Reiseziele, Slowenien
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Slowenien mit Hund: Unterwegs rund um Bovec und die Soča

Slowenien mit Hund

Gastbeitrag – Ein freundliches „Dober dan“ aus dem Süden Hessens! Wir – das sind Corinna, Sabine und natürlich unsere vierjährige Hündin Sara, ein fuchsfarbener Kokoni-Mix. Von unserem Basislager in Rodgau zieht es uns regelmäßig hinaus in die Welt. Dieses Mal stand Slowenien mit Hund auf unserem Reiseplan: Unser Ziel war Bovec in den Julischen Alpen. Auf dem Rückweg legten wir außerdem noch einen Zwischenstopp in Hinterglemm ein.

Bovec – unser Basislager in den Julischen Alpen

Da Corinna und Sara bereits eine Woche früher nach St. Johann im Pongau gereist waren, kam ich Ende Juni 2026 alleine mit der Bahn nach. Abenteuerlich, sage ich euch, bei den ständigen Zugausfällen und spontanen Gleiswechseln … 😉.

Weniger abenteuerlich sollte es dann zum Glück in Slowenien weitergehen. Unsere Ferienwohnung „Mountain View“ in Bovec, mitten in den Julischen Alpen und ganz in der Nähe des Triglav-Nationalparks, übertraf jedenfalls all unsere Erwartungen.

In unserer Ferienwohnung in Bovec haben wir uns sehr wohlgefühlt | Foto: Sabine Voltz
In unserer Ferienwohnung in Bovec haben wir uns sehr wohlgefühlt | Foto: Sabine Voltz

Ein privater Parkplatz direkt vor der Tür, viel Platz, eine große Küche, ein bequemes Bett mit Blick auf die Berge und eine liebevolle Einrichtung. Hier konnten wir es uns richtig gemütlich machen. Und dann war da noch die Klimaanlage! Bei Temperaturen zwischen 38 und 42 Grad war sie tatsächlich unsere Rettung. Auch für die abendliche Fußball-WM war dank Fernseher gesorgt.

Unsere Ferienwohnung lag mitten in Bovec und war trotzdem ruhig | Foto: Sabine Voltz
Unsere Ferienwohnung lag mitten in Bovec und war trotzdem ruhig | Foto: Sabine Voltz

Die Ferienwohnung befindet sich in einem schön hergerichteten Altbau mitten in Bovec und liegt trotzdem angenehm ruhig. Für uns war sie damit der ideale Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen rund um die Soča und in den Julischen Alpen.

Unterhalb von Bovec schlängelt sich die Soča – auf Italienisch Isonzo – durch die Julischen Alpen. Besonders schön lässt sich der smaragdgrüne Fluss von der Čezsoča-Brücke aus bewundern. Und genau die Soča war einer der Hauptgründe, warum unsere Wahl dieses Mal auf Slowenien mit Hund fiel. Mit ihrem unglaublich klaren, türkisgrünen Wasser prägt sie den Nordwesten des Landes und macht das Soča-Tal zu einem Paradies für Natur- und Aktivurlauber.

Der Fluss Soča leuchtet türkisblau | Foto: Sabine Voltz
Der Fluss Soča leuchtet türkisblau | Foto: Sabine Voltz

Für uns gab es aber noch einen weiteren, ganz praktischen Grund: Sara liebt Wasser. Anders als nach einem Bad im Meer mussten wir ihr hier nicht ständig das Salzwasser aus dem Fell waschen. In der Soča und den anderen Flüssen der Region konnte sie nach Herzenslust durchs Süßwasser planschen, was auch ihrem empfindlichen Verdauungssystem deutlich besser bekommt.

Endlich an der smaragdgrünen Soča

Unsere erste Wanderung führte uns natürlich direkt zur Soča und die hat uns gleich doppelt umgehauen: mit ihrer beeindruckenden Farbe und ihrer Temperatur. Schließlich ist die Soča ein Gebirgsfluss und selbst bei 40 Grad Lufttemperatur gerade einmal rund 12 Grad „warm“.

