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Hundeweihnachten in Berlin

Hundeweihnachten in Berlin

Unter dem Motto „Sirius – der Hundestern“ öffnete am 2. Adventswochenende der 1. Berliner Hundeadventmarkt. Meine Bekannte Diana Rißmann und ihr Rhodesian Ridgeback-Rüde Francis waren für HundeReisenMehr als Hauptstadtkorrespondenten unterwegs und statteten diesem besonderen Weihnachtsmarkt am Samstagnachmittag einen Besuch ab.

Foto: Diana Rißmann

Foto: Diana Rißmann

Bei wunderschönem Winterwetter öffnete der 1. Berliner Weihnachtsmarkt für Hunde seine Tore um 10 Uhr morgens. Ort des Geschehens war ein ehemaliger Gutshof im Grunewald, in dessen Hof rund 20 festlich geschmückte Stände ihren Platz fanden. Der Eintritt kostete pro Zweibeiner 1,50 Euro, davon wurden jeweils 0,50 Euro an die Berliner Tiertafeln gespendet. Neben Zubehör für den modebewussten Stadthund wie Halsbänder, Leinen und Liegeplätze stellten sich auch Berliner Tiertrainer, Dog-Walking-Services (gut man könnte auch auf Deutsch sagen: Hundeauslaufservices) und Hundehotels wie das Pfötchen Hotel Resort Berlin vor. Das alles fand Francis natürlich nicht soooo interessant.

Rund 20 Stände boten ihre Waren feilFoto: Diana Rißmann

Rund 20 Stände boten ihre Waren feil
Foto: Diana Rißmann

Francis zeigte sich deutlich interessierter an den „kulinarischen“ Ständen, denn hier gab es all das, was so ein Hundeherz höher schlagen lässt: Selbstgebackene Kekse mit Rehfleisch, Leberwurst, Banane oder Dinkel-Hühnchen und vielem mehr. Dass der wohlerzogene Rideback-Rüde fast überall erst einmal probieren durfte, fand er toll!

Leckere Kekse zum ProbierenFoto: Diana Rißmann

Leckere Kekse zum Probieren
Foto: Diana Rißmann

Die leckeren Hundekekse waren natürlich alle hübsch weihnachtlich verpackt, und die ersten Weihnachtsgeschenke konnten so schon einmal erworben werden. Für das leibliche Wohl von Herrchen und Frauchen war ebenfalls gesorgt: Punsch, leckerer Grünkohl und Braten … hmmm … damit Francis seinen Kekskonsum etwas abtrainieren konnte, ging es dann noch auf einen schönen Winterspaziergang durch den Grunewald. Der 1. Berliner Weihnachtsmarkt war sehr schön, und wir kommen im nächsten Jahr sicher wieder!

Liebe Diana: Vielen Dank für Deinen schönen Bericht! Vielleicht hast Du ja Lust demnächst wieder einmal etwas aus der „Hundehauptstadt“ zu berichten – das wäre toll!

 

Der erste Schnee

Der erste Schnee

Am vergangenen Freitag kündigten sämtliche regionalen Radiosender pünktlich zum Wochenende DAS Schneechaos des Jahres im Rhein-Main-Gebiet an. Und was passierte? Fast gar nichts. In Frankfurt und Umgebung begann es erst nach 15.00 Uhr zu schneien und die Menge Schnee hielt sich auch in Grenzen. Aber es schneite dann doch ein paar Stündchen. Und der nächste Tag war ein Wintertag wie er im Bilderbuch steht.

Strahlend blauer Himmel

Strahlend blauer Himmel

Der Morgenspaziergang fand bei strahlendblauem Himmel, Sonnenschein und winterlichen – 6 Grad statt.

wohlerzogene Hunde im Sitz

wohlerzogene Hunde im Sitz

Nicht nur die Zweibeiner hatten riesigen Spaß an diesem Morgen – Dayo und Suri natürlich auch. Suri hat sogar fast den ganzen Spaziergang ohne Leine verbracht und kam (Gott sei Dank) nicht auf die Idee, dass das Jagen heute besonders schön sein könnte …

Nun, vielleicht ist da doch irgendwo ein Häschen?

Nun, vielleicht ist da doch irgendwo ein Häschen?

... dann verrichten wir mal hier das Geschäft ...

