Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz, Wandern mit Hund
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Einmal durch das Schwabachtal

Manchmal liegen die schönsten Wanderwege direkt vor der Haustür. Das Schwabachtal im Rhein-Lahn-Kreis gehört für mich genau zu diesen Orten. Schroffe Felsen, naturbelassene Pfade, herrliche Ausblicke und jede Menge Schnüffelmöglichkeiten für den Hund machen die Rundwanderung zu einem abwechslungsreichen Ausflug, auch wenn man am Ende ein paar Höhenmeter mehr in den Beinen spürt als gedacht.

Start ins Schwabachtal

An einem der ersten frühlingshaften Sonntage des Jahres haben wir uns auf den Weg ins Schwabachtal gemacht. Das idyllische Tal liegt nur wenige Kilometer von unserem Zuhause entfernt – in Richtung Nassau und mitten im Naturpark Nassau.

Ausgangspunkt ist ein kleiner Parkplatz zwischen Hirschberg und Holzappel, der sich auf der rechten Straßenseite in einer langgezogenen Kurve befindet. Von dort aus geht es zunächst ein kurzes Stück zu Fuß entlang der Landstraße zurück in Richtung Hirschberg, bevor wir schließlich nach links auf den Schwabachtal-Rundweg abbiegen und in den Wald eintauchen.

Einmal durch das Schwabachtal geht Dayo nicht schnell genug ...
Einmal durch das Schwabachtal geht Dayo nicht schnell genug …

Die Wanderung führt zunächst durch das Schwabachtal hinunter bis an die Lahn. Das bedeutet vor allem eines: Es geht erst einmal stetig bergab. Während wir gemütlich talwärts laufen, meldet sich ganz leise ein kleines Stimmchen im Hinterkopf. Schließlich muss jeder Höhenmeter, den man jetzt so mühelos verliert, später auch wieder hinaufgestiegen werden …

Wegweiser sind auf diesem Abschnitt eher Mangelware, doch der Weg ist gut zu erkennen. Hin und wieder versperren umgestürzte Bäume den Pfad, die wir alle vier jedoch problemlos überwinden. Für Dayo sind diese kleinen Hindernisse ohnehin das Highlight der Tour. Mit sichtlicher Begeisterung überlegt er jedes Mal aufs Neue, ob er elegant darüber springt oder lieber ganz gewissenhaft den Spuren von Frauchen und Herrchen folgt.

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Frühlingserwachen im Schwabachtal

Während wir die warmen Sonnenstrahlen genießen, nutzen Dayo und Suri jede Gelegenheit, sich im klaren Bach zu erfrischen, der uns auf unserem Weg bis hinunter zur Lahn begleitet. Mal plätschert er leise neben dem Wanderpfad, mal verschwindet er kurz zwischen den Felsen, bevor er wieder zum Vorschein kommt.

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Entlang des Weges wechseln sich bizarre Felsformationen, moosbewachsene Steine und die ersten Frühlingsblüten ab.

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Irgendwann entdecken wir einen Wegweiser und wissen endlich, wo wir unterwegs sind: auf einem Teilstück des Lahnhöhenwegs.

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Die Landschaft zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Das zarte Grün, das sich langsam auf dem Waldboden und in den Baumkronen ausbreitet, taucht den Wald in eine ganz besondere Atmosphäre.

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Fast ein wenig überraschend endet der stetige Abstieg. Plötzlich stehen wir unten an der Lahn und erreichen den Ortseingang der kleinen Gemeinde Geilnau.

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Durch Geilnau und wieder bergauf

Für ein paar hundert Meter folgen wir nun dem Ufer der Lahn. Nach der angenehmen Stille im Schwabachtal herrscht hier plötzlich deutlich mehr Betrieb. Mehrere Radfahrer sausen an uns vorbei – ein kurzes Klingeln zur Vorwarnung wäre allerdings manchmal ganz hilfreich gewesen. Also wechseln wir lieber auf die Straße und spazieren gemütlich durch Geilnau.

