Drei Ideen für Urlaub mit Hund

Ich freue mich immer ein ganzes Jahr darauf, im März auf die größte Tourismusfachmesse der Welt nach Berlin zu fahren. Und kaum bin ich auf der ITB, ist sie auch schon wieder vorbei. In diesem Jahr habe ich viele interessante Gespräche führen dürfen. Und manches hat mir so gut gefallen, dass ich euch heute drei Ideen für einen hoffentlich tollen Urlaub mit Hund(en) vorstellen möchte.

1. Brandenburg

Vom Namen her kennt vermutlich jeder von euch das Bundesland Brandenburg, das die deutsche Hauptstadt Berlin umschließt. Als Urlaubsdestination hatte ich es jedoch bisher nicht wirklich auf dem Schirm. Dabei wird mehr als ein Drittel der Fläche Brandenburgs von Naturparks, Wäldern, Seen und Wassergebieten eingenommen. Außerdem begegnet euch hier auch viel deutsche Geschichte: Vom Gründungsjahr 1157 über die Entwicklung zum Kernland Preußens und der DDR-Zeit bis hin zur Gegenwart – das Land im Nordosten Deutschlands hat viel zu zeigen und zu erzählen.

Besonders viel Lust auf einen Urlaub in Brandenburg haben mir das Apfelhotel in Werder an der Havel gemacht sowie die havelblau Ferienlofts in der Stadt Brandenburg.Im Sommer 2016 eröffnete Sabine Jorke mit ihrem Lebensgefährten das kleine, aber feine Apfelhotel mit insgesamt sechs Zimmern und einem Gasthaus, das bodenständige Hausmannskost anbietet. Wer dort absteigt, kann nicht nur das Havelland mit seinen Obstplantagen erkunden, sondern sich auch von Sabines Erzählungen inspirieren lassen. Und die sympathische Hotelière hat eine ganze Menge zu erzählen, denn sie lebte zuvor acht Jahre lang in der kenianischen Serengeti.
Für die Design- und Architekturliebhaber unter euch gibt es in der Stadt Brandenburg die havelblau Ferienlofts. Sie liegen direkt an der Havel und zur Innenstadt ist es nur ein kurzer Spaziergang. Die 15 Ferienwohnungen befinden sich in einer alten Kammgarnspinnerei – übrigens die ehemalige erste industrielle Wollproduktionsstätte in Europa. Und wenn ihr euch einmal auf der Homepage umschaut, werdet ihr feststellen, dass das Wort Ferienwohnung den Lofts nicht gerecht wird. Mir fielen bei der Durchsicht der Broschüre und der Homepage nur die Worte „boah ey“ ein. Die Ferienlofts sind alle individuell, sehr schick und modern eingerichtet. Ich bin ja ein wenig schwierig, wenn es um Ferienwohnungen geht. Aber diese hier? Da würde ich auch Urlaub machen wollen. Alle Wohnungen haben einen Zugang zum hauseigenen Bade- und Schwimmsteg – toll, oder?

Hunde sind sowohl im Apfelhotel als auch in den havelblau Ferienlofts herzlich willkommen. Das Inhaber-Ehepaar Delfs von den havelblau Ferienlofts hat selbst einen Hund – den Rhodesian-Ridgeback-Rüden Thabo, der auch eine eigene Facebook-Seite hat.

Der einzige Wermutstropfen in Brandenburg ist, dass im gesamten Bundesland das ganze Jahr über Leinenpflicht herrscht. Aber es gibt sicherlich auch hier die ein oder andere Hundewiese.

2. Fichtelgebirge

Im Nordosten Bayerns befindet sich das Fichtelgebirge, das mir bisher auch nicht so präsent im Kopf war. Ich habe diese Region noch als Zonenrandgebiet zur DDR und zur damaligen Tschechoslowakei in Erinnerung und verbinde sie aktuell natürlich mit der Thematik „Wandern“ bzw. „Wandern mit Hund“. Aber das oberfränkische Fichtelgebirge hat weitaus mehr zu bieten. So gibt es unweit der Kreisstadt Wunsiedel beispielsweise ein riesiges Granitsteinmeer und das größte Felsenlabyrinth in ganz Europa zu erkunden.

