Vier Fragen an sechs Pfoten
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Doreen und Stuart – ein eingefleischtes Camperteam

Irgendwie ist in den letzten Monaten meine Interviewrunde „Vier Fragen an sechs Pfoten“ etwas eingeschlafen. Ich freue mich daher heute besonders, euch Doreen vorzustellen. Sie reist mit Partner und Hund im Wohnmobil durch Europa. Aber lest einfach selbst.

1. Wer bist Du, und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

Hi, ich bin Doreen. Ich reise seit 10 Jahren mit meinem Terrier und meinem Partner Carsten im Wohnmobil durch Europa. Mein vierbeiniger Begleiter ist inzwischen recht alt geworden, 16 Jahre ist er nun. Sein Name ist Stuart und er ist auch heute noch ein richtiger Reise-Terrier. Er liebt unsere Touren nach Portugal und Frankreich und schwimmt noch immer wahnsinnig gerne. Inzwischen muss ich ihn allerdings mit einer Schwimmweste stützen, denn in der Hinterhand ist er mittlerweile recht schwach. Umso mehr freue ich mich, dass wir seine Mobilität mittels schwimmen aufrecht erhalten können.Wenn ich nicht reise arbeite ich bei der französischen Firma AIGLE, betreue dort die Großkunden und unterstütze unsere PR-Agentur in Marketing-Angelegenheiten.

Meine liebsten Reisedestinationen sind – wie schon genannt – Portugal und Frankreich, wobei ich mich in Frankreich mit Hund einfach mega willkommen fühle. Für mich gibt es kaum einen perfekteren Ort, um mit Wohnmobil und Hund  zu reisen.

2. Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel bist – was ist wichtig für -Dich, wenn Du mit Hund reist?

Einmal im Jahr gehe auch ich ins Hotel. Nämlich im Frühjahr, wenn es mit meiner Familie nach Österreich zum Skifahren geht. Bei der Auswahl des Hotels hat natürlich die Gassirunde eine hohe Priorität. So gehen wir nicht in hoch gelegene Hotels, sondern halten uns lieber im Tal auf, weil ich einfach die Erfahrung gemacht habe, dass ich dort besser mit Stuart laufen kann. Er soll ja auch etwas vom Urlaub haben. Außerdem ist meine Mama so lieb und bleibt mit ihm im Tal, wenn wir anderen auf dem Gletscher unterwegs sind.

Selbstverständlich sollte es sein, dass mein kleiner Stuart dort ein gern gesehener Gast ist und das Hotel für uns Besitzer “Hundezimmer” anbietet, in denen man sich mit Hund einfach wohl fühlt. Das fängt für mich bereits beim Bodenbelag an, denn an nassen Tagen will ich den Hund nicht erst jedes Mal in die Dusche setzen müssen, wenn wir von draußen rein kommen. Ich finde es auch wichtig, dass mein Hund zum Beispiel mit uns im angrenzenden Garten die Frühlingssonne genießen darf und bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse unter dem Tisch liegen kann. Hotels, in denen Stuart sich nur außerhalb oder im Zimmer aufhalten muss, sind nichts für uns. Durch das Campen sind wir es so extrem gewohnt, dass der Hund den ganzen Tag um uns rum ist, dies wäre ein zu krasser Schritt für mich und auch für den kleinen Terrier.

Ich nutze gerne das Wellness Angebot in Hotels und dieses ist für mich bei der Auswahl des Hauses ebenso wichtig. Wie auch die Ökologie des Baus und der Einrichtung. Ich mag es so natürlich wie möglich, vor allem, wenn ich in traumhafter Kulisse wie beispielsweise in Tirol oder in den Dolomiten unterwegs bin. Da ist mir Ökotourismus noch viel wichtiger als das Design. Super ist es natürlich, wenn sich beides kombinieren lässt.

