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Zwei Tipps für ein #AbenteuerBrodenbach – runter in die Klamm, rauf auf die Burg!

So, was könnt ihr nun alles unternehmen, wenn ihr mit Hund an die Mosel fahrt und dort zufällig in Brodenbach landet? Ortsspaziergänge (vor allem, wenn die Saison begonnen hat) und Übernachtungsmöglichkeiten interessieren euch nicht? Weil? Weil ihr wandern und etwas erleben wollt? Und das ist überhaupt kein Problem. Auf dem Bloggerwochenende #AbenteuerBrodenbach habe ich nämlich zwei tolle Ausflüge gemacht, die meine heutigen Tipps für euch sind.

Tipp #1- Wanderung durch die Ehrbachklamm

Die Ehrbachklamm ist eine Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steigs, die – je nach Ziel- bzw. Startpunkt – zwischen acht und 12 Kilometern lang ist. Ihr könnt die Wanderung sowohl von Brodenbach aus bergauf als auch von Oppenhausen oder Mermuth bergab zurück nach Brodenbach machen. Im Gegensatz zum Westerwald gibt es hier schlauerweise einen Wanderbus (Freizeitbus Untermosel), der Laufwillige vom 1. Mai bis zum 1. November an die verschiedenen Startpunkte bringt bzw. am Ziel abholt. Wir wurden von Christian Hoernchen, dem Vorsitzenden des Verkehrsvereins Brodenbach, bis zum Grieshof gefahren. Von dort aus ist die Streckenwanderung knapp 13 Kilometer lang.Für uns beginnt die Wanderung am ersten wirklich warmen und wunderschönen Tag des Jahres mit frühlingshaften Ausblicken auf die Hunsrückhöhen.Der richtige Weg wird uns von Wanderführer Sebastian und seinem Hund Kenny gewiesen.In der Sonne wird es schon richtig warm und sie sticht ganz schön. Aber wir erreichen bald den Wald und da ist es einfach herrlich.  Und ich bin natürlich froh, dass ich Kenny als Hunde-Model fotografieren darf (ich habe ihn natürlich vorher ordnungsgemäß gefragt … 😉 …).Und so kommen wir zum fröhlich vor sich hinfließenden Ehrbach. Noch ist die Klamm nicht erreicht. Bisher fand ich den Weg zwar nett, aber auch ein wenig langweilig. Jetzt im Wald gefällt es mir immer besser.Und auch Kenny ist sichtlich froh, dass er endlich eine Schnauze voll frischen Wasser schlabbern kann …
… und lässt sich hinterher gnädig weiter von mir ablichten. Er erinnert mich diesbezüglich ein wenig an Dayo, denn auch Kenny ist ganz offensichtlich das Leben als Model gewohnt. Brav lässt er sich von seinem Herrchen dirigieren und scheint genau zu wissen, wann er endlich wieder seiner Wege ziehen darf.Bevor es endgültig in die Ehrbachklamm geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher. Und zwar geht es ziemlich steil und felsig für 200 Meter in die Höhe.Oben angekommen – ich habe mir auf jeden Fall schon einmal ein zweites Dessert am Abend verdient – werden wir mit einem traumhaften Blick belohnt.Sebastian hat für uns eine kleine Stärkung in Form von Süßigkeiten eingesteckt. So kann es dann den Weg wieder hinunter gehen. Da muss ich allerdings zugeben, dass ich mich ein wenig schwer getan habe, denn es ist ganz schön auf meine Knie gegangen … aber gelohnt hat es sich!Die Traumschleife Ehrbachklamm wurde durch das Deutsche Wanderinstitut mit 96 Erlebnispunkten bewertet. Wir spazieren nun immer am Wasser entlang …Hier im kühlen Schatten der Klamm ist die Natur längst noch nicht so weit wie „draußen“ …

Mit dem Rauschen des Baches geht es im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein …
Der Buchenwald zeigt seine junge Belaubung in zartem Grün. Die Vögel zwitschern. Schön ist es hier.