Burgstein im Fichtelgebirge
Foto: Tourismuszentrale Fichtelgebirge

Im Jubiläumsjahr der Reformation bietet es sich auch an, sich die ein oder andere Markgrafenkirche anzuschauen und so Zeitzeugen der Luther-Bewegung zu entdecken. Mitten im doch recht katholischen Bayern auf den Spuren der Reformation wandeln? Ja, das geht. Die Region bietet eine Vielfalt an schönen Sandsteinkirchen aus dem 18. Jahrhundert. Und alle Markgrafenkirchen der Region sind evangelisch (mit Ausnahme der Schlosskirche Bayreuth). Natürlich sind unsere Vierbeiner in den Kirchen nicht erlaubt. Aber wenn ihr zu zweit unterwegs seid, könnt ihr euch ja mit den Besichtigungen abwechseln … 😉 …

Und wusstet ihr, dass Entenhausen im Fichtelgebirge liegt? Nein? Ich auch nicht. Aber in der Tat gibt es hier das Museum für Comic und Sprachkunst. In Schwarzenbach lebte Erika Fuchs. Sie hat die Micky-Maus-Hefte ins Deutsche übersetzt und damit wesentlich zum Erfolg der Entenhausener Comic-Stars in Deutschland beigetragen. Also auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ich war so fasziniert von den vielen Möglichkeiten, die das Fichtelgebirge bietet, dass ich darüber ganz vergessen habe, mich nach den passenden Unterkünften für Hundebesitzer zu erkundigen. Aber das hole ich bei Gelegenheit noch nach.

3. Toskana

Dolce far niente, ein warmer Wind auf der Haut und ein weiter Blick über Pinienwälder und Olivenhaine. Weltberühmte Weinanbaugebiete und historische Städte. Das ist die Toskana in Italien. Es ist das Sehnsuchtsziel vieler Deutscher, die jedes Jahr und zu jeder Jahreszeit in diese Region „pilgern“, um Urlaub zu machen, Kultur zu genießen, die Naturlandschaften zu erkunden oder einfach an der Etruskischen Riviera zu entspannen. Italien? Toskana? Und das geht mit Hund?

Ja, ganz offensichtlich. So bietet der Ferienhaus-Spezialist To Toskana, der mehr als 700 private Villen, Ferienhäuser und Wohnungen zwischen Florenz, Siena und Pisa im Angebot hat, auch Ferienunterkünfte an, in denen unsere Vierbeiner willkommen sind. Und viele davon haben sogar einen eingezäunten Garten, damit ausgiebig getobt und entspannt werden kann. Was mir dabei gut gefällt, ist, dass den Urlaubern vor Ort die „Einheimischen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen und vermutlich die allerbesten Tipps für Ausflüge und Besichtigungen geben können. Ich habe schon das ein oder andere tolle und interessante Ferienhaus entdeckt … natürlich mit Swimmingpool … 😉 … und wer etwas ganz Besonderes erleben möchte, der kann sich auch einmal von einem Privatkoch kulinarisch verwöhnen lassen. Cool, oder? Aber ich gebe zu, ich habe hier noch nicht geschaut, was ein solcher Koch kosten würde.

Es wird immer noch sehr oft gesagt, dass es in Italien schwierig sei, mit Hund unterwegs zu sein. Ich war 2014 mit Dayo und Suri für wenige Tage in Norditalien. Uns hat es gut gefallen, und ich hatte nirgendwo Probleme, obwohl ich zwei große Hunde dabei hatte. Der vorgeschriebene Maulkorb war stets in der Tasche, aber es wurde nie notwendig, ihn anzulegen. Wahr ist vermutlich, dass es in den Restaurants etwas schwieriger als in Deutschland ist. Aber wer will in der Toskana schon im Restaurant sitzen, wenn sich der Chianti viel besser auf einer Restaurant-Terrasse oder auf der Terrasse des Ferienhauses genießen lässt?

Und Hundestrände gibt es auch eine ganze Menge, wie ich im Internet schon gesehen habe.

Wichtig ist aber ganz sicher, dass ihr vor einem Urlaub in der Toskana zum Tierarzt geht und euch informiert, wie ihr eure Hunde vor den ganzen Krankheiten, die von Insekten übertragen werden können, schützen könnt.

Last but not least …

Während der ITB in Berlin war ich eine von 20 ReisebloggerInnen, die unter #WeBlogITB2017 über Twitter, Instagram und Facebook über die Erlebnisse auf der Reisemesse berichtet haben. Wolfgang von Wolfgangs Reiseblog hat dazu eine tolle Storify-Geschichte gemacht. Wer Interesse hat, kann sich das hier anschauen.

Und für welchen Urlaub werde ich mich entscheiden?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich möchte selbstverständlich in die Toskana, ins Fichtelgebirge und nach Brandenburg. Schade, dass am Ende der Urlaubszeit noch so viele tolle Urlaubsdestinationen übrig bleiben werden. Aber ich muss ja auch nicht alles auf einmal und sofort machen. Für mich geht es im Frühling erst einmal eine Woche nach Texel und dann sehen wir weiter!

Für welche Destination würdet ihr euch entscheiden?

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Hallo Sarah,
      ja, das Fichtelgebirge stelle ich mir auch ganz toll vor … vor allem, weil man es ja nicht so präsent als Feriendestination im Kopf hat.
      Viele Grüße
      Martina

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