… dann verrichten wir mal hier das Geschäft …

Am Nachmittag ging es dann auf die Spazierrunde, die ich bereits in meinem Artikel „Herbstspaziergang“ beschrieben habe. Daher erspare ich mir hier den Text und lasse die Bilder für sich sprechen.

... enstpannter Spaziergang fast ohne Fahrradfahrer ...

… entspannter Spaziergang fast ohne Fahrradfahrer …

... ob ich der Ente wohl jetzt hinter jagen kann?

… ob ich der Ente wohl jetzt hinterher jagen kann?

... wir sind total brav ...

… wir sind total brav …

Dayo und Suri zeigten sich von ihrer besten Seite und die Natur in der Wetterau ebenfalls.

... noch vor wenigen Wochen stand der Baum im bunten Herbstlaub ...

… noch vor wenigen Wochen stand der Baum im bunten Herbstlaub …

... winterliche Lichtspiele ...

… winterliche Lichtspiele …

... kommt da hinten vielleicht jemand, der etwas zum Fressen dabei hat??

… kommt da hinten vielleicht jemand, der etwas zum Fressen dabei hat??

... winterliches Stilleben ...

… winterliches Stilleben …

Heute am Sonntag ist vom strahlendblauen Winterwetter nichts mehr zu sehen. Immerhin der Winter ist noch da und es schneit. Allerdings ist für den Nachmittag Regen und Glatteis angekündigt. Schade, aber der Winter hat ja gerade erst angefangen, und wir werden hoffentlich noch viele schöne und sonnige Wintertage haben.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

Mantrailing – wir sind jetzt eine Gruppe!

Seit letzter Woche ist aus unserem Einzeltraining mit Miriam, der Hundephilosophin, ein Gruppentraining geworden. Und besonders schön ist, dass diese Gruppe nun aus insgesamt vier Rhodesian Ridgebacks besteht – zwei Hündinnen und zwei Rüden … und natürlich auch aus zwei ganz reizenden Frauchen … ;-))

Die RR-Mantrailing-Truppe (von links nach rechts): Dayo, Enya, Athani und Suri

Die RR-Mantrailing-Truppe (von links nach rechts): Dayo, Enya, Athani und Suri

Das Aufwändige am Mantrailing ist vermutlich die Tatsache, dass jedes Training an einem anderen Ort stattfinden sollte. Die Hunde sind noch lange nach einer Suche in der Lage festzustellen, dass sie hier schon einmal einer Suchspur nachgegangen sind. So haben wir uns in der vergangenen Woche im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach getroffen – erstmalig als Gruppe. Witzig war, dass Margit (Frauchen von Athani und Enya) und ich uns bereits von der ein oder anderen Zuchtausstellung kannten. Geparkt wurde in einem Wohngebiet, und mir war zunächst ziemlich unklar, wo wir hier trailen sollten.

Treffen am Eschbach in Nieder-Eschbach

Treffen am Eschbach in Nieder-Eschbach

Dayo darf anfangen. Und diesmal gibt es erschwerte Bedingungen für ihn, denn seine Spur geht über Asphalt. Spuren auf Asphalt sind für Hunde schwieriger zu riechen, weil die Geruchsmoleküle auf einem solchen Boden nicht so gut haften wie beispielsweise auf Waldboden.

Margit versteckt sich in einer Hauseinfahrt während ich Dayo das Geschirr anlege (mehr oder weniger zwischen meinen Beinen). Es ist nicht wirklich als Ritual erkennbar … na ja! Dann bringe ich Dayo ins Sitz – lasse mir dann aber von Miriam erklären, dass sich Dayo vor seiner Arbeit nicht hinsetzen soll.

Der Befehl „Sitz“ ist eine Unterordnungsübung. Dayo aber soll beim Suchen einer Person die Führung übernehmen. Das funktioniert nicht so gut, wenn er vorher von mir Unterordnungsbefehle erhält. Jetzt kommt der große Augenblick, denn jetzt werden die Hausaufgaben überprüft. Die Tüte mit Margits getragenen Strümpfen kommt zum Einsatz.