Natürlich mussten wir das trotzdem ausprobieren und wagten uns tatsächlich bis zum Hals ins Wasser. Ich sage euch: Eine halbe Minute kann verdammt lang sein! Bei der Hitze war das eiskalte Wasser allerdings eine herrliche Erfrischung, die erstaunlich lange anhielt.

Auch Sara konnte an vielen Stellen ins Wasser. Zum ausgiebigen Schwimmen war ihr die Soča offenbar ebenfalls etwas zu frisch. Viel lieber stand sie mit den Pfoten im Wasser und suchte nach Steinen. Das änderte sich schlagartig, als sie in einem Seitenarm kleine Fische entdeckte. Plötzlich war die Wassertemperatur völlig nebensächlich – Sara hatte ihren Spaß und war kaum noch aus dem Wasser zu bekommen.

Wasserfälle, Schluchten und ein kleiner Abstecher nach Italien

Auch unsere Tagestouren haben uns begeistert. Meine Erwartungen an Slowenien, die Menschen und die Region wurden dabei deutlich übertroffen. Überall fiel uns auf, wie sauber es ist, und wir begegneten ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Auch mit Sara fühlten wir uns überall willkommen.

Die Verständigung war ebenfalls unkompliziert: In Bovec kamen wir mit Englisch problemlos zurecht, und erstaunlich oft konnten wir uns sogar auf Deutsch verständigen.

Wasserfall Kozjak

Der Wasserfall von Kozjak | Foto: Sabine Voltz
Der Wasserfall von Kozjak | Foto: Sabine Voltz

Der rund 15 Meter hohe Wasserfall liegt versteckt in einer eindrucksvollen Felsenschlucht bei Kobarid. Mit den moosbewachsenen Felsen und dem türkisfarbenen Wasser fühlte ich mich ein wenig wie in einer Szene aus „Jurassic Park“. Der einzige Dino, der hier um die Ecke kam, war allerdings unsere Sara, die mal wieder begeistert nach Stöckchen und kleinen Fischen im Wasser suchte.

Lago del Predil (Italien)

Direkt hinter der slowenisch-italienischen Grenze liegt der wunderschöne Lago del Predil. Etwas geübte Wanderer können den See mit einem trittsicheren Hund umrunden; eine entsprechende Tour findet sich beispielsweise bei Komoot. Allerdings gibt es zwei recht enge und steile Abschnitte. Außerdem führt die Strecke für etwa 700 Meter an einer gut befahrenen Straße ohne Fußweg entlang.

Zauberhafter Lago del Predil - unbedingt besuchen | Foto: Sabine Voltz
Zauberhafter Lago del Predil – unbedingt besuchen | Foto: Sabine Voltz

Dafür warten unterwegs immer wieder tolle Ausblicke auf den See. Anschließend lohnt sich eine Einkehr im „Chalet al Lago“, wo man bei leckerem Essen und einem kühlen Getränk den Blick aufs Wasser genießen kann. Wer mit dem Auto hinauffährt, sollte sich allerdings auf einige Serpentinen einstellen – und auf schöne Aussichtspunkte entlang der Strecke.

Große Soča-Tröge

Spektakulär wird es an den Großen Soča-Trögen. Hier hat sich der türkisfarbene Fluss seinen Weg durch eine bis zu 15 Meter tiefe und stellenweise nur wenige Meter breite Felsschlucht gebahnt. Ein großartiger Ort zum Fotografieren! Mit Hund ist allerdings Vorsicht angesagt: Wegen der Absturzgefahr gehört der Vierbeiner hier unbedingt an die Leine.

Boka-Wassserfall

Schon die Wassermassen des Boka-Wasserfalls sind beeindruckend. Von mehreren Aussichtspunkten lässt sich das Naturschauspiel sehr gut beobachten. Die Wege dorthin waren für uns gut machbar – selbst bei den hohen Temperaturen während unseres Aufenthalts.

