Frankfurt at its Best

Die „New York Times“ hat es endlich erkannt! Die renommierte Tageszeitung kürte Anfang des Jahres die 52 lohnendsten Reiseziele weltweit. Darunter als einziger deutscher Ort? Frankfurt am Main. Und das sogar recht weit vorne – nämlich auf Platz 14. Jawoll! Da kann ich allen Hamburgern, Berlinern oder Münchnern nur zurufen: „Läbbe geht weidder … heult net rum!“ Dieses Ranking hat auch den deutschen Medienwald aufgemischt … sogar die Süddeutsche Zeitung und der Focus berichteten (fassungslos?) darüber …

Frankfurter Skyline vom Lohrberg aus  Foto: M. Nowak

Frankfurter Skyline vom Lohrberg aus
Foto: M. Nowak

Wo in Deutschland gibt es eine solch atemberaubende Skyline? Nirgends! Ich liebe diese Stadt und ihre Skyline – im Winter, im Frühling, im Sommer und im Herbst! Sie ist angeblich nicht so hundefreundlich wie Berlin. Ich glaube, das ist Quatsch. Es ist in Frankfurt auf jeden Fall sauberer als in Berlin, und ich trete hier nicht dauernd in Hundebomben … 😉 … wir haben keinen Englischen Garten mit mondänen „Hundewiesen“ wie in München, wo sich die Promis stapeln (sollen). Aber wir haben den Nidda Volkspark und wir haben den Lohrberg!

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Der Lohrberg ist 185 Meter hoch (ja, Ihr könnt Euch jetzt totlachen …), und er ist der Hausberg von Frankfurt. Hier befindet sich der 18 Hektor große denkmalgeschützte Lohrpark, der Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts geplant wurde. Von hier aus hat man – auch wenn das Wetter ein wenig diesig ist – ein fantastische Aussicht auf die Skyline von Mainhattan mit dem neuen Wahrzeichen von Frankfurt – der noch in Bau befindlichen neuen Europäischen Zentralbank.

Die neue EZB ganz links im Bild

Die neue EZB ganz links im Bild

Zwar ist die Mainmetropole eher für ihren Äppler bekannt als für Wein, aber hier auf dem Lohrberg befindet sich auch die einzige Weinanbaufläche Frankfurts, die rund 1,3 Hektar umfasst.

Weinanbau mitten in Frankfurt

Weinanbau mitten in Frankfurt

Der Lohrberg bzw. der Lohrbergpark ist Teil des Quellenwanderwegs im Frankfurter Gürtel (ca. sechs Kilometer lang, den ich auch einmal vorstellen werde). Neben wunderschönem, altem Baumbestand gibt es hier gepflegte Grünflächen, eine Grillwiese und einen Kinderspielplatz.

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Eine Hundewiese gibt es hier nicht, und Hunde sollen an der Leine geführt werden … aber ich denke, dass ist abhängig, von der Tageszeit und vom Betrieb auf dem Lohrberg. Als wir dort waren (Mittagszeit an einem Samstag im Januar) liefen alle Hunde fröhlich ohne Leine durch die Gegend und keiner hat sich daran gestört. Wer von den Frankfurter Stadtteilen Bergen-Enkheim oder Seckbach zum Lohrberg läuft, kommt auch schon mal in’s Schnaufen, denn der Weg ist durchaus ziemlich steil.

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Faule Menschen – so wie wir – fahren mit dem Auto hoch und parken an einer Kleingartenanlage … wer nach einer Wanderung oder einem Spaziergang genug von der Natur hat, der kehrt in die Lohrberg-Schänke ein.

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Hier sind Hunde ausdrücklich willkommen. Im Sommer gibt es draußen eine Grillstation und einen Kiosk. Im Lokal wird leckere Frankfurter Küche angeboten. Und ganz besonders schön ist es auf dem Lohrberg in einer klaren Nacht (in der Silvesternacht finden hier wahre Völkerwanderungen statt), denn die nächtlich beleuchtete Skyline von Frankfurt ist ebenfalls wunderschön … haaach … fahrt doch einfach mal hin. Es ist wirklich schön!