Und was passiert? Ich halte die Luft an und überlege mir schon einmal eine gute Entschuldigung, warum Dayo nicht mit der Nase in die Tüte geht … aber Dayo bohrt seine komplette Nase in die Tüte und nimmt einen tiefen Atemzug … (ich muss Margit das nächste Mal unbedingt fragen, wie lange sie die Strümpfe getragen hat …;-)) …

Ich bin ganz begeistert und gebe den Befehl „Search“. Da zuckelt mein Bärchen los. Irgendwie habe ich nicht so den Eindruck, dass er an der Suchspur interessiert ist. Wohl aber an den Markierungen anderer Rüden. Langsam aber stetig nähert er sich Margit und rast die letzten Meter auf „freudestrahlend“ auf sie zu, um sich von ihr ausgiebig mit Leckerlis belohnen zu lassen. Dayo darf noch eine zweite Spur suchen, die er schneller (weil keine Markierungen anderer Rüden zu finden sind?) und konzentrierter löst. Dann geht es zurück ins Auto und Athani ist dran.

Um 17.00 Uhr ist es schon ziemlich dunkel

Um 17.00 Uhr ist es schon ziemlich dunkel

Für Athani und Enya ist das erste Mal, dass sie beim Mantrailing sind. Da die Suche auf Asphalt zu schwierig ist, gehen wir ein ganzes Stück bis wir zu einer kleinen Waldlichtung  kommen. Ausnahmsweise sind beide Hunde von Margit mit dabei, damit wir Zeit sparen und nicht den ganzen Weg zurücklaufen müssen, um die Hunde auszutauschen.

Jetzt sehe ich die ganze Sache einmal aus Sicht einer Suchperson. Margit ist mit einem getragenen T-Shirt von mir ausgerüstet, und ich verstecke mich – ausgerüstet mit super leckeren Leckerlis – hinter einem Baum und warte auf Athani. Es dauert auch gar nicht so lange, dann findet er mich … ziemlich zielstrebig der Junge, und ich belohne ihn großzügig.

Die zweite Suche soll jetzt schwerer werden, und ich schlage mich in einiger Entfernung ins Gebüsch. Athani ist auf dem richtigen Weg, aber ich habe mich ziemlich durch das Unterholz geschlichen. Er bleibt ungefähr auf meiner Höhe stehen, ist jedoch ein paar Meter von mir entfernt – vermutlich stört ihn das Unterholz und das Unkraut überall. Als Margit ihm eine Lösung anbietet und einen Weg vorschlägt, nimmt er das sofort an und „findet“ mich!

Jetzt ist Enya dran, und ich suche mir ein neues Versteck. Enya marschiert zögerlich los und richtet ihren Blick immer wieder zurück auf ihr Frauchen. Später erklärt Miriam uns, dass dies öfters passiert, wenn die Hunde gut erzogen sind. Sie schauen dann zu Frauchen oder Herrchen zurück, um sich zu vergewissern, ob das wirklich in Ordnung ist, was sie hier machen (ha, das hat Miriam mir noch nie gesagt …). Aber auch Enya findet mich und wird ordentlich von mir belohnt.

Die zweite Suche meistert sie ebenfalls prima. Für beide Hunde geht es zurück ins Auto, und jetzt ist Suri dran. Auch sie sucht auf Asphalt. Alles klappt prima. Suri arbeitet konzentriert und heimst damit ein Lob von Miriam ein. Die Leine führt direkt über den Ridge, ist ordentlich gespannt und ich laufe „motivierend“ hinter Suri her, die sich „in die Spur hineinträumt“ (Zitat von Miriam). Ich bin so stolz, dass wir gleich zielstrebig an Margit vorbei laufen und sie fast gar nicht entdecken … die zweite Suche arbeitet meine Maus auch ordentlich ab und lässt sich schön belohnen.

Eine Woche später trifft sich die RR-Truppe im Nidda-Volkspark in Frankfurt. Es ist feucht, und schon zu Beginn der Trainingsstunde ist es fast dunkel. Margit und ich nutzen die kurze Wartezeit auf Miriam dafür, dass sich unsere Hunde kennenlernen können. Sie beschnüffeln sich, etwas Rüden-Gebaren, ein paar Knurrer – dann ist die Sache gelaufen, und vier rotweizenfarbene Ridgebacks tollen über die Wiese.

Ein wunderschönes Bild, das zu einem späteren Zeitpunkt und bei Tageslicht sicherlich auch in Fotos festgehalten wird. Aber dann ist schon Schluss mit lustig, und die Arbeit geht los. Alle vier erledigen ihre Aufgaben sehr gut – Suri ist nach anfänglicher Unlust auf einmal zielstrebig und ziemlich schnell (Frauchen hechelt) unterwegs und findet Margit ohne große Probleme.

