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Wann wird es endlich wieder Sommer?

Wann wird es endlich wieder Sommer?

Eigentlich bin ich ja kein „Wetter-Meckerer“. Ich kann mich für einen richtigen Winter genauso begeistern wie für einen lauen Frühlingstag, einen sonnigen (aber bitte nicht zu heißen) Sommer oder für einen nebligen Herbsttag. Aber im Moment geht mir das Wetter echt auf die Nerven. Am Montag hatte ich schon fast das Gefühl, dass der Frühling seine ersten Boten ausgeschickt hat.

Die ersten Vorboten des Frühlings?

Die ersten Vorboten des Frühlings?

Sonne, kaum Wind und – das ist ganz besonders wichtig – kein Regen!!! Gestern dann wieder Schnee, aber nasser Schnee. Der Mittagsspaziergang mit Dayo und Suri ging im Schneeregen vonstatten, der Boden leider nicht gefroren … Matsch … bäääähhhhh!

Und heute? Heute ist es „angenehm“ kalt, bewölkt mit sonnigen Abschnitten und die Wege – zumindest die betonierten – sind trocken! Wem dann das Fell juckt, der wälzt sich eben mal kurz!

... und wenn die Wege trocken sind, dann geht's aber los ...

… und wenn die Wege trocken sind, dann geht’s aber los …

Kann es denn jetzt nicht mal so bleiben? Kalt und Winter oder etwas wärmer und Frühling? Aber bitte kein Regen, Regen, Regen, Matsch, Matsch und Matsch mehr …

Mantrailing - Lachen ist gesund!

Mantrailing – Lachen ist gesund!

Die nächste Mantrailing-Stunde ist angesagt: Ort des Geschehens ist diesmal das Gelände rund um die Krebsmühle in Oberursel. Kurz vor dem Ziel fällt mir ein, dass ich meinen getragenen Strumpf im Plastiktütchen zu Hause habe liegen lassen. So ein Mist. Aber vielleicht hat Miriam, die Hundephilosophin, ja eine „fremde“ Suchperson dabei. Ansonsten kann ich einen Handschuh von mir und ein Kottütchen nehmen … schauen wir mal! Es kommt dann aber doch ganz anders …

Andächtig hören Margit und Enya zu

Andächtig hören Margit und Enya zu

… denn heute benötigen wir gar keine getragenen Objekte. Heute soll die Lust unserer Vierbeiner auf das Suchen von Personen gesteigert werden. Heute sollen Dayo, Suri, Thani und Enya einmal so richtig Spaß haben bei der Suche. Und diese ganze Sache nennt man in Fachkreisen dann Basis-Trailing. Wir sind gespannt. Enya und Thani dürfen anfangen. Ich halte Enya an der Leine etwas abseits vom Ort des Geschehens und fungiere zusätzlich später auch als Schal-Aufsammlerin. Thani im Arbeitsgeschirr schaut Miriam erwartungsvoll und sehr, sehr aufmerksam an – hat sie doch Leckerlis in der Hand. Mit ein paar Leckerlis, die ins Maul wandern, und lockenden Worten erringt Miriam nun die gesamte Aufmerksamkeit des Ridgeback-Rüden. Dann dreht sich die Hundephilosophin um und rennt weg. Nach ein paar Schritten lässt sie ihren Schal fallen und rennt weiter.

Am Schal gibt es für Thani den Suchbefehlt

Am Schal gibt es für Thani den Suchbefehl

Miriam ist noch nicht außer Sichtweite, aber Thani kann es kaum erwarten, ihr hinterher zu laufen. Margit führt ihn an den Schal und gibt die Befehle. Dann geht es auch schon ohne Verzögerung los. Und das auch ziemlich schnell. Margit kann das Tempo gar nicht halten und lässt die Leine los. Thani rast begeistert los. Margit, Martina und Enya ebenfalls hinterher … die letzten Meter wird Enya so schnell, dass ich sie sicherheitshalber auch los lasse – und weg ist sie!

Beide Hunde werden belohnt.

Beide Hunde werden belohnt.

Nach einem weiteren motivierenden Suchspiel für Thani ist Enya dran, die dieser Art des Suchens ebenfalls begeistert nachkommt. Margit und ich müssen dabei ständig lachen, weil ihre beiden Ridgeback ganz begierig darauf sind, Miriam (oder die Leckerlis?) zu finden … die Hundeführerin bleibt dabei immer ein wenig auf der Strecke, und ich habe Thani auch nicht so richtig im Griff! Auf dem Weg zurück zu den Autos erklärt uns Miriam, dass man diese Art des Motivierens natürlich nicht allzu oft machen kann. Die Hunde dürfen ja der „Suchperson“ beim Weglaufen hinterher schauen. Gerade bei Sichtjägern – und das sind die Rhodesian Ridgebacks – kann das durchaus dazu führen, dass sie dann die Nase nicht mehr einsetzen. Nun sind wir dran. Dayo und Suri dürfen aus dem Auto.

