Buchrezension – Reisen und Fotografieren gehören ja irgendwie zusammen. Und im Laufe meiner Blog-Karriere sind zum Glück auch meine Fotos immer besser geworden. Trotzdem gibt es natürlich noch jede Menge zu lernen. Den einen oder anderen Fototipp mitzunehmen und dabei gleichzeitig besondere Fotospots in Deutschland zu entdecken, klingt für mich daher nach einer ziemlich guten Kombination. Genau das verspricht das Buch „Foto-Eskapaden – Die besten Touren und Fotospots in Deutschland“.
Inhalt:
Wer steckt hinter „Foto-Eskapaden – Die besten Touren und Fotospots in Deutschland“?
Die Autoren dieses Buches sind Biggi Bauer und Florian Westermann, die seit 2010 gemeinsam den Foto- und Reiseblog Phototravellers betreiben. Florian ist von Haus aus Journalist, und ich bin mit ihm schon seit vielen Jahren über verschiedene Reiseblogger-Communities verbunden. Persönlich begegnet sind wir uns allerdings bisher noch nie, obwohl wir beide schon ziemlich lange in der Reiseblogger-Welt unterwegs sind.
Auch Biggi Bauer hat einen journalistischen Hintergrund. Während Florian sich vor allem der Fotografie verschrieben hat, liegt einer von Biggis Schwerpunkten auf der Videoproduktion. Gemeinsam sind die beiden seit vielen Jahren in Deutschland und der Welt unterwegs. Immer auf der Suche nach besonderen Orten und natürlich den passenden Motiven.
30 Touren und Fotospots quer durch Deutschland

Für ihr Buch „Foto-Eskapaden“ sind die beiden Autoren kreuz und quer durch Deutschland gereist und haben tatsächlich alle 16 Bundesländer besucht. Herausgekommen sind 30 (Wander-)Touren, die nicht nur zu spannenden Fotospots führen, sondern auch auf weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung aufmerksam machen. Dazu kommen zehn Foto-Challenges zu unterschiedlichen fotografischen Themen sowie jede Menge zusätzliche Tipps rund ums Fotografieren und Unterwegssein.
Das Buch ist in die drei großen Regionen Norden, Mitte und Süden aufgeteilt. Jede Tour wird ausführlich vorgestellt und enthält neben der eigentlichen Streckenbeschreibung auch eine Karte sowie praktische Informationen zu Länge, Dauer, Start und Ziel, der besten Zeit für die Tour, Ausrüstung und Einkehrmöglichkeiten.
Die Auswahl ist dabei ziemlich abwechslungsreich. Mal geht es durch Städte wie Bremen, Berlin oder Frankfurt/Main, mal hinaus in die Natur. Mit dabei sind beispielsweise die Lüneburger Heide (!), der Spreewald, der Pfälzerwald, Rügen, die Sächsische Schweiz und der Bayerische Wald. Auch die Ostfriesischen Inseln haben es ins Buch geschafft.
Natürlich geht mir das Herz auf, dass auch meine Herzensstadt Frankfurt mit dabei ist. Und einige der vorgestellten Fotospots liegen inzwischen fast vor meiner Haustür – beispielsweise Bremen, Hamburg oder das Steinhuder Meer. Die entsprechenden Touren sind deshalb direkt auf meiner persönlichen „To-do-Liste“ gelandet.
Nicht nur hinkommen, sondern auch besser fotografieren
Zu jeder Tour gibt es außerdem einen speziellen Fototipp. Dabei erfährst du beispielsweise, wie du eine Silhouette im Abendlicht in Szene setzt, mit einem Weitwinkelobjektiv für mehr Dramatik sorgst oder durch ungewöhnliche Perspektiven ganz neue Ansichten eines Motivs entdeckst. Und das sind nur einige der vielen fotografischen Anregungen, die das Buch bereithält.
Ergänzt werden die 30 Touren in den „Foto-Eskapen“ außerdem durch zehn Foto-Challenges. Dabei geht es nicht darum, möglichst komplizierte Kameraeinstellungen zu beherrschen, sondern den eigenen Blick fürs Fotografieren zu schärfen und einfach einmal etwas auszuprobieren. Die Aufgaben beschäftigen sich beispielsweise mit Größenverhältnissen oder damit, wie sich die Wirkung eines Bildes durch unterschiedliche Brennweiten verändert. Dabei spiel es keine Rolle, ob du mit einer großen Kameraausrüstung oder mit dem Smartphone unterwegs bist.
Da war ich schon mal …
Wie bereits erwähnt, steckt das Buch voller spannender Touren und Fotospots. Da einen persönlichen Favoriten herauszupicken, ist gar nicht so einfach. Also habe ich mir zunächst eine andere Frage gestellt: Welche der von Biggi und Florian vorgestellten Fotospots kenne ich eigentlich schon aus eigener Erfahrung?