Es geht über Holzbrücken und unter Bäumen hindurch …Mal abgesehen davon, dass es an sich keine wirklich große Auswahl an Wegrichtungen gibt, ist die Ehrbachklamm gut ausgeschildert …Grundsätzlich lässt es sich sehr gut durch die Ehrbachklamm spazieren. Doch ihr solltet unbedingt festes Schuhwerk tragen und auch trittsicher sein. An manchen Stellen ist es schon mit den glatten Steinen etwas kniffelig. Weil mir von dem „Bergabstecher“ die Knie so geschmerzt haben, hätte ich gerne meine Wanderstöcke ausgepackt, Aber die hätte ich dort unten gar nicht richtig benutzen können.Wir treffen an diesem Samstagnachmittag zwar einige Wanderer, aber es hält sich in Grenzen. Diejenigen, die uns begegnen, folgen den Wanderempfehlungen, die Traumschleife gegen den Strom zu laufen. So sollen sich deren Schönheiten noch besser zeigen.Sebastian erzählt uns, dass es hier im Sommer ziemlich überlaufen ist. Dann geht auch die Romantik ein wenig flöten. Vermutlich ist es hier so ähnlich wie bei uns im Westerwald in der Holzbachschlucht. Der Weg durch die eigentlich Ehrbachklamm ist leider nur 1,5 Kilometer lang. Und dann sind wir aus der Klamm wieder draußen. Der letzte Rest des Weges ist relativ unspektakulär, aber wir können schon einmal einen Blick auf unser Ausflugsziel am nächsten Tag werfen …… die Ehrenburg …… die Ruine einer Spornburg aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts!

Wir lassen die Wanderung an der Historischen Mühle Vogelsang (ich habe gar keine Fotos davon gemacht. Keine Ahnung, warum nicht …) bei einem kühlen Holundertrunk ausklingen, bevor es für eine kurze Pause ins Hotel zurück geht.

Fazit Ehrbachklamm

Mir hat die Wanderung durch die Ehrbachklamm sehr gut gefallen. Sie ist gut mit Hund(en) zu bewältigen und ihr müsst kein extra Wasser für die Vierbeiner mitnehmen. Der Abstecher zum hoch gelegenen Aussichtspunkt ist empfehlenswert. Wenn ihr allerdings Probleme mit den Knien habt, so wie ich, dann heißt es eben hinterher die Zähne zusammenzubeißen … 😉 …

Tipp #2 – ein Sonntag auf der Ehrenburg

An der Mosel gibt es natürlich auch zahlreiche interessante Burgen zu besichten. Die Burg Eltz zählt dabei sicherlich zu den Bekanntesten. Das bedeutet aber auch, dass dort ziemlich viel los ist. Da ist die Ehrenburg, zu der ihr natürlich von Brodenbach aus hinwandern könnt, außerhalb der Region eher weniger bekannt. Ich habe mir vorher keine großen Gedanken gemacht, was mich dort erwartet. Wie ihr wisst, liebe ich Burgen und habe mich daher einfach darauf gefreut.Die Burg, die 1161 ihre erste Erwähnung fand, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Von den Anfängen mit Kaiser Barbarossa über die „Eltzer Fehde“ im 14. Jahrhundert bis hin zur Besetzung der Burg im 30jährigen Krieg durch die Spanier und des Pfälzischen Erbfolgekriegs im 17. Jahrhundert, wo ein Großteil der Burg gesprengt wurde.Seit 1992 wird die Ehrenburg durch den gemeinnützigen Freundeskreis der Ehrenburg e.V. aus privaten Mitteln erhalten, restauriert und wieder aufgebaut. Heute beherbergt die Ehrenburg ein Hotel mit Gastronomie und allem drum und dran. Darüber hinaus werden hier über das Jahr allerlei mittelalterliche Spektakel für Groß und Klein geboten.
An allen Sonn- und Feiertagen von Ostern bis Allerheiligen lockt die Ehrenburg zwischen 11 und 18 Uhr mit spannenden Burgführungen, Einblicke in das mittelalterliche Leben, Bogen- und Katapultschießen. Darüber hinaus ist für die passende musikalische Untermalung gesorgt …

… und es gibt natürlich auch allerlei kulinarische Leckereien. Und was das Allerbeste ist? Hunde sind hier herzlich willkommen. Wir werden von Esther Voss, der Geschäftsführerin der Burg, herzlich willkommen geheißen. Nach einem labenden Trunk haben wir uns dann der geführten Burgerkundung angeschlossen, die sehr kurzweilig und sehr interessant ist.Es geht einmal fast komplett durch die ganz Burg …… mit wunderbaren Aus- und …… Einblicken, …… hübschen Details …
… und noch mehr Ausblicken.Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, durch die Burg zu spazieren und sich in längst vergangene Zeiten fallen zu lassen. Ein Erlebnis, das definitiv nach Wiederholung schreit. 

