Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken – persönlich getestet!

Hin und wieder stellen wir unseren Dayo auf Rassehunde-Ausstellungen aus und machen uns daraus dann in der Regel einen schönen Wochenendausflug. So verbrachten wir das Pfingstwochenende in Saarbrücken und wohnten im Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken.

Das Victor's Residenz-Hotel Saarbrücken versteckt sich hinter Bäumen

Das Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken versteckt sich hinter Bäumen

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel liegt nur einen Steinwurf vom Saarbrücker Messegelände entfernt und direkt am Deutsch-Französischen Garten. Frankreich und das Stadtzentrum sind quasi um die Ecke. Wir machen uns am Samstagmittag auf den Weg von Frankfurt nach Saarbrücken – mit einem kurzen Abstecher in das Shopping-Center „The Style Outlets“ in Zweibrücken. Hier sind – im Gegensatz zum Wertheim Village – Hunde erlaubt. Die Hunde dürfen auch in fast jedes Geschäft mit reinkommen. Gegen 18 Uhr erreichen wir dann das Victor’s Residenz-Hotel Saarbrücken, das an diesem Wochenende aus allen Nähten platzt. Natürlich sind auch noch andere Hundebesitzer, die die Nationale und Internationale Rassehunde-Ausstellung besuchen – auf die Idee gekommen, in diesem Hotel Quartier zu beziehen. Darüber hinaus feiert an diesem Abend eine große Hochzeitsgesellschaft. Wir haben Glück und  ergattern noch den letzten Parkplatz in der Hotelgarage. An der Hotelrezeption werden wir sehr freundlich begrüßt und es wird uns erst einmal ein Willkommenstrunk angeboten. Die Reservierung hatte ich bereits Anfang des Jahres über HRS vorgenommen. Allerdings ist dabei die Anmerkung, dass wir mit zwei Hunden reisen, irgendwie nicht angekommen. Die junge Empfangsdame beruhigt uns aber gleich und sagt, dass sei alles kein Problem. Dann bekommen wir unsere Zimmerkarten mit dem Hinweis, dass wir ein Zimmer-Upgrade erhalten haben.

Komfortables Zimmer mit viel Platz

Komfortables Zimmer mit viel Platz

Zimmer 136 liegt im ersten Stock und geht zum Park hinaus – perfekt! Es ist eigentlich eine kleine Juniorsuite mit separatem Wohn- und Schlafraum sowie einem äußerst großzügigem Bad und separater Toilette. Wir (auch Dayo und Suri) fühlen uns sofort wohl.

Suri legt sich gleich mal hin

Suri legt sich gleich mal hin

0518 Saarbruecken 4

0518 Saarbruecken 1

Aus alter Gewohnheit gehe ich in Hotels immer zuerst in das Badezimmer und schaue mir alles genau an – alles in einem tiptop Zustand. Hier kann ich ohne Problem barfuß laufen und auch die Toilette lässt putztechnisch keine Wünsche offen … ;-). Kurz: Ein Zimmer, in dem man sich wirklich sofort wohlfühlen kann. Anstatt der Gute-Nacht-Schokolade gibt es im Victor’s Residenz-Hotel  Werthers Echte Sahnebonbons …

Wir versorgen die Hunde, die sich nach ihrem Abendessen entspannt auf ihren Reisebetten niederlassen und  machen uns dann ebenfalls zu unserem Abendessen auf, denn wir haben einen Tisch im Hotelrestaurant reserviert. Das „Chez Victor’s“ ist eine Brasserie Parisienne im Stil der Belle Epoque. Hier werden traditionelle französische Gerichte serviert. Die meisten Servicemitarbeiter und auch der Restaurantchef sind Franzosen, die sich an diesem Samstagabend mit einen sehr charmanten, freundlichen und perfekten Service präsentieren.

Der Apéritif ist schon serviert

Der Apéritif ist schon serviert

Wir entscheiden uns für frischen Spargel mit hausgemachter Sauce Hollandaise und Pellkartöffelchen. Und für Thomas gibt es noch ein Rindersteak dazu. Als Amuse-Gueule wird uns ein geeistes Melonensüppchen gereicht.

... geeistes Melonensüppchen zum Appetit anregen ...

… geeistes Melonensüppchen zum Appetit anregen …

An sich sollte man ja zu Spargel einen Weißwein trinken. An sich. Thomas trinkt allerdings lieber Rotwein (na ja, ich auch …). Wir übersehen dann auch einfach das leichte Zucken der Augenbrauen beim Restaurantchef als wir einen französischen Priorat bestellen. Die Weinkarte hat ihren Schwerpunkt in Frankreich und bietet auch eine gute Auswahl an offenen Weinen an. Alle Rebsäfte befinden sich im mittleren bis höheren Preissegment. Das gilt auch für die Gerichte auf der Speisekarte. Man kann das Essen kurz und bündig so zusammenfassen: „Einfach lecker!“ Der Spargel ist noch leicht bissfest. Die Sauce Hollandaise ist wirklich selbstgemacht und kein Convenience-Produkt aus dem Tetrapack. Die Kartoffeln haben einen sehr guten Eigengeschmack. Auch Thomas‘ Rindersteak ist zart und perfekt gebraten. Eigentlich sind wir jetzt ja satt. Aber auf der Karte haben wir als Dessert Crêpes Suzettes gesehen. Dieses wirklich tolle Dessert ist ja heutzutage auch in „vornehmen“ Restaurants so gut wie ganz von der Karte verschwunden – leider! Wir haben also keine andere Wahl und bestellen Crêpes Suzettes für zwei Personen.

