6 Tipps, worauf ihr beim Kauf eines Hundefahrradanhängers achten solltet

Jetzt fängt ja hoffentlich endlich bald einmal wirklich der Frühling an. Viele von euch sind dann sicherlich auch mit dem Fahrrad, Vierbeiner und möglicherweise Hundefahrradanhänger unterwegs. Fahrradfahren (auch mit Anhänger) mit Dayo und Suri war und ist allerdings nicht so meins. Deshalb habe ich jetzt fachmännische Unterstützung bekommen. Und zwar von Gerald Bacher aus Innsbruck. Er hat für euch einen tollen Beitrag geschrieben.

Ihr seid auch gerne mit dem Fahrrad unterwegs, wollt aber euren Vierbeiner nicht außen vor lassen? Das kann unter Umständen schwierig werden, wenn euer Hund nicht die ganze Strecke mitlaufen kann. Für richtig tolle, ausgedehnte Fahrradausflüge bieten sich daher Hundefahrradanhänger wunderbar an! Doch das richtige Modell zu finden, kann knifflig sein. Hier findet ihr ein paar gute Tipps und Tricks, worauf ihr beim Kauf achten solltet.

Tolle Ausflüge mit dem Hundefahrradanhänger

Zunächst einmal ist ein Hundefahrradanhänger einfach die beste Möglichkeit, euren Vierbeiner überall hin mitzunehmen. Sie können neben gemeinsamen Ausflügen auch praktisch für kleinere Besorgungen sein. Oft lassen sich die Anhänger sogar zu Joggern umbauen, sodass ihr auch beim Laufen tierische Gesellschaft habt. Vorausgesetzt natürlich, euer Hund fühlt sich in seinem neuen Fahrradanhänger wohl.

Denkt unbedingt daran: Das Eingewöhnen kann anfangs etwas Zeit brauchen – und die solltet ihr euch auch unbedingt nehmen. Manche Hunde springen sofort freudig in ihren neuen fahrbaren Untersatz hinein, während anderen das Gefährt eher suspekt ist. Zu Beginn ist es daher am besten, geduldig mit eurem Hund zu sein, damit er sich am Ende auch so richtig wohl im Anhänger fühlt.

Foto: Pixabay,alternative-transportation-2178317_640

Beste Voraussetzungen für große und kleine Hunde

Prinzipiell habt ihr die Wahl zwischen Hundeanhängern mit zwei oder mit drei Rädern. Durch das zusätzliche Rad habt ihr noch ein Plus an Stabilität – das empfiehlt sich besonders dann, wenn ihr große Hunde dabeihabt. Die bringen häufig nämlich auch einiges an Gewicht auf die Waage, weshalb der Anhänger besonders stabil sein muss, um nicht umzukippen. Denn, logischerweise sind Erschütterungen beim Fahren mit großen Hunden größer.

Bei kleineren Hunden reichen meist zwei Räder aus, es sei denn, ihr möchtet gerne längere Joggingtouren unternehmen. Hier kommt es wiederum auf die Beschaffenheit der Straße an. Wenn ihr eher auf Asphalt unterwegs seid, wird ein günstigeres Modell eure Bedürfnisse gut erfüllen. Möchtet ihr aber auch auf Schotterstraßen und bergigem Gelände euerem Hobby nachgehen, dann solltet ihr lieber auf Qualität setzen und in einen Anhänger mit hochwertiger Federung investieren.

6 Kauftipps: So findet ihr den richtigen Hundefahrradanhänger

Doch es gibt noch einige weitere wichtige Punkte, die beim Kauf eines Hundefahrradanhängers entscheidend sind. Damit ihr und euer Vierbeiner maximale Freude am gemeinsamen Fahrradfahren habt, solltet ihr folgende Tipps beachten:

Tipp #1: die richtige Größe wählen

Wie erwähnt, sollte euer Hundefahrradanhänger optimal zur Größe eures Hundes passen. Messt ihn daher vor dem Kauf am besten ab, dann könnt ihr euch gut an den Angaben des Modells orientieren. Wichtig ist, dass euer Hund bequem aufrecht sitzen kann, aber auch die Möglichkeit hat, sich hinzulegen, wenn er das möchte. Er sollte also unbedingt genug Platz haben, um sich nicht eingeengt zu fühlen und Angst zu bekommen.

Kann euer Hund nicht lange stillhalten, ist ein Anhänger vielleicht generell keine gute Idee. Denn das kann sogar gefährlich werden: Wenn euer Liebling anfängt, sich zu viel zu bewegen, kann ein instabiler Anhänger sogar ins Wanken geraten und kippen!

Für euch selber wäre es praktisch, wenn der Anhänger sich möglichst leicht und schnell zusammenbauen und verstauen lässt. Überlegt euch außerdem, ob ihr überhaupt genügend Platz im Auto oder im Keller dafür habt. Ganz wichtig ist außerdem, dass sich die Bodenwanne leicht entfernen und reinigen lässt.