Weitere Informationen:

Der Weinbau am Lohrberg ist seit dem Jahr 882 belegt. Seit 1803 ist der Weinberg im Besitz der Stadt Frankfurt. Der Hang ist die östlichste Weinlage des Rheingaus. Jedes Jahr werden aus den im Lohrpark geernteten Riesling-Trauben rund 10.000 Flaschen „Lohrberger Hang Riesling“ abgefüllt, der bei entsprechenden Anlässen im Römer für wichtige Gäste der Stadt Frankfurt ausgeschenkt wird. Der Wein wird auch frei verkauft – in der Nähe vom Römer, in der Lohrberg Schänke und im MainÄppelHaus.

Die Lohrberg-Schänke hat täglich von 11.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet und ist für seine Frankfurter Spezialitäten bekannt. Ab 14.00 Uhr gibt es Blechkuchen. Die Preise sind moderat (finde ich jedenfalls). So kostet beispielsweise ein Frankfurter Schnitzel (mit Frankfurter Grüner Sauce) und Bratkartoffeln 11,90 Euro. Hunde sind willkommen.

Anfahrt: Auch für Ortsfremde ist die Anfahrt kein Problem. Von der Autobahn A 661 die Abfahrt Friedberger Landstraße Richtung Bad Vilbel nehmen, am Heiligenstock abbiegen in den Berger Weg, dann rechts abbiegen in den Friedrich-Heyer-Weg, bis zum Parkplatz, dann laufen … 😉

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. TaTaaaa! Das wird ja auch mal Zeit! Warum Frankfurt der Ruf des hässlichen, insbesondere des kriminellen Entleins anhaftet, war mir noch nie verständlich. Leuten, die ich treffe und die mich fassungslos anschauen, wenn ich enthülle, dass ich waschechte Frankfurterin bin, versichere ich gerne: „Jaaa, dort habe ich 40 Jahre lang rundum glücklich gelebt, und wie Ihr seht, auch überlebt!“

    New York (Times) und Frankfurt, das ist nämlich überhaupt nicht weit hergeholt. Ich hatte das Vergnügen letzten Sommer Heimaturlaub in Frankfurt zu machen. Ich schlenderte bei strahlendem Sonnenschein durch die Innenstadt, wo Historie und Moderne unmittelbar nebeneinander liegen (bzw. stehen), beobachtete das geschäftige Treiben der wohlgekleideten Banker und erfolgreichen Geschäftsleute, genoss in einem kultigen Straßenbistro internationales Flair und fühlte mich überhaupt so richtig wohl in vibrierender Multi-Kulti- und lockerer Laissez-Faire-Atmosphäre am Puls der Zeit!
    Kurz darauf reiste ich zum ersten Mal nach New York. An einem ebenso sonnigen Tag ließ ich mich von der Skyline und dem Financial District beeindrucken, und landete zur Mittagszeit zufällig in einem Straßenlokal in der Nähe der Wall Street auf – die Frankfurterin würde wohl sagen auf Äppelwoibänken –, zwar bei Hamburgern und nicht bei Handkäse, aber in ebenso pulsierendem Ambiente, in Gesellschaft unterschiedlichster Nationalitäten, umgeben von geschichtsträchtiger Architektur. Déjà-vu – das war genauso wie ich vor kurzem Frankfurt erlebte!

    Sorry, Leute, mir fällt gerade nichts Passendes ein, wie ich jetzt die Kurve zu etwas Nützliches zum Thema Hunde kriege, aber immerhin habe ich zum Thema Reisen beigetragen.

    „Es will mer net inde Kopp hinein, wie kann e Mensch net von Frankford sein“ – fahrt mal hin, und überzeugt Euch selbst!
    Liebe Grüße aus dem gerade etwas frostigen Georgia
    von
    Andrea

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