Die weltberühmten Crêpes werden am Tisch zubereitet

Die weltberühmten Crêpes werden am Tisch zubereitet

Die Crêpes werden vom Restaurantchef direkt am Tisch zubereitet und sind einfach lecker!! Gut gelaunt, satt und müde geht es dann zu einer Abendrunde mit Dayo und Suri durch den Deutsch-Französischen Garten – na ja, ich bleibe auf dem Zimmer, denn es hat angefangen zu regnen. Auch am zweiten Abend unseres Saarbrücken-Aufenthalts essen wir im „Chez Victor’s“. An der Qualität der Speisen ist auch am Pfingstsonntag überhaupt nicht zu meckern. Sehr gut zubereitet und abgeschmeckt – für mich ein Kalbsschnitzel mit Mozarella und Tomaten überbacken und für Thomas ein Rinderfilet vom Angus-Rind. Und erneut liegt hier für mich die Betonung darauf, dass hier auf Convenience-Produkte verzichtet wird. Das schmeckt man halt auch! Obwohl am Sonntagabend deutlich weniger im Restaurant los ist (und die Hochzeitsgesellschaft auch nicht mehr feiert), ist der Service im Vergleich zum Vortag leider unterirdisch! Keine Nachfrage nach einem Apéritif. Die Spezialitäten des Tages werden nicht vorgestellt. Der Service ist „wuschig“ … schade! Wir bestellen als Abschluss erneut die Crêpes Suzettes. Der junge französische Kellner (vielleicht ist er ja noch in der Ausbildung) fasst unsere Bestellung nicht als Bestellung auf und nach einer Weile werden wir erneut gefragt. Na ja, das kann ja mal passieren. Die Vorbereitungen werden getroffen, und dann kommt ein Kellner, den wir auch vom Vorabend schon kennen. Ein junger Mann aus Angola, der ausgesprochen witzig und charmant ist. Er kümmert sich nun um unsere Nachspeise und plaudert sehr nett mit uns. Zu nett vermutlich, denn der Restaurantchef „zitiert“ ihn mit den Worten „Lass das jetzt mal kochen …“ (auf französisch natürlich) vom Tisch weg. Und dann? Dann verbrennen unsere Crêpes. Als der verbrannte Geruch zunimmt, taucht auch wieder ein Kellner an unserem Tisch auf. Und es dauert nun noch rund 45 Minuten bis die Crêpes – diesmal aber vom Restaurantchef zubereitet – auf unserem Teller landen. Schade – das Essen war toll, der Service eher ausreichend. Aber schön, dass wir am Vorabend etwas ganz anderes erleben durften.

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Uns hat es im Victor’s Residenz-Hotel in Saarbrücken sehr gut gefallen. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass die Hotelmitarbeiter alle extrem freundlich sind – nicht aufgesetzt, sondern wirklich freundlich. Als Gast fühlt man sich wirklich willkommen. Auch auf die Hundefreundlichkeit sei hingewiesen. Die Hunde dürfen auch mit in das Restaurant, wenn sie einigermaßen gut erzogen sind.

Als wir am Sonntagmorgen zum Frühstück gehen, entdecken wir, dass sich im Flur ein Hund erbrochen hat. Das kann ja mal passieren. Wahrscheinlich sind Frauchen und Herrchen gerade an der Rezeption, um Bescheid zu geben und sich zu entschuldigen. Wir gehen also frühstücken und sind 45 Minuten später wieder zurück auf dem Weg ins Zimmer. Das Erbrochene liegt immer noch im Flur im ersten Stock. Auch 30 Minuten später – wir verlassen mitsamt der Hunde das Hotel – ist das Häufchen noch nicht beseitigt. Ich sage an der Rezeption Bescheid. Offensichtlich haben sich die Besitzer des Unglücksraben nicht an der Rezeption blicken lassen. Die Damen nehmen es mit Gelassenheit: „Das passiert leider immer wieder!“ Es kann immer mal passieren, dass einem ein Malheur passiert, wenn man mit Hund im Hotel ist. Aber bitte schön, dann kann man doch Bescheid geben, oder? Ich finde es eine Zumutung, dass es Menschen gibt, die das einfach nicht kümmert. Das sind aber vermutlich auch die Menschen, die als erstes rummeckern, wenn ein Hotel die Beherbergung von Hunden nicht mehr wünscht oder aber utopische Zusatzpreise aufruft! Auf jeden Fall für diese Gelassenheit ein Kompliment an das Hotel und ALLE seine Mitarbeiter!!

Wir haben für die Übernachtung im Doppelzimmer inklusive Frühstück 117 Euro pro Nacht bezahlt. Auf der Homepage findet man zahlreiche interessante Übernachtungsarrangements. Die Hunde schlagen mit 12 Euro pro Nacht und Hund zu Buche. Das Parken auf den Außenparkplätzen ist kostenfrei. Die Tiefgarage kostet 8 Euro pro Nacht. Weitere Informationen unter www.victors.de.

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