Noordwijk – von Ferienhäusern, Strandvergnügen, einem Buch und einem Museum

Ende November waren Dayo, Suri und ich für ein Wochenende in der niederländischen Provinz Südholland unterwegs. Genauer gesagt, hatte uns Femke von Noordwijk Marketing auf eine Bloggerreise nach Noordwijk eingeladen. Das bekannte Seebad, das zwischen Katwijk und Zandvoort liegt, ist nicht nur weit über seine Grenzen hinweg als „Blumenbadeort Europas“ bekannt (denn hier gibt es jede Menge Tulpenzwiebelfelder und der berühmte Keukenhof lockt besonders im Frühling mit seiner Farbenpracht), sondern auch sehr hundefreundlich. Mit von der Partie waren auch Angelika und Coffee vom österreichischen Reiseblog Wieder unterwegs sowie Claudia, Björn und Mailo vom Hundeblog Wufflog. Da wir uns alle persönlich bereits kennen, gab es ein großes Hallo am Ankunftsabend.

Topparken Parc du Soleil

Für uns drei Blogger hatte Femke in drei unterschiedlichen, aber immer hundefreundlichen Ferienhaus-Parks Ferienhäuser reserviert. Für meine beiden Kolleginnen ging es in den Vakantiepark Duinrust und in das Camping de Duinpan. Ich bezog Bungalow Nummer 201 im Topparken Parc du SoleilNach meinen überaus positiven Erlebnissen im Oktober war es nun gar nicht so einfach, als „ganz normales“ Ferienhaus bei mir zu bestehen und ich war sehr gespannt, was mich wohl im Parc du Soleil, der sich selbst als überschaubarer Familienpark beschreibt, erwartet. Der Ferienhauspark liegt am Rande von Noordwijks Dünen und ist auf der Zufahrtsseite von Feldern umgeben (ich nehme an, hierbei handelt es sich um die berühmten Tulpenfelder).
Bungalow Nummer 201 ist rund 50 Quadratmeter groß und bietet mit zwei Schlafzimmern (ein „Eltern“-Schlafzimmer und ein Zimmer mit einem Etagen- und einem Einzelbett) Platz für bis zu fünf Personen. Was mir auf den ersten Blick gefällt: Das Häuschen ist – wie die gesamte Anlage – in einem sehr gepflegten und sehr sauberen Zustand. 
Und bevor ich mir überhaupt das Innere genauer anschaue, öffne ich gleich mal die Schränke und Schubladen der Küchenzeile. Erleichterung durchströmt mich. Das Geschirr, die Gläser, das Besteck … alles passt zusammen. Kein buntes Durcheinander verschiedener Besteck- oder Tellersorten. Keine abgeschlagenen Kanten an Tellern und Tassen. Senseo- und Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster – alles vorhanden. Gasherd und Mikrowelle sowie ein geräumiger Kühlschrank sind ebenfalls vorhanden. Daumen hoch. Das gefällt mir wirklich sehr gut.
Und was mir noch viel besser gefällt, sind die bodentiefen Fenster im Wohnzimmer. So ist mein Häuschen auch bei wolkenverhangenem Himmel lichtdurchflutet. Wunderschön.Beim Check-in, der übrigens sehr freundlich verlief, bin ich neben Informationsmaterial über den Ferienpark auch mit einem kleinen Starter-Kit ausgestattet worden, das Putzlappen, Geschirrspül-Tabs, Toilettenpapier und Streichhölzer enthält. Schöne Idee, da könnt ihr ganz entspannt ankommen und müsst nicht gleich zum Einkaufen rennen.

