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5 Tipps zum Reisen mit Senioren-Hunden

Der Zahn der Zeit nagt an jedem von uns. Leider auch an unseren treuen, vierbeinigen Begleitern. So werden Dayo und Suri in diesem Jahr 11 Jahre alt. Suri im März und Dayo Mitte Mai. Für die Rasse Rhodesian Ridgeback ist das ein stolzes Alter. Doch wie ist das nun mit dem Reisen mit Senioren-Hunden? Ändert sich etwas oder bleibt alles, wie es ist? Ich habe 5 Tipps zu diesem Thema für euch.

1. Auch im Alter einfach weiter reisen!

Zunächst einmal bin ich sehr froh, dass Dayo und Suri – abgesehen von dem ein oder anderen Alters-Zipperlein – ziemlich fit und gesund sind. Und ich eben genau das noch tun kann: Reisen mit den beiden Bären. 

Foto: Erwin Fleischmann

Und genau das solltet ihr auch tun. Einfach weiter reisen, wandern und Ausflüge machen. Und erst recht, wenn der Vierbeiner das so gewohnt ist. Bloß, weil es irgendwo mal ziept und knirscht, heißt das ja nicht, dass der Hund nichts mehr unternehmen kann und möchte. 

2. Alles langsamer angehen

Das Reisen hat sich für uns im letzten Jahr ganz still und leise geändert. Es ist langsamer für uns geworden. Ich habe das erst gar nicht so gemerkt. Vor allem, weil Dayo nach wie vor wie ein Junghund durch das Leben marschiert. Seine Schlaf- und Ruhepausen sind zwar länger geworden, aber wenn wir unterwegs sind, ist er immer mit Begeisterung dabei.

Suri wird zusehends grauer im Gesicht. Sie hat im letzten Jahr im Vergleich zu Dayo stärker abgebaut. Sie ist schneller müde, braucht mehr Pausen und verkrümelt sich im Körbchen, wenn ich das Wort WesterwaldSteig auch nur geflüstert ausspreche. 

Das bringt natürlich auch Vorteile mit sich: Beim Autofahren kann ich mir – je nachdem wie das Wetter ist – schon mal eine Pippipause sparen, weil Dayo und Suri schön entspannt im Auto liegen und gar nicht spazieren gehen wollen … 😉 …

Also: Eigentlich ist alles wie vorher. Es ist nur langsamer und ruhiger geworden.

3. Plant den Urlaubstag entsprechend den Möglichkeiten eures Hundes

In den letzten Jahren waren die Urlaubstage in der Regel voll gepackt. Ich hatte immer irgendwie einen Plan im Kopf, den ich „abarbeiten“ wollte. Dem reizende Gemahl und den Bären   war das vermutlich manchmal auch ein wenig zu stressig. Aber alle drei haben (meistens) alles mitgemacht. Morgens die Strandwanderung rund um den Texeler Leuchtturm und zurück durch die Dünen von Eierland (10 Kilometer). Kleine Pause und ein Getränk. Spaziergang durch eines der hübschen Inseldörfchen. Vielleicht eine Mittagspause (vielleicht auch nicht). Nachmittags dann noch eine Wanderung, nur noch 5 bis 8 Kilometer. 

Das geht heute nicht mehr!

Heute plane ich eine „größere“ Sache oder zwei „kleinere“ Ausflüge pro Tag. Der Rest ist Entspannung (das tut auch uns Zweibeinern mal gut … na ja … meistens jedenfalls). Bezogen auf Texel würde das bedeuten: vormittags ein Besuch im Museum von Kaap Skil in Oudeschild (dort sind Hunde erlaubt) und nachmittags ein schöner langer Spaziergang im Naturschutzgebiet von De Hors.Ich mache das Ausflugs- oder Wanderprogramm inzwischen von der Tagesform meiner beiden Bären abhängig. Und manchmal lasse ich die müde Suri beim müden (aber immer noch reizenden) Gemahl zurück und Dayo und ich gehen alleine auf Tour.

4. Die Zubehörliste des Reisegepäcks für Hunde erweitern

Als ich mit dem Reisen mit Hunden begann, bin ich anfangs nie ohne ein Waschmittel aus der Tube und Geschirrhandtüchern gereist. Ich hatte immer Angst, dass es Dayo und Suri einmal nachts schlecht geht und ich die Hinterlassenschaften nicht ordentlich wegputzen konnte. Das hat sich mit den Jahren gelegt … 😉 …

Nun bin ich in der Situation, dass ich mit zwei Senioren-Hunden auf Reisen gehe. Und das Waschmittel aus der Tube gehört wieder zum Gepäck. Genauso wie eine Rolle Küchenpapier und Feuchttücher. Denn Dayo verliert hin und wieder einen kleinen Knödel. Meistens, wenn er entspannt irgendwo geschlafen hat. Ich erläutere das jetzt aber nicht in bunten Farben, was passiert, wenn ich einen solchen Knödel übersehe …

Foto: Erwin Fleischmann

Suri ist leidet schon seit vielen Jahren an einer leichten Inkontinenz. Die habe ich gut im Griff. Aber seit dem vergangenen Jahr wird sie zunehmend von Blasenentzündungen heimgesucht. Eine Suppenkelle (zum Auffangen des Urins) sowie ein entsprechendes Töpfchen mit Deckel gehören nun auch ins Gepäck. So bin ich vorbereitet, falls wir im Urlaub deswegen einmal zum Tierarzt müssen.

Darüber hinaus hat sich unsere Hunde-Apotheke deutlich vergrößert. Von Grünlippmuschelpulver, über Blasenkräuter bis hin zu Gelenk-Kapseln – alles dabei. Sollten Dayo und Suri Magenunverträglichkeiten heimsuchen, habe ich Olewo-Karotten und Haferflocken (für Haferschleim) im Gepäck. 

Fazit: Eine gute Vorbereitung ist alles. Dann klappt es auch problemlos mit dem Reisen mit Senioren-Hunden.

5. Nicht in Watte packen

Last but not least: Auch wenn es sich nun anhört, als packe ich Dayo und Suri in Watte. Dem ist nicht so. Ich bemühe mich jedoch, dem jeweiligen Gesundheitszustand von Dayo und Suri entgegen zu kommen und ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen, auch wenn wir unterwegs sind. Und warum sollte ich dann nicht die Trocken-Karotten und Haferflocken im Gepäck haben, wenn ich doch weiß, dass es bei Magen-Darm hilft und den beiden auch noch ausgesprochen gut schmeckt?

Foto: Erwin Fleischmann

Ich denke, dass wir so einfach gut gerüstet sind und hoffe, dass wir noch viele gemeinsame Urlaube, Wanderungen und Ausflüge unternehmen können.

Habt ihr Erfahrungen mit Reisen mit Senioren-Hunden? Wenn ja, welche?

 

 

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