon sind im Skigebiet. Unbedingt anschauen würde ich mir den Körbersee. Wandertechnisch wahrlich nicht besonders anspruchsvoll, aber ein wunderschönes Ausflugsziel mit einer Seekulisse, die einen fast sprachlos macht. Nicht umsonst wurde der Körbersee 2017 zum Schönsten Platz Österreichs gekürt. Wer es anstrengender haben möchte, dem empfehle ich die Wanderung zur Lindauer Hütte im Gauertal. Fast 1.000 Höhenmeter auf 12 Kilometer bis zur Bergbahn. Wem das noch zu langweilig ist, der kann das Ganze auch wieder herunterwandern.

4. Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hunden wanderst?

  1. Auf den ersten Blick nicht zu erkennen und dennoch eine Tatsache: Der Mops gehört zur Gattung Hund. Und diese müssen in den Öffis in Österreich einen Maulkorb tragen. Dies gestaltet sich bei einem Hund mit einer kaum vorhandenen Nase als ziemliche Herausforderung. Aber es gibt tatsächlich Maulkörbe für brachyzephale Hunderassen. Zwar haben wir sie noch nie gebraucht, es kann aber immer sein, dass wir in eine Gondel oder in einen Bus in Österreich nur mit Beißschutz dürfen.
  2. Ein Klappnapf ist unerlässlich. Er nimmt kaum Platz ein im Rucksack und kann bei Bedarf ganz einfach zum Wassernapf aufgeklappt werden. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob wir während einer Wanderung an ausreichend vielen Wasserquellen vorbeikommen, nehme ich den Aquacroc mit. An seiner Wasserflasche können ein Kühlakku sowie zwei Näpfe befestigt werden.
  3. Ein kleines Erste-Hilfe-Täschchen mit den wichtigsten Verbandsmaterialien darf auf keiner unserer Wanderungen fehlen. Sollte sich einer unserer Hunde doch einmal die Pfote verletzen, so können wir ihn am Berg wenigstens bis zum Tierarzt notdürftig verarzten.
  4. Für Leckerlis tun meine Möpse alles. Diese Verfressenheit kann ich sehr gut nutzen. Müssen sie in bestimmten Situationen schnell abgerufen werden, so muss ich meist nur mit der Tüte rascheln und zack, machen meine zwei Fressmaschinen auf den Hinterläufen kehrt und lassen sich anstandslos anleinen. Natürlich sind sie auch ohne Leckereien abrufbar, sie haben aber durchaus einen Dickschädel. Und ein bisschen Bestechung schadet ja nicht 😊
  5. Auf längeren Wanderungen kommen auch eine Handvoll Trockenfutter und/oder eine Hundewurst zum Einsatz. So kann gewährleistet werden, dass ihnen die Kraft und Energie nicht ausgeht und sie auch anstrengende Etappen mit Spaß meisten können.

Liebe Sarah, vielen Dank für das tolle Interview. Ich finde es total klasse, dass Du mit zwei so aktiven und wanderfreudigen Möpsen unterwegs bist. Und ich hoffe sehr, dass Dein Mann Euren Sohn auch trägt … 😉 … 

Wenn ihr Lust habt, mehr über Sarah, ihre Hunde und ihre Aktivitäten zu erfahren, dann ist das gar kein Problem, denn Sie schreibt auf Naturkraxler.de über „Wanderlust statt Windelfrust“.

Fotos + Text: Sarah Lehle

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