Gepflegte Ferienhäuser liegen an gepflegten Straßen

Wie überall in den Niederlanden üblich gibt es auch hier kostenloses WLAN. Mein ultimativer Test hat mich nicht enttäuscht. Wäre bei mir Langeweile aufgekommen, hätte ich locker Filme aus der Mediathek auf meinem Tablet anschauen können. Daumen hoch. Einzig die Heizung hat mir Kopfzerbrechen und eine sehr kühle Nacht bereitet, denn sie funktioniert über einen Bewegungsmelder. Wenn sich keiner bewegt, springt die Heizung auch nicht an. In der zweiten Nacht habe ich mit dem Zubettgehen noch eine Stunde gewartet, bis es im Haus 22 Grad waren … 

Endloses Strandvergnügen

Vom Parc du Soleil könnt ihr zu Fuß zum Strand laufen. Das habe ich auch gleich gemacht, nachdem ich meine Sachen ausgepackt habe. Es geht zunächst ein ganzes Stück an der Straße entlang bis ich am bewaldeten Dünenrand ankomme (ich könnte mir vorstellen, dass es im Sommer ziemlich stressig ist wegen der vielen Fahrradfahrer, aber jetzt ist es wunderschön).Es sind knappe zwei Kilometer vom Ferienpark zum Dünenrand. Und von hier aus zum Strand ist es auch nochmals ein ganzes Stück.Neben den Spazierwegen ziehen sich gut ausgebaute Fahrradwege (die auch von Joggern genutzt) durch das gesamte Dünengebiet.Es ist später Nachmittag und langsam wird es dunkel. Ob ich es noch zum Strand schaffe und wieder zurück? Meine Taschenlampe liegt ja schön verpackt im Auto!Aber gerade die heraufziehende Dämmerung sorgt für eine ganz besondere Stimmung bei mir. Und so spaziere ich mit Dayo und Suri unverdrossen weiter. Noch hoch zu einem Aussichtspunkt und dann geht’s wieder runter … hoffentlich in Richtung Strand.

Dann endlich habe ich es geschafft.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich Dayo und Suri auch so freuen, endlich wieder an einem Strand zu sein, denn es ist ziemlich windig und beide scheinen auch irgendwie genug Action an diesem Tag gehabt zu haben …Dayo geht an sich ganz gerne ins Wasser. An diesem Novembernachmittag ist ihm das aber mit dem Wind wohl alles ein bisschen zu viel … … und Suri scheint auch nur darüber nachzudenken, wie sie schnellstmöglich in ihr Körbchen kommt.
Also haben wir uns im schwindenden Tageslicht auf den Weg zurück zum Parc de Soleil gemacht.Und bis wir in unserem Ferienhaus ankamen, war es stockfinster und wir sind immerhin insgesamt acht Kilometer gelaufen … 

So sind sie, die Niederländer

Generell ist es ja auch sinnvoll, etwas über die Menschen in einem Land, das man besucht, zu wissen. Dazu hat der Reise Know-How Verlag eine Buchreihe unter dem Motto „Die Fremdenversteher“ heraus gebracht. Mit dieser Reihe werden bisher 10 Nationen in deutscher Sprache vorgestellt (die Original-Reihe umfasst 30 Nationen). Darunter eben auch die Niederländer.

Das Büchlein „So sind sie, die Niederländer“ gibt auf 108 Seiten sehr kurzweilig einen Einblick in das Leben und den Charakter der Niederländer. Mit einem Augenzwinkern wird über Werte und Überzeugungen, über Manieren und Etikette genauso geschrieben wie über die Geschäftswelt oder den niederländischen Sinn für Humor. 

Die Niederländer kombinieren zwei Qualitäten, die in den meisten anderen Ländern nicht zusammenpassen würden – geregelte Effizienz und „Laissez-faire“. 