Bei der zweiten Suche schlägt sie die richtige Richtung ein, aber offensichtlich sind die Leckerlis nicht lecker genug – sie hat nämlich keine Lust, ihre Pfötchen ins feuchte, regennasse Gras zu setzen … igitt … (wohlgemerkt: Es regnet, und Suri ist schon ziemlich feucht …) und bleibt in 10 Meter Entfernung mit dem Kopf in Richtung versteckte Margit stehen!!

Dayo hingegen hat offensichtlich die Richtung gesehen, in die Margit entschwindet. Er beschließt, dass er sie bestimmt sehen kann und nicht schnüffeln muss … wobei ich sagen muss, dass er dabei großartig aussieht – wie er so dasteht, den Kopf in die richtige Richtung gedreht, angestrengter Blick … aber er sieht Margit eben nicht! Und bequemt sich dann doch die Nase zu Hilfe zu nehmen. Dann ist die ganze Sache auch ziemlich schnell erledigt und er rast geradezu auf Margit zu, wo er natürlich überschwänglich belohnt wird. Die zweite Suche dauert keine 30 Sekunden … die vollendet er im Schweinsgalopp – ohne Frauchen … ;-))

Auch bei Enya und Athani läuft es recht gut … Enya ist wohl etwas zögerlich und weiß beim ersten Mal nicht so recht, was los ist. Aber so war es ja auch bei unserem „zweiten Mal“ … aber natürlich findet sie mich auch ohne Probleme und freut sich über die Belohnung. Athani macht seine Sache ebenfalls gut … es ist schwer aus der Ferne etwas zu sagen, zumal es jetzt stockdunkel ist und es jetzt richtig schüttet. Aber der Rüde macht sich tapfer auf den Weg und freut sich riesig als er mich endlich findet …

Ich denke, wir sind eine schöne Mantrailing-Gruppe und werden noch viele Stunden gemeinsam lernen, üben und auch staunen … über uns, über unsere Hunde und über Miriam … ;-)) … bis zum nächsten Mal!!!

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

Mantrailing – beim zweiten Mal gab’s Hausaufgaben

So, bevor ich nun fast schon zum dritten Mal zum Mantrailing gehe – hier die Erlebnisse unseres zweiten Mantrailings. Diesmal haben wir uns auf dem „Alten Flugplatz“ in Frankfurt-Bonames getroffen.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

Alte Landebahnen sind jetzt Spazierwege

Beim „Alten Flugplatz“ handelt es sich um einen ehemaligen Militärflugplatz, der naturnah zurückgebaut wurde. Auf der Landebahn kann heute man Inline skaten, Fußball spielen oder Fahrrad fahren. Das weitläufige Areal liegt in unmittelbarer Nähe zur Nidda (regelmäßige Besucher des Blog bekommen wahrscheinlich jetzt schon Stehhaare, weil ich immer wieder an die Nidda zurückkomme … ;-), und hier trifft man natürlich auch viele Hunde mit ihren Zweibeinern. Aber das ist dann ja eine andere Geschichte.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

… viel Grün und sicher noch eine andere „Hundegeschichte“ wert …

Wir sind schon etwas früher angekommen und können uns in Ruhe auf „unsere“ Hundephilosophin und die vor uns liegende Mantrailing-Stunde vorbereiten.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

… warten auf das Christkind? Nein, wir warten auf Miriam …

Und dann geht es los: Miriam ist da und hat Silvia (hoffentlich habe ich mir jetzt den Namen richtig gemerkt) als Suchperson mitgebracht, die wiederum auch ihren Hund, einen Rüden, dabei hat. Dayo darf zuerst an die Arbeit, und wir lassen beide Hunde erst einmal ein bisschen laufen. Das funktioniert schon mal ganz gut. Dayo ist sogar willens, den anderen Rüden zu suchen als dieser in einem Labyrinth verschwindet. Er macht das auch mit großer Begeisterung.