Fazit Ehrenburg

Mich hat die Burg definitiv nicht zum letzten Mal gesehen. Es gibt tolle Dinner-Veranstaltungen, die ich gerne erleben möchte. Außerdem würde ich gerne auch einmal ein Wochenende dort im Hotel verbringen. Dafür würde ich mir glatt ein mittelalterliches Gewand kaufen, damit alles ganz stilecht ist. So ein Wochenende ist doch auch das ideale Geburtstagsgeschenk für den reizenden Gemahl, oder? Aber 2018 ist schon fast nichts mehr zu machen … alle Termine (bis Ende Dezember!!!), die ich interessant finde, sind schon ausgebucht … 

Auch wenn die Burg bis zum frühen Nachmittag gut besucht war, ist es doch nicht überlaufen gewesen, sondern immer noch sehr angenehm. Natürlich ist es ganz besonders für Kinder attraktiv, denn für die gibt es hier Allerlei zu entdecken, zu erleben und auszuprobieren. Die Preise – auch für Essen und Trinken – sind human. An Wochentagen zahlen Erwachsene 3,50 Euro pro Person und Kinder 2,50 Euro. An den Familiensonntagen „Lebendige Burg“ kommen 4,50 Euro pro Erwachsenem und 3,50 Euro pro Kind auf Euch zu. 

Und so haben meine Bloggerkolleginnen und -kollegen das #AbenteuerBrodenbach erlebt

In meinen beiden bereits erschienen Beiträgen habe ich auch schon auf die Beiträge meiner mitreisenden Kolleginnen und Kollegen verwiesen. Die haben in der Zwischenzeit natürlich munter weiter geschrieben:

  • Susanne von Ort zu Ort reisen hat zum ersten Mal eine Geocaching-Tour gemacht und fand die Ehrenburg ebenfalls toll
  • Dagmar vom Best Ager Reiseblog hat es auch auf der Ehrenburg gefallen
  • Michael von Justgotravel sieht unseren Ausflug auf die Ehrenburg so 
  • Mit Kerstin von Ein zweiter Blick habe ich im Romantischen Hotel zur Post genächtigt
  • Ria von Ria on Tour hat in einem Tiny House übernachtet
  • Bettina von op Jück war auf der Kräuterwanderung unterwegs
  • Eva von Burgdame hat hier ihren Überblick gemacht

Offenlegung

Ich wurde zu der Bloggerreise von den Tourismusverantwortlichen von Brodenbach eingeladen. Organisiert wurde das Ganze federführend von Sonja Heinz von der Historischen Mühle Vogelsang in Zusammenarbeit mit Tanja von SPANESS. Vielen Dank.

2 Kommentare

  1. martinazuengel sagt

    LIebe Silvana,

    ja, man müsste viel mehr Zeit haben, um wandern gehen zu können. Und ich stelle gerade mit Entsetzen fest, dass ich in diesem Jahr noch gar keine Etappe vom Westerwaldsteig gelaufen bin … immer ist etwas anderes … 😉 …
    Dir und Cabo ein schönes Wochenende
    Martina

  2. Liebe Martina,

    mir kribbelt es regelrecht in den Füßen beim Lesen deines schönen Beitrages. Die Natur ist momentan so herrlich. Da möchte man am liebsten (trotz Heuschnupfen) jede freie Minute draußen verbringen. Die Traumschleifen werden ihrem Namen in der Tat gerecht. Zumindest was diese hier beschriebene Tour betrifft und Touren, die ich im vergangenen Jahr erwandert bin.

    Deine Beiträge über das Bloggerwochenende waren sehr gelungen.

    Viele Grüße
    Silvana

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