Auf den Spuren von Narnia

Filmfans aufgepasst: Einige Szenen aus „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian“ wurden im Soča-Tal gedreht. Auf dem „Narnia Hiking Trail“ kann man sich auf die Spuren der Dreharbeiten begeben. Der Rundwanderweg führt von Bovec unter anderem am ehemaligen Filmset, am Boka-Wasserfall und an den Kiesbänken der Soča vorbei.

Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian wurden im Soča-Tal gedreht | Foto: Sabine Voltz
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian wurden im Soča-Tal gedreht | Foto: Sabine Voltz

Und dann gibt es noch den Narnia Beach, einen bekannten Kiesstrand an der Soča, der bei Wanderern und Urlaubern gleichermaßen beliebt ist. Natürlich durfte auch Sara hier wieder ins Wasser. Überhaupt gibt es entlang der Soča immer wieder schöne Stellen, an denen Hunde eine kleine Badepause einlegen können.

Geschichten am Wegesrand

Rund um Bovec und Kobarid begegnet uns aber nicht nur beeindruckende Natur. Auch die bewegte Geschichte der Region ist an vielen Orten bis heute sichtbar.

Napoleonbrücke bei Kobarid

Die Napoleonbrücke ist ein tolles Fotomotiv | Foto: Sabine Voltz
Die Napoleonbrücke ist ein tolles Fotomotiv | Foto: Sabine Voltz

Die steinerne Brücke spannt sich hoch über das türkisblaue Wasser der Soča und bietet einen spektakulären Anblick. Für uns definitiv ein Ort in Slowenien mit Hund, den man gesehen haben sollte!

Sacrario Militare di Caporetto und Antoniuskirche

Auf einem Hügel oberhalb von Kobarid befindet sich diese eindrucksvolle Gedenkstätte. Hier liegen die sterblichen Überreste von mehr als 7.000 italienischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg an der Isonzofront gefallen sind. Die Anlage erstreckt sich über drei achteckig angelegte Terrassen, über denen die Antoniuskirche thront. Schon die Architektur ist beeindruckend. Wer die Gedenkstätte besuchen möchte, kann entweder mit dem Auto hinauffahren oder den Weg von Kobarid zu Fuß zurücklegen.

Die Gedenkstätte kannst du zu Fuß oder mit dem Auto erreichen | Foto: Sabine Voltz
Die Gedenkstätte kannst du zu Fuß oder mit dem Auto erreichen | Foto: Sabine Voltz

Festung Kluže

Unweit von Bovec erhebt sich die historische Wehranlage rund 70 Meter über der smaragdgrünen Koritnica-Schlucht. Durch ihre strategische Lage an einer Engstelle spielte die Festung in verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle. Heute kann auch das Innere des Forts besichtigt werden.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt außerdem ein Felsentunnel, der hinauf zur Ruine des Fort Hermann führt. Das Besondere: Die Beleuchtung schaltet sich erst ein, wenn man bereits einige Meter in die Dunkelheit hineingelaufen ist. Wir haben uns den Tunneleingang angeschaut, aber mir war die Sache dann doch etwas zu unheimlich. Wer weiß schließlich, ob das Licht nicht ausgerechnet auf halber Strecke wieder ausgeht … 😉

Essen und Trinken in Bovec

Natürlich haben wir uns in Bovec nicht nur durch die Landschaft, sondern auch ein wenig durch das kulinarische Angebot probiert. Dabei gab es durchaus die eine oder andere überraschende Entdeckung.

In Bovec kann man gut Essen gehen | Foto: Sabine Voltz
In Bovec kann man gut Essen gehen | Foto: Sabine Voltz
  • Thirsty River Brewing: Wer gerne Bier probiert, sollte hier auf ein Tasting vorbeischauen. Mein Favorit war tatsächlich das Ananas-Bier, das mich ein wenig an ein IPA erinnerte – ich fand es richtig lecker! Corinna war davon allerdings deutlich weniger begeistert. 😉 Gut geschmeckt hat mir außerdem das slowenische Union Bier, das man auch im Supermarkt bekommt.
  • Gostilna pod Lipco Veselin: Die gut besuchte Pizzeria bietet neben Pizza auch lokale Spezialitäten und Fischgerichte. Wer anschließend noch etwas typisch Regionales probieren möchte, findet hier unter anderem Pelinkovac, einen herben Kräuterlikör, und Brinjevec, einen Wacholderbrand.
  • Pizzerija Črna Ovca: Auch hier war einiges los und die Pizza hat uns geschmeckt. Die Pizzeria liegt beim Tennisplatz und bietet ausreichend Parkmöglichkeiten. Von Bovec aus kann man aber auch gut zu Fuß hinlaufen.