Dann geht es los. Silvia versteckt sich, und ich lege Dayo das Geschirr an, während er zwischen meinen Beinen sitzt (mehr oder weniger). Dann bringt Miriam den Plastikbeutel mit einem benutzten T-Shirt von Silvia. Dayo soll daran schnuppern, was er auch tut (ebenfalls mehr oder weniger). Dann gebe ich erstmals den Befehl „search“ und warte. Und warte. Und es passiert nichts. Dayo schnüffelt etwas uninteressiert am Boden und erwartet offensichtlich von mir, dass ich ihn zu was auch immer animiere. Miriam erklärt mir, dass ich einfach mal ein bisschen loslaufen soll. Dabei sollte die lange Leine immer leicht angespannt sein, damit Dayo merkt, dass er etwas zu tun hat und unter Kontrolle ist (oh jeh, Miriam, ist das so richtig?). Immerhin schlappt Dayo nun los. Schnüffelt mal hier. Schnüffelt mal da. Schleicht aber offensichtlich in die richtige Richtung. Ich soll ihm mit meiner Körperhaltung das Gefühl geben, dass es ganz toll und ganz richtig ist, was er macht. Aufrecht gehen, mich auf meinen Hund konzentrieren und ihm mit der angespannten Leine ein gutes Gefühl geben. Mache ich. Er wird zielstrebiger und auch ein bisschen schneller. Ich sehe Silvia schon links im Gebüsch hocken. Dayo aber läuft an ihr vorbei. Ich stoppe ihn ein wenig und drehe mich um … da, endlich! Er hat Silvia endlich gefunden und wird dafür großzügig belohnt.

Es geht gleich in die zweite Runde. Silvia versteckt sich in einer ganz anderen Ecke des Geländes. Dayo darf an der Tüte schnüffeln (die in dieses Mal jedoch gar nicht weiter interessiert). Und wieder gebe ich den Befehl „search“. Und los geht’s – diesmal schon etwas schneller. Miriam erinnert mich daran, dass ich Dayo das Gefühl geben soll, dass er gerade etwas ganz Tolles macht. Und plötzlich schießt mein Bärchen im Schweinsgalopp los und Frauchen hängt hinten an der Leine. Die ersten Meter laufe ich noch mit, aber Dayo wird immer schneller, und ich lasse los. Er stürzt sich begeistert auf Silvia und lässt sich ausführlich loben.

Jetzt ist seine Arbeit getan. Damit er das weiß, ziehe ihm sein Geschirr aus, und wir gehen zum Auto zurück.

Aber jetzt ist erst einmal Suri dran. Der Hund von Silvia bleibt diesmal im Auto, denn Suri ist ja nicht so freundlich zu anderen … auch ihr lege ich das Geschirr im Sitz zwischen meinen Beinen an. Sie zappelt immerhin nicht so sehr. Inzwischen ist es schon ziemlich dunkel geworden, aber schließlich soll Suri ja die Nase benutzen und nicht die Augen. Auch sie darf nun an der Plastiktüte riechen, und auch ihr gebe ich zum ersten Mal den Befehl „search“.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

Suri schnüffelt an der Plastiktüte mit dem getragenen Kleidungsstück

Suri hat immerhin die Nase die ganze Zeit am Boden. Und sie ist auch schnelleren Schrittes unterwegs. Allerdings nimmt sie nicht den direkten Weg zur Suchperson … der Laubhaufen da vorne riecht ja auch so lecker und erst der Baumstamm … hmmmm … auch hier ermahnt mich Miriam immer wieder, dass ich Suri „anleiten“ und ihr das Gefühl geben soll, dass sie etwas ganz Großartiges macht.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

… hmmm, lecker! Hier sind lauter feine Gerüche!

Aber auch Suri findet Silvia letztendlich und wird reichlich belohnt.

Mantrailing - beim zweiten Mal gab's Hausaufgaben

Juchhuu, wir haben die Suchperson gefunden

Inzwischen ist es fast ganz dunkel geworden, und unsere zweite Mantrailing-Stund ist zu Ende. Diesmal allerdings erhalten wir Hausaufgaben von Miriam. Ich soll in eine Plastiktüte ein Taschentuch packen, das ich vorher mit Käsegeruch präpariert habe. Dayo und Suri sollen animiert werden, ihre Nasen in die Tüte zu halten. Dazu folgt der Befehl „sniff“ und sofort ein Leckerli. Der Sinn ist klar: Die Hunde sollen lernen auf Kommando an einer Tüte oder einer Sache zu riechen. Zwar ist mein „Hurra, wir werden Mantrailer“-Gefühl etwas gedämpft, denn ganz so einfach ist es dann doch nicht, aber wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Ob wir dann unsere eigene Rhodesian-Ridgeback-Mantrailing-Gruppe gründen können?? Ich werde es berichten.