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Obwohl der Ort nur wenige Kilometer von unserem Zuhause entfernt liegt, ist der Frühling hier dank der geschützten Tallage schon ein gutes Stück weiter. Die Bäume tragen deutlich mehr Grün und auch die Natur wirkt insgesamt schon viel erwachter.

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Mit Geilnau erreichen wir zugleich den tiefsten Punkt unserer Wanderung. Ab jetzt ist Schluss mit gemütlichem Bergablaufen: Die rund 230 Höhenmeter, die wir zuvor ganz entspannt hinuntergewandert sind, wollen schließlich auch wieder erklommen werden. Also heißt es tief durchatmen und Schritt für Schritt zurück hinauf Richtung Schwabachtal.

Der schweißtreibende Rückweg

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Zunächst mache ich mir noch keine allzu großen Gedanken. Es geht zwar ordentlich bergauf, aber irgendwann wird der Weg bestimmt auch mal wieder etwas flacher werden. Denke ich zumindest.

Wird er aber nicht.

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Stattdessen erreichen wir einen alten Steinbruch. Zum Glück bietet sich hier die perfekte Gelegenheit für eine kleine Fotopause. Während ich die Kamera zücke und die beeindruckenden Felswände festhalte, kann ich ganz unauffällig ein wenig verschnaufen. Danach heißt es allerdings wieder: weiterlaufen und zwar bergauf.

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Gefühlt überwinden wir die rund 230 Höhenmeter auf gerade einmal einem Kilometer. Tatsächlich verteilt sich der Anstieg zwar auf etwa drei Kilometer, aber in meinen Beinen fühlt es sich deutlich kürzer und vor allem wesentlich steiler an.

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Endspurt mit Umweg

Kurz darauf erreichen wir einen noch aktiven Steinbruch. Von hier oben genießen wir an diesem Tag einen herrlichen Ausblick über Westerwald und Taunus. Wer jetzt allerdings glaubt, wir hätten den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, den muss ich leider enttäuschen. Auch auf den letzten Kilometern geht es noch einmal munter bergauf.

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Irgendwo auf diesem Streckenabschnitt verpassen wir dann auch noch den richtigen Abzweig zu unserem Parkplatz.

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Als wir unseren kleinen Navigationsfehler bemerken, ist die Motivation, wieder umzukehren, allerdings eher überschaubar. Also beschließen wir kurzerhand, einfach weiterzugehen. Die B417 wird schon irgendwann auftauchen.

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Und tatsächlich: Wenig später erreichen wir die Bundesstraße – allerdings ein gutes Stück oberhalb unseres Parkplatzes. Also laufen wir die letzten Meter an der Straße entlang, bevor wir schließlich wieder am Auto ankommen.

Aus den geplanten 7,4 Kilometern sind am Ende knapp neun Kilometer geworden. Das haben wir uns natürlich redlich verdient – inklusive des ersten Eisbechers der Saison in Limburg.

Weitere Informationen

  • Der Schwabachtal-Rundweg ist so explizit nirgendwo ausgeschildert. Ich habe mir die Tourdaten bei outdooractive.com heruntergeladen. Das hilft jedoch auch nur bedingt, da wir fast die ganze Zeit keinen Handy-Empfang hatten.
  • Insgesamt ist die Strecke 7,4 Kilometer lang. Dabei werden 234 Höhenmeter einmal nach unten und dann wieder nach oben überwunden.
  • Fast alle Wege sind naturbelassen. Festes Schuhwerk ist ratsam.
  • Anfahrt: Auf der A3 aus Richtung Köln oder Frankfurt die Abfahrt Diez nehmen und dann die B417 in Richtung Nassau. Wie oben erwähnt, befindet sich der Parkplatz zwischen den Ortschaften Hirschberg und Holzappel in einer Kurve auf der rechten Seite.

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