Tipp #2: ein möglichst geringes Eigengewicht

Vorteilhaft sind Anhänger, die leicht und wendig sind. Denkt immer daran, dass ihr das ganze Teil samt Hund über einen längeren Zeitraum hinter euch herziehen müsst. Da werden eure Oberschenkelmuskeln schon ziemlich beansprucht. Daher ein Tipp: den Anhänger vorher ohne Hund ausprobieren und überlegen, ob man sich ein längeres Ziehen zutraut.

Zudem sollte das Gewicht eures Hundes nicht über die angegebene Maximalbelastung kommen, um Unfälle zu vermeiden. Hochwertige Anhänger haben meist einen Aluminiumrahmen und sind daher auch vergleichsweise leicht. Ein Richtwert: euer Hundefahrradanhänger sollte maximal um die 15 Kilogramm wiegen. Übrigens lässt sich ein Anhänger besser mit größeren Rädern ziehen – auch ein wichtiger Punkt bei der Auswahl.

Tipp #3: Hundekomfort

Wenn ihr geklärt habt, ob das Fahrradfahren mit Anhänger für euch angenehm ist, dann vergesst auch nicht auf den Komfort eures tierischen Mitfahrers zu achten. Achtet darauf, dass der Anhänger über ein Insektengitter sowie eine wasserdichte Regenplane verfügt! Sonst können euch Wind und Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Auch eine gute Federung ist zentral, um Verletzungen zu vermeiden und das Mitfahren angenehmer zu gestalten.

Tipp #4: Qualitätssiegel

Zudem sollte das Material des Hundefahrradanhängers unbedingt auf Schadstofffreiheit geprüft worden sein. Diesbezüglich gibt beispielsweise das sogenannte Toxproof-Prüfzeichen Auskunft. Auch das TÜV Siegel bzw. das GS-Zeichen sind beim Kauf wichtige Anhaltspunkte für Qualität. Eine hochwertige Verarbeitung ist auf lange Dauer die bessere Wahl als ein günstiges Verschleißmodell. Außerdem lassen sich teurere Modelle bei entsprechender Pflege sogar nach einigen Jahren noch zu einem guten Preis weiterverkaufen.

Tipp #5: Sicherheit durch integrierte Leine

Damit euer Liebling nicht während der Fahrt spontan beschließt auszusteigen, ist eine integrierte Leine praktisch. Auch die Ein- und Ausgänge sollten sich fest verschließen lassen und einfach für den Hund zu benützen sein. Achtung: die Leine unbedingt an einem Geschirr und nicht am Halsband befestigen!

Unzureichende Sicherung
Foto: Pixabay,dog-967723_1920

Tipp #6: Wie häufig braucht ihr den Hundefahrradanhänger?

Ob ihr euch für ein günstigeres oder doch lieber für ein hochwertigeres Modell entscheidet, hängt ganz davon ab, wie oft ihr euren Liebling mitnehmen möchtet und ob ihr damit auch Joggen wollt. Seid ihr nur sporadisch auf kurzen Strecken mit Hund unterwegs, dann reicht wohl ein simpleres Modell. Soll euer Hund für längere Strecken mit, dann lohnt sich ein qualitativ besseres Modell langfristig bestimmt.

Mein Tipp: wählt am besten ein Modell, dass sich multifunktional nutzen lässt. Viele Anhänger können beispielsweise auch als praktische Hundebox für’s Auto verwendet werden.

Gerald Bacher

Fazit

Hundefahrradanhänger sind eine prima Methode, um sich zusammen mit seinem Vierbeiner auf größere oder kleinere Fahrradtouren zu begeben. Habt ihr genügend Geduld für die Angewöhnung, dann könnt ihr viel Freude an einem Hundefahrradanhänger haben. Wichtig ist dabei, auf die genannten Punkte zu achten, denn nicht alle Modelle überzeugen mit den notwendigen Qualitäts- und Sicherheitsmerkmalen. Wer viel fährt, sollte also lieber ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen.

Vielen Dank, lieber Gerald, für die tollen Tipps zu einer Thematik, die mir leider völlig fremd ist. Auf seiner Website Zweiradkraft.com schreibt er übrigens über Kinder-, Hunde- und Fahrrad-Lastanhänger. Er ist selber begeisterter Radfahrer und Mittelstreckenläufer und liebt es dementsprechend, längere Ausflüge mit seinem Fahrrad samt Hund zu unternehmen. Am liebsten ist er in den Bergen in und um Innsbruck unterwegs.

Wer von euch fährt denn Fahrrad hat seinen Vierbeiner auch dabei?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. coole tipps, wir studieren sie auch schon. leider hat sich Coffee bei den ersten Hundeanhängerversuchen gebärdet wie ein Wahnsinniger und jaulend den gequälten Hund raushängen lassen. Daran werden wir jetzt arbeiten, damit wir auch wieder längere STrecken mit ihm radeln können. Irgendwann….

  2. Liebe Angelika,
    ich bin schon sehr gespannt, ob Andreas gestern tatsächlich einen Hundefahrradanhänger gekauft hat und wie Coffee das dann sieht.
    Viele Grüße
    Martina

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