Was wir uns fürs nächste Mal aufgehoben haben

Natürlich haben wir längst nicht alles geschafft, was die Region zu bieten hat. Zwei Ziele stehen deshalb schon auf unserer Liste für einen nächsten Besuch:

  • Heiligengeistkirche Javorca: Die historische Holzkirche aus der Zeit des Ersten Weltkriegs liegt oberhalb des Flusses Tolminka und soll vor allem durch ihre besondere, in Blautönen gehaltene Innengestaltung beeindrucken. Die Anfahrt soll allerdings stellenweise ziemlich eng und abenteuerlich sein. Mit unserem langen und breiten VW-Kombi haben wir deshalb lieber darauf verzichtet.
  • Tolmin-Klamm: Ebenfalls aufgehoben haben wir uns die Tolmin-Klamm mit ihren steilen Felswänden, üppiger Vegetation und dem typisch türkisfarbenen Wasser der Region. Ein guter Grund mehr, noch einmal wiederzukommen.

In Bovec wird es garantiert nicht langweilig

Wer länger in Bovec bleibt und Lust auf Action hat, findet jede Menge Möglichkeiten. Auf und an der Soča werden unter anderem Rafting, Wildwasser-Kajakfahren, Canyoning und Fliegenfischen angeboten. Dazu kommen Paragliding über den Tälern, Ziplines und natürlich zahlreiche Wanderwege – beispielsweise Etappen des Alpe-Adria-Trails.

Urlaub in Slowenien mit Hund? Ja, wir kommen auf jeden Fall wieder. | Foto: Sabine Voltz
Urlaub in Slowenien mit Hund? Ja, wir kommen auf jeden Fall wieder. | Foto: Sabine Voltz

Auch Radreisende haben wir während unseres Aufenthalts immer wieder getroffen. Und wer es etwas gemütlicher mag, kann sich eine schöne Badestelle an der Soča suchen oder bei einer Wanderung eine der vielen Hängebrücken der Region überqueren. Langweilig wird es rund um Bovec jedenfalls so schnell nicht.

Zwischenstopp in Hinterglemm

Auf dem Heimweg machten wir noch für zwei Nächte Station in Hinterglemm. Im „Hofers Herzstück“ fühlten wir uns – inklusive Sara – sehr willkommen. Die Zimmer waren frisch renoviert, unsere Gastgeber ausgesprochen freundlich und morgens wartete ein liebevoll zubereitetes Frühstück auf uns. Ein schöner Abschluss unserer Reise, bevor es endgültig wieder Richtung Heimat ging.

Slowenien mit Hund – Fazit

Slowenien hat uns überrascht und begeistert: mit seiner abwechslungsreichen Landschaft, der beeindruckenden Natur und natürlich der smaragdgrünen Soča. Auch mit Sara haben wir uns überall sehr willkommen gefühlt und konnten unsere Tage mit Wandern, Entdecken und jeder Menge Wasserspaß genießen.

Für uns steht deshalb fest: Das war ganz sicher nicht unser letzter Besuch in Slowenien. Wir kommen wieder!

Nasvidenje – auf Wiedersehen!

Sabine war mit ihren Reiseberichten schon häufiger zu Gast auf HundeReisenMehr. Wenn ihr noch mehr von ihren Reisen mit Corinna und Sara lesen möchtest, findest du hier ihre bisherigen Gastbeiträge:

Text und Fotos: Sabine Voltz

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