3. Was ist Dein persönlicher Urlaubstipp für HundeReisenMehr?

Ich liebe ehrlich gesagt meine alte Heimat, den Hainich in Thüringen und möchte jedem, der gerne wandert, diese Region ans Herz legen. Zwar ist der Hainich ein Nationalpark, was bedeutet, dass die Hunde unbedingt an der Leine zu führen sind, denn es gibt jede Menge Wild dort, aber mit Schlepp -oder Flexileine werden eure Hunde auf jeden Fall aufregende Wanderungen mit euch dort erleben können. Der Hainich ist zu jeder Jahreszeit etwas ganz besonderes und ich empfehle euch, einmal in meiner Kategorie Thüringen vorbei zu schauen. Das Beste: Mitten im Nationalpark befinden sich die  Hainich Höfe Premium Chalets. Diese ökologischen Chalets sind perfekt für einen Aufenthalt in der schönen Mitte Deutschlands.

Mein Top Tipp: Solltet ihr einen Hund haben, der an Silvester regelmäßig durchdreht, dann gönnt euch doch mal einen Jahreswechsel dort. Denn dort, hoch oben im Wald, wird euer Hund selig in den Neuhjahrsmorgen hinein schlafen. Hunde sind in den Hainich Höfen nämlich sehr willkommen.Allgemein gesprochen, kann ich vor allem die französische Atlantikküste empfehlen. Das gesamte Jahr über sind wir häufig im Département Nord-Pas-De-Calais anzutreffen. Unglaublich breite und langgezogene Strände sowie Wohnmobilstellplätze in Sichtweite zum Meer bereiten uns und Stuart allergrößte Freude. Hunde sind in der Region wirklich gern gesehen Gäste, und es stellt sich dort einfach nie die Frage, ob man den Hund da jetzt mit hinnehmen kann. Ja kann man, grundsätzlich. Zudem lieben wir französische Märkte und die Lebensmittel dort, um uns damit köstliche Gerichte zuzubereiten. Rezept-Inspirationen findest du ebenfalls auf meiner Website.

4. Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

Da mein Stuart, was das Essen betrifft sehr wählerisch ist, habe ich eine “kleine Kollektion” an Hundefutter dabei. Lieblings-Dosenfutter, Lieblings-Trockenfutter und “Zahnpflegeknochen” als Frühstück nach der ersten Runde. Stuarts Schwimmweste ist auch immer griffbereit im Wohnmobil gelagert. Ein kuscheliges Reise-Körbchen, welches auf der Unterseite wasserdicht ist, gehört ebenfalls zu unserer Wohnmobil-Ausstattung und diverse Leinen sowie Geschirre (Führleine, Flexileine, extra lange Leine) auch. Der Reise-Schlabber-Napf, einer der nicht überläuft und auch beim Fahren gefüllt im Womo stehen kann, ist ebenso Standardausrüstung bei uns und mindestens ein Futternapf aus Keramik noch dazu.

Für Wanderungen und Strandbesuche ist ein Faltnapf in Stuarts Rucksack verstaut. Er hat nämlich seinen eigenen Rucksack, in dem er mit uns auf dem Motorrad im Süden durch die Gegend düst. Auf dem Motorrad rasen wir dann zu dritt durch den Süden, so wie es beispielsweise in Indien üblich ist … 😉 …Früher mussten dann immer noch diverse “Schwimm-Dinger” dabei sein, also Apportier-Dinge, die er aus dem Wasser holen konnte. Heute sieht er schon leider kaum noch und wir konzentrieren uns “nur noch” auf das Schwimmen. Wenn ich gemeinsam mit ihm schwimme, überreiche ich ihm dann und wann ein Stöckchen und er bringt es megastolz an Land.

Liebe Doreen, vielen Dank, dass Du meine kleine Fragerunde mitgemacht hast. Thüringen hört sich wirklich toll an. Da muss ich doch mal Deine Empfehlung anschauen, ob das etwas für uns ist. Und die französische Antlantikküste … haaach ja …

Doreen bloggt auf She is on the Road again und berichtet dort über ihre Campingtouren mit Hund. Sie informiert auch über alles rund um das Thema Campen. Also einfach mal reinschauen. 

Text + Fotos: Doreen Kalkofen

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