0213 Mantrailing 9

Dayo fängt an. Margit fungiert als Hundeführerin von Suri sowie als Schal-Aufsammlerin. Wie zuvor bemüht sich Miriam mit Leckerlis und netten Worten um die Aufmerksamkeit meines Rüden. Dann rennt Miriam davon, um sich zu verstecken. Dayo und ich laufen zum Schal – in diesem Moment kann jeder schon von weitem sehen, dass Dayo wirklich ein echter Sichtjäger ist, denn er interessiert sich nur mittelmäßig für den Schal. Er steht mit hochaufgerichtetem Hals und versucht, Miriam mit den Augen zu entdecken. An sich brauche ich den Suchbefehl gar nicht geben, denn Dayo rast schon los … 20 Meter weiter gebe ich auf und lasse die Leine los. Darauf scheint mein Bärchen nur gewartet zu haben, denn er legt nochmals an Tempo zu und schießt zielstrebig auf Miriam zu. Hinter mir höre ich nur lautes Lachen. Neben mir sehe ich aus den Augenwinkel nur den Schatten von Suri, die an mir vorbei ebenfalls auf unsere Trainerin zurast. Auch der zweite Suchversuch von Dayo endet unter lautem Gelächter. Margit und ich sind weit abgeschlagen, aber Dayo und Suri lassen sich mit Leckerlis verwöhnen … irgendwie ist das Ziel ja auch erreicht.

Suri interessiert sich mehr für die Hasenspuren

Suri interessiert sich mehr für die Hasenspuren

Jetzt ist Suri dran. Aber da hat natürlich keiner mit Dayos Begeisterung für das Mantrailing und ganz offensichtlich für das heutige Motivationssuchen gerechnet. Suri macht sich zwar zielstrebig, aber nicht wirklich rasend schnell auf die Suche nach der davon gelaufenen Trainerin. Ich bin ganz froh und denke, dass ich immerhin dieses Mal an anderen Ende der Leine dranbleiben werde. Denkste! Aus dem Hintergrund ertönt ein lauter Schrei und dann langanhaltendes Gelächter. In diesem Moment schießt Dayo an mir und Suri vorbei. Das motiviert Suri umgehend dazu, mehrere Gänge nach oben zu schalten. Und? Tscha, weg ist sie. Hinter Dayo her. Margit und ich können uns vor lauter Lachen kaum beruhigen … Es gibt einen zweiten Versuch für Suri. Diesmal darf Margit Suri führen. Ich bleibe mal mit Dayo zurück … bei mir macht er keine Zicken. Er würde Miriam zwar gerne nachsetzen, bleibt aber schön bei mir. Suri allerdings interessiert sich nicht die Bohne für die ihr gestellte Aufgabe. Sie schnüffelt mal hier. Sie schnüffelt mal da. Oh, da waren doch irgendwann mal Hasen unterwegs, oder? Hin und wieder geht der Blick in die Richtung, in die Miriam gelaufen ist. Ich bin mir sicher, dass Madame ganz genau weiß, was sie machen soll und wo die Trainerin sich versteckt. Aber sie möchte jetzt halt nicht. Vielleicht kann Dayo sie ja animieren? Ich lasse ihn los – er jagt sofort in die richtige Richtung. Ich übernehme Suri. Madame hat gnädigerweise den richtigen Weg eingeschlagen. Aber die Worte „schnell“, „begeistert“ und „zielorientiert“ kommen heute in ihrem Wortschatz nicht vor. Vielleicht wieder beim nächsten Mal. Spaß gemacht, hat es trotzdem!

Winter-M(ee)rchen am Ostseestrand

Winter-M(ee)rchen am Ostseestrand

Werbung – „Es war einmal an der Ostsee. Zu einer Zeit, in der die Winde Winterwolken vor sich her treiben und die Wellen eine feine Gischt zaubern!“ So beginnt der Videoclip des Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde, der das Übernachtungsarrangement „Winter-M(ee)rchen am Ostseestrand“ vorstellt. Und gleich darauf betont die sonore Männerstimme, dass in diesem Hotel auch die vierbeinigen Freunde herzlich willkommen sind.

Wintergischt an der OstseeFoto: Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde

Wintergischt an der Ostsee
Foto: Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde

Ein Winterspaziergang an der Ostsee – das ist wunderbar erholsam. Wenn man sich gut eingepackt dem kalten Wind entgegen stemmt und am Strand mit seinen Vierbeinern und den Wellen um die Wette läuft … herrlich. Danach geht es dann zurück ins Hotel, das direkt an den Ostseedünen des Warnemünder Sandstrands liegt. Bei einem steifen Grog oder einer heißen Schokolade kann man sich aufwärmen und Pläne für den nächsten Spaziergang oder eine Wanderung schmieden: So bietet sich gerade mit Hunden eine Wanderung durch die „Rostocker Heide“ an. In dem 5.600 Hektar großen Gebiet kann man eine abwechslungsreiche Landschaft mit fast unberührten Stränden gut zu Fuß erkunden. Wer Glück hat, kann Eisvögel oder Seeadler sehen.

Das Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde im SommerFoto: Hotel

Das Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde im Sommer
Foto: Hotel

Das „Winter-M(ee)rchen am Ostseestrand“ ist ab 99 Euro pro Nacht und Zimmer (bei einer Belegung von zwei Personen) noch bis zum 28. Februar 2013 buchbar und enthält Frühstück vom Schlemmerbuffet mit Ostseeblick, täglich von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr ein Stück Kuchen und Kaffee, persönlicher PKW-Stellplatz auf dem abgeschlossenen Hotelparkgelände, Nutzung der hoteleigenen Freizeitanlagen und Spätabreise bis 14.00 Uhr. Der Mindestaufenhalt für dieses Arrangement beträgt drei Nächte.

Hunde sind im Best Western Hanse Hotel Rostock-Warnemünde willkommen und werden mit Fressnapf, Kuscheldecke und Leckerli im Zimmer begrüßt. Sie