Mantrailing – jetzt sind wir fünf!

Unser Mantrailing findet diesmal auf dem „Alten Flugplatz“ in Frankfurt-Bonames statt. Hier hatten Dayo, Suri und ich unsere zweite Mantrailing-Stunde.

Sonne, Wolken und starker Wind

Sonne, Wolken und starker Wind

Ab sofort begrüßen wir auch ein neues Mensch-Hund-Team in unserer Gruppe – Adeline und ihre Hündin Ibera! Jetzt trailen also insgesamt fünf Hunde mit drei Frauchen und einer Hundephilosophin. Außerdem ist heute Dana als „fremde“ Suchperson mit von der Partie.

Dana (Suchperson), Claudia und Adeline mit Ibera

Dana (Suchperson), Claudia und Adeline mit Ibera

Da ich mit Dayo in der Reihenfolge an Platz drei stehe, kann ich ihn Ruhe mit dem Fotoapparat dem Trail von Adeline und Ibera folgen. Beide hatten bereits die ein oder andere Einzelstunde und trailen nun zum ersten Mal in der Gruppe.

Ibera darf an Danas "Tüte" schnüffeln

Ibera darf an Danas „Tüte“ schnüffeln

Adeline gibt ihrer Hündin den Suchbefehl und schon geht es los. Die vierbeinige Dame hat sichtlich Freude daran, jetzt etwas zu tun.

... und ab geht die Post ...

… und ab geht die Post …

Weder Adeline noch ich haben darauf geachtet, wohin Dana entschwunden ist – na gut, wir sollen ja auch nicht darauf achten, denn schließlich sollen unsere Hunde ja die Personen suchen und finden, ohne, dass wir immer gleich in die korrekte Richtung weisen. Ibera jedenfalls findet die ganze Sache toll: Sie schnüffelt mal hier, schaut hinter dem einen oder anderen Grashalm nach, ob da nicht ein Spürchen zu finden ist, wechselt die Richtung …

... hier könnte doch auch etwas sein ...

… hier könnte doch auch etwas sein …

Ibera führt uns in ein Pflanzenlabyrinth und macht noch den ein oder anderen Abstecher. Wir haben die Vermutung, dass sie eigentlich den Weg abkürzen will. Aber Frauchen und ihr gesamter Troß passen nicht durch das dornige Gestrüpp und die Bäume … 😉 … aber kurze Zeit später findet Ibera Dana und wird ordentlich belohnt.

... gefunden!!!

… gefunden!!!

Für uns geht es nun zurück zum Parkplatz, wo Claudia und Sambo schon warten.

Claudia und Sambo warten

Claudia und Sambo warten

Ich soll nun schon einmal Dayo fertigmachen und kann also dem Trail der beiden nicht folgen. Claudia hat sich die Mühe gemacht, kurz zusammenzufassen, wie die Trails mit Sambo und Kira (von der ich heute leider keine Fotos machen konnte) gelaufen sind. Sambo ist auf der Suche nach Dana. Die ersten Meter sehen gut aus. Er ist zielstrebig (Frauchen ist glücklich!). Dann geht es auf offenes Gelände. Sambo weiß nicht weiter. Nach einer Weile zeigt ihm Claudia die richtige Richtung. Aber kurz darauf kommen zwei freilaufende Hunde auf das Mantrailing-Team zu. Einer davon macht nicht den allerfreundlichsten Eindruck (und wir erinnern uns: Sambo legt auch keinen gesteigerten Wert auf positive Kontakte zu seinen Artgenossen). Miriam greift in das Geschehen ein und versucht, die beiden fremden Hunde von Sambo abzudrängen, der natürlich etwas unwillig die ganze Situation „kommentiert“. Es kehrt Ruhe ein, Sambo setzt seine Suche fort, ist letztendlich natürlich erfolgreich und lässt sich von Dana ausgiebig belohnen. Die Hundephilosophin erklärt, dass es bei solchen Ablenkungen oft dazu kommt, dass die Hunde aus der Suche „aussteigen“ und nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Aber Sambo hat es ja dann doch geschafft!!

Dayo ist abmarschbereit

Dayo ist abmarschbereit

Dayo ist schon in Wartestellung, und ich muss aufpassen, dass er nicht gleich hinter Dana herrennt. Wir warten noch einen Augenblick bis sie verschwunden ist und dann geht es auch schon los. Mein Bär ist heute wieder vorbildlich und das Beste: Er hat sein Tempo mehr oder weniger etwas reduziert, sodass ich auch halbwegs gut hinter ihm herkomme. Auf jeden Fall ist er heute sehr aufmerksam und zielstrebig. Das gefällt mir. Ohne zögern, biegt er auf das ehemalige Rollfeld des Flugplatzes ab. Hier ist es ziemlich windig. Er zögert. Links sitzen zwei junge Männer auf einer Bank, geradeaus spielt ein Familienhund mit seinen Zweibeinern. Tscha, das sind wohl alles keine Suchpersonen. Dayo steht mit der Nase im Wind. Er schaut sich um, prüft immer wieder die Witterung und nach einer kleinen Weile dreht er nach rechts ab und trabt auf die Bäume zu. Kurz darauf findet er auch Dana und freut sich riesig, als er sich mit Leckerlis vollstopfen lassen darf.