Und ja, solche Fotospots gibt es tatsächlich: So war ich beispielsweise schon an der „sagenumwobenen Mauer des Teufels“ in Thale. Und wie du auf dem Foto siehst, habe ich damals ganz offensichtlich bereits einen Fototipp beherzigt, der heute in den „Foto-Eskapaden“ als Foto-Challenge beschrieben wird: Personen als Größenvergleich einsetzen. Manchmal macht man eben ganz intuitiv etwas richtig … 😉.
Auch die Tour in der Lüneburger Heide rund um den Wilseder Berg ist mir natürlich nicht unbekannt. Schließlich war ich dort erst vor Kurzem unterwegs und habe über meine Erlebnisse während der Heideblüte einen Blogbeitrag geschrieben.
Dass meine Herzensstadt Frankfurt bei den „Foto-Eskapaden“ nicht fehlt, freut mich natürlich ganz besonders. Biggi und Florian haben ihre Tour unter das schöne Motto „Wolkenkratzer küsst Fachwerk“ gestellt und nehmen ihre Leser:innen mit auf einen abwechslungsreichen Rundgang durch die Innenstadt bis hinunter zum Main. Schließlich ist es genau dieser Kontrast zwischen moderner Skyline und historischen Gebäuden, der Frankfurt nicht nur für mich so besonders macht.
Bei der Auswahl der Fotospots hätte ich allerdings noch einen ganz persönlichen Tipp: den Sonnenuntergang vom Eisernen Steg aus. Wenn die Sonne langsam hinter der Skyline verschwindet und sich das Licht im Main spiegelt, zeigt sich Frankfurt nämlich von einer seiner schönsten Seiten.
Welche „Foto-Eskapaden“ werde ich ausprobieren?
Da ich inzwischen im Norden Deutschlands zu Hause bin, steht bei mir aktuell Tour #2 „Hansestadt im Sucher – Bremen“ ganz oben auf der Liste. Eigentlich wollte ich sie längst gemeinsam mit Raban und Charly erkundet haben. Aber im Sommer war es mir in Bremen schlichtweg zu voll. Also habe ich die Tour kurzerhand auf Oktober oder November verschoben. Dann ist es hoffentlich etwas ruhiger. Und anschließend gibt es hier auf dem Blog natürlich auch einen Bericht über unsere ganz persönliche Bremer „Foto-Eskapade“.

Ähnliches gilt für Tour #10 „See trifft Moor – Steinhuder Meer“. Auch dieser Fotospot liegt inzwischen fast vor meiner Haustür und bietet sich damit für eine der nächsten Touren geradezu an. Und dann wäre da noch Wismar: Tour #6 „Historische Kulisse und Ostseeflair – Wismar“ würde ich ebenfalls nur zu gerne einmal nachspazieren. Natürlich mit Kamera und Hunden im Gepäck.
Wenn ich mir das so überlege, könnte ich die Liste problemlos noch eine ganze Weile fortsetzen. Und damit sind wir eigentlich schon bei einem ziemlich wichtigen Punkt für mein Fazit: Die „Foto-Eskapaden“ machen vor allem eines: Lust darauf, die Kamera einzupacken und loszuziehen.
Fazit
Mir gefällt besonders die Kombination aus Ausflugs- und Tourentipps, schönen Fotospots und ganz konkreten Anregungen zum Fotografieren. Dabei muss man kein Foto-Profi mit einer sündhaft teuren Kameraausrüstung sein, um etwas mit den Tipps anfangen zu können. Vieles lässt sich – so die Autoren – auch mit dem Smartphone ausprobieren. Und manchmal geht es sowieso weniger um die Technik als vielmehr darum, den Blick für ein Motiv, eine besondere Perspektive oder das richtige Licht zu schärfen.
Und wie sieht es mit Hund aus? Die „Foto-Eskapaden“ sind natürlich kein spezieller Reiseführer für Hundemenschen. Aber viele der vorgestellten Touren lassen sich zumindest auf den ersten Blick wunderbar mit einem Ausflug oder einer Wanderung mit Hund verbinden. Ob das tatsächlich immer so ist, werde ich bei der einen oder anderen Tour sicherlich noch selbst herausfinden. Bremen, Steinhuder Meer und Wismar stehen jedenfalls schon auf meiner Liste. Raban und Charly (und der reizende Gemahl) wissen nur noch nichts von ihrem Glück … 😉.
Weitere Informationen

Das Buch „Foto-Eskapaden – Die besten Touren und Fotospots in Deutschland“ DUMONT-Verlag mit der ISBN 978-3-616-02839-2 erschienen und kostet 24,95 Euro. Du kannst es im Buchhandel oder online kaufen.
Offenlegung
Das Buch „Foto-Eskapaden – Die besten Touren und Fotospots in Deutschland“ wurde mir kostenlos und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Ob und wie ich darüber berichte, blieb mir überlassen. Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider.