Mir hat das Büchlein jedenfalls viel Freude beim Lesen gemacht. Ich hatte es auf der Bloggerreise dabei, und das Vorlesen einiger Passagen hat auch bei unseren niederländischen Begleitungen ein Schmunzeln hervorgerufen … 😉 … 

Museum Engelandvaarders

Im zweiten Weltkrieg bauten die Deutschen in Noordwijk ihre Gefechtsstellungen mit dem so genannten Atlantikwall auf und aus. Heute könnt ihr einen Teil der Bunker und des Gängesystems im Rahmen eines Besuchs des Atlantikwall-Museums anschauen. Das habe ich leider nicht geschafft (abgesehen davon, dass ich Dayo und Suri nicht hätte mit in das Museum nehmen können). Kurz bevor ich am Sonntagnachmittag wieder nach Hause gefahren bin, habe ich aber dem Museum Engelandvaarders ein ganz kurzen Besuch abgestattet. Hier wird die Geschichte des niederländischen Widerstands im zweiten Weltkrieg erzählt. Hunderte Niederländer flohen damals, um von England aus den Kampf gegen Nazi-Deutschland zu führen.Ein Teil floh in kaum seetüchtigen Booten. Andere versuchten ihr Ziel auf dem Landweg zu erreichen. 
Viele verloren dabei ihr Leben. Nicht nur, weil sie ertranken, sondern auch, weil sie während der Vorbereitung für ihre Flucht von den deutschen Soldaten entdeckt, verhaftet und erschossen wurden. Mich hat dieses Museum sehr beeindruckt. Und bei meinem nächsten Besuch in Noordwijk steht es – zusammen mit dem Atlantikwall-Museum – auf jeden Fall auf meiner Agenda.

Als Gruppe waren wir am Samstag gemeinsam mit einem Boswachter im Nationalpark Dünen unterwegs und hatten am Sonntag einen Fototermin mit der Noordwijker Fotografin Els Bax. Und davon erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag.

Angelika und Coffee waren viel schneller mit dem Schreiben als ich. Ihre Beitrag über Noordwijk könnt ihr hier lesen.

Weitere Informationen:

  • Eine Woche im Winter in einem 4-Sterne-Häuschen im Topparken Parc du Soleil kostet für zwei Personen mit zwei Hunden ab 437,51 Euro. Wenn Hunde separat abgerechnet werden, kosten sie 7,50 Euro pro Nacht.
  • Von Montag bis Samstag gibt es einen Brötchenservice. Bettwäsche ist vorhanden. Darüber hinaus gibt es im Häuschen eine ausführliche Beschreibung der „Dos und Don’ts“ für den Ferienpark (in drei Sprachen). Ein  Restaurant mit Bar und Café ist genauso vorhanden wie ein Hallenschwimmbad (das gerade renoviert wurde als ich da war).  
  • Insgesamt hat Noordwijk 13 Kilometer wunderschöne Sandstrände. Vom 1. September bis zum 31. Mai sind Hunde an allen Stränden in Noordwijk erlaubt und dürfen dort auch ohne Leine laufen. Vom 1. Juni bis zum 31. August sind Hunde an den beiden großen Strandpromenaden zwischen Aufgang 1 und 21 nicht erlaubt – auch nicht an der Leine. In den drei Sommermonaten gibt es aber Strände, wo Hunde an der Leine erlaubt sind. Am besten, ihr informiert euch vor Ort genau darüber oder ihr schaut hier nach. 
  • Das Buch „So sind sie, die Niederländer“ ist in der Rubrik „Die Fremdenversteher“ des Reise Know-How Verlags erschienen. Es kostet 8,90 Euro (ISBN 978-3-8317-2874-9). Bei Interesse könnt ihr das Buch hier bestellen.  
  • Von November bis März ist das Museum Engelandvaarders von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen einen Eintritt von fünf Euro. Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren zahlen drei Euro.
  • In Noordwijk auf der Prins Bernhardstraat befindet sich das Geschäft „I Love Dogs“. Hier gibt es eine große Auswahl an Zubehör sowie Futter und Leckerli. Auch kann hier Frischfleisch gekauft werden. Weitere Infos findet ihr hier

Offenlegung:

Dayo, Suri und ich wurden von Noordwijk Marketing eingeladen, im Rahmen der Bloggerreise die Hundefreundlichkeit in Noordwijk zu erleben. Vielen Dank dafür!

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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