Ich bin ein toller Bär, oder?

Ich bin ein toller Bär, oder?

Nun ist Claudia mit Kira an der Reihe. Leider gibt es auch hier keine Fotos, denn ich bereite Suri für ihren Trail vor. Auch hier hat Claudia ihren Trail mit ihrer Hündin dankenswerter Weise beschrieben!

Am Bienenhotel muss Kira auf jeden Fall vorbei

Am Bienenhotel muss Kira auf jeden Fall vorbei

Auf der Suche nach Dana zeigt sich Kira anfangs in dem ihr eigenen, etwas langsamen Tempo sehr zielstrebig. Kira hat ja nun in den vergangenen 7,5 Jahren gelernt, dass man nicht an der Leine ziehen darf. Wenn die Leine auf Zug geht, bleibt sie eben stehen! Aber das kriegen wir schon irgendwann hin. Die Dame zeigt sich etwas unsicher, und auch Miriam ist der Meinung, dass die Suchperson hier keineswegs entlang marschiert sein kann. Also versuchen Claudia und Miriam, Kira wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Nach einigem hin und her – man muss ja wohl nicht alles gleich glauben, was einem Zweibeiner so sagen – folgt sie wieder einer Spur. Dann ist Dana auch gefunden und Kira wird ordentlich belohnt. Dana erklärt dann, dass sie den Weg, den Kira zum Schluss genommen hat, gar nicht gelaufen ist! Nun ist auch klar, warum die vierbeinige Dame so durcheinander war. Manchmal sollte man halt doch auf seinen Hund hören … 😉

Jetzt darf Suri Adeline suchen. Die Maus macht sich gemählich auf den Weg. Es geht an mehreren Gebäuden vorbei, wobei die verschiedenen Eingänge auch kurz überprüft und sofort für „falsch“ befunden werden. Der starke Wind sorgt dafür, dass Suri ab und an mal stehen bleibt und sich suchend umblickt. Oder hat sie heute keine Lust? Doch. Langsam aber stetig bewegt sie sich in die richtige Richtung. Adeline hockt im hohen Gras versteckt. Suri schaut in die richtige Richtung, kann sie aber im ersten Moment nicht entdecken. Da bewegt sich Adeline ein wenig und schon springt Suri begeistert auf sie zu!

Erfolgreiche Suche für Suri

Erfolgreiche Suche für Suri

Nun geht es weiter mit dem zweiten Trail mit Ibera, Sambo, Dayo und Kira … während ich Suri im Auto verstaue und Dayo fertig mache, sind Adeline und Ibera auf dem Weg. Wir haben heute bereits viel Zeit benötigt, sodass Dayo und Sambo fast zeitgleich starten. Sambo begibt sich auf die Suche nach Margherita und muss dabei wirklich gemeine „Geruchs“-Hindernisse überwinden – Mülltonnen, betörender Kaffee- und Essensduft – da kann man schon einmal schwach werden. Mit winzigen Hilfestellungen von Miriam und Claudia (na ja, Hilfestellung ist ja auch gemein: Man hat den armen Kerl einfach davon abgehalten, in das Café, aus dem diese Wahnsinnsdüfte kamen, reinzumarschieren …) findet Sambo seine Suchperson.

... weit und breit keine Suchperson ...

… weit und breit keine Suchperson …

Dayo indes zeigt sich auch auf seinem zweiten Trail ausgesprochen professionell. Das Tempo ist schnell, aber immer noch im Rahmen von Frauchens Möglichkeiten (zumindest, wenn es jetzt keine fünf Kilometer so weiter geht). Von der ehemaligen Landebahn geht es dann auch auf die Wiese und kurz darauf findet Dayo seine Suchperson. Während ich Dayo schnell ins Auto zurückbringe und Suri hole, absolviert Kira ihren zweiten Trail. Und diesmal läuft alles prima. Sehr zielstrebig und für Kiras Verhältnis auch sehr schnell geht es los. Auch die Leine war teilweise leicht auf Zug, und Kira blieb nicht stehen. Das gibt eine fette Belohnung!

Suri auf der Suche

Suri auf der Suche

Für Suri gibt es auf ihrem zweiten Trail etwas erschwerte Bedingen (oder sind es erschwerte Bedingungen für das Frauchen?): Die Distanz ist relativ groß und meine Maus muss über eine Brücke laufen … sie ist flott und fröhlich unterwegs. Nur an der Brücke zögert sie etwas, bevor sie diese mutig in Angriff nimmt.

... gefunden ...

… gefunden …

Dann biegt sie auch schon rechts ab. Es dauert zwar noch einen Augbenblick bis sie sich wirklich sicher ist, aber dann läuft sie schwanzwedelnd auf Margherita zu.

An dieser Stelle herzlichen Dank an Claudia für ihre Textunterstützung und an unsere Hundephilosophin, die mir die Fotos mit Suri auf ihrem zweiten Trail zur Verfügung gestellt hat.

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