Vier Fragen an sechs Pfoten
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Björn und Pauli – von Wolfenbüttel bis Fehmarn

Bei meiner Fragerunde 4 Fragen an 6 Pfoten ist der Männer-Anteil meiner Interviewpartner deutlich geringer als der der Frauen. Ich freue mich daher ganz besonders, Euch heute Björn und Pauli vorzustellen, die euch erzählen, wie bei ihnen das Reisen mit Hund aussieht.

1. Wer bist Du, und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

 
Moin, ich bin Björn. Gebürtiger Braunschweiger und wohnhaft in Magdeburg an der Elbe. Dennoch gehört mein Herz der schönen Lessingstadt Wolfenbüttel, für die ich seit 20 Jahren den Tourismus organisieren darf. Dabei habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit einem eigenen Blog im Jahr 2007 gemacht und es hat mich bis heute nicht losgelassen. Selber blogge ich ab und an auf www.echtlessig.de und www.aboutcities.de.

Meine kleine, zauberhafte und vierbeinige Begleitung ist die Pauli, eine waschechte Mopshündin. Sie hat im Jahr 2015 das Licht der Welt erblickt, als einziges Mädel in einem Jungswurf. Wahrscheinlich ist sie deswegen auch so unternehmungslustig und entdeckt gern Neues?! Ich unterstütze Pauli mit Fotos (auch via Instagram: @Pauli_bloggt.de) und helfe ihr beim Tippen ihrer Texte auf ihrem Blog www.pauli-bloggt.de. Anfänglich hat sie darauf über ihre Erlebnisse beim Großwerden berichtet. Inzwischen – so als gestandenes Mopsmädel – berichtet sie über Kurzausflüge, Reisen und Genuss.
Beide haben wir eine große Leidenschaft für Strand und Meer, aber nicht so im klassischen Sinn des Badeurlaubs, denn baden geht Frau Mops niemals nicht (nur mal mit den Pfoten). Wenn Pauli Strand unter den Pfoten spürt, ist sie wie ausgewechselt und rast mit Mops-Warp – also quasi mit Überlichtgeschwindigkeit – herum. Man sieht ihr förmlich die Freunde an, durch den tiefen Sand zu laufen. Genauso ist es, wenn Sie Hundekumpels am Strand trifft.

2. Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel (oder Ferienwohnung, Campingplatz etc.) bist – was ist wichtig für Dich, wenn Du mit Hund reist?

  
Bei der Suche nach dem richtigen Quartier müssen viele Dinge stimmen. Zum Glück habe ich eine Leidenschaft für ausgedehnte Recherchen. Die Befassung mit einem Reiseziel sorgt bei mir stets schon für eine wohlige Vorfreude auf den (Kurz)Urlaub und vertreibt die Alltagsgedanken. Natürlich gibt es viele Wünsche für uns als dreiköpfige Familie. Es sollte mindestens so schön sein wie zu Hause, gern ortstypisch-modern, mit einem eigenen Schlafzimmer für unseren 16jährigen und natürlich WLAN. Und die Lage sollte ebenfalls gut sein, sprich so nah wie möglich am Meer bei bezahlbarem Preis. 
Aber das Wichtigste ist dann doch immer wieder, ob Hunde erlaubt sind. Inzwischen finde ich, merkt man bei der Buchung schon recht schnell, ob Hunde „nur“ erlaubt, oder vielleicht sogar „erwünscht“ sind. Das macht für mich einen großen Unterschied.

Ein Beispiel: ein 5-Sterne Hotel in Sachsen präsentierte uns bei später Anreise noch die umfangreiche Hausordnung für Hunde. Das wäre bei Abschluss der Buchung sinnvoller gewesen, denn bei den Punkten auf der Liste wäre Pauli aus Protest zu Hause geblieben. Im Zimmer fehlte dann der Teppich unter dem Bett, weshalb das Bett auf dem Holzboden rutschte. Wie man erahnen kann entsprach das nicht einem 5-Sterne-Aufenthalt.Ganz anders erging es uns in der Normandie, wo Pauli sich direkt nach der Ankunft entschied, dass es die richtige Zeit für Ihre Hitze ist. Die Vermieterin, die selber zwei Hunde hat, reagierte super sympathisch und gab uns eine riesige Baumwolldecke für das Sofa, die wir hinterher einfach in die Waschmaschine gesteckt haben. 
Unser Hund ist ein Familienmitglied. Das mögen manche Menschen nicht verstehen, vielleicht sogar unsinnig finden. Wir tolerieren das, werden aber unser Verhalten deswegen nicht ändern. Darum sind uns Quartiere wichtig, bei denen möglichst von Anfang an klar ist, dass wir alle miteinander keinen Stress haben werden.

3. Was ist Dein persönlicher Urlaubstipp  für HundeReisenMehr?

 
Einwandfrei: die Lessingstadt Wolfenbüttel. Ja, das klingt jetzt wie ein Werbeblock und ist auch ein bisschen so gemeint. Die Stadt ist toll mit ihrem wundervollen Fachwerk, den kurzen Wegen, der Geschichte und für uns Hunde-Menschen den grünen Wallanlagen rund um die Altstadt. Die Geschäfte freuen sich ebenso auf Menschen mit Vierbeinern wie die Gastronomie oder die Unterkünfte.
Privat liebt unsere ganze Familie die Ostsee und dabei vor allem Fehmarn und Boltenhagen. Dabei sind wir gern unterwegs, fahren Rad, entdecken Hofcafés und –läden, entlegene Strände (ohne pingelige Ordnungsschilder) oder bummeln durch kleine Städtchen und Geschäfte.

In Boltenhagen lieben wir es sehr, dass wir noch bitte Mitte Mai an den ganzen Strand dürfen. Ansonsten bekommt Pauli ihre 10 Meter-Schleppleine ans Halsband und die Leinenpflicht ist erfüllt. Steht ja nirgends, dass am Ende ein Mensch anfassen muss … 😉 …

4. Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

  1. Wasser und ein kleiner Falt-Napf, denn Trinken ist das Wichtigste überhaupt
  2. Paulis Trockenfutter oder Rohkost (sie liebt Paprika), weil wir im Urlaub immer die Zeit vergessen und ein hungriger Mops zu einer Hummel wird
  3. Fotoapparat, um die Erlebnisse festzuhalten
  4. Paulis Schlafmatte, den die beruhigt das Housekeeping immer (ja, natürlich schläft der Hund auf der Matte und nicht im Bett!)
  5. Kuscheltiere, mit denen sie spielen und schlafen kann, wenn wir sie mal alleine im Quartier lassen

… und wenn das Reiseziel ein bisschen schicker ist, dann nehmen wir auch noch verschiedene Leinen und Halsbänder/-tücher mit. Und ans Meer geht es nie ohne ihr „Strandperle“-Halsband.Vielen Dank, lieber Björn, dass Du mir Rede und Antwort gestanden hast. Vielleicht schaffe ich es in Zukunft irgendwann einmal, mit Dayo und Suri (und natürlich dem reizenden Gemahl) nach Wolfenbüttel zu fahren … 😉 … und wer mehr über Pauli wissen möchte, der findet ja oben im Text die passenden Links.

Text und Fotos: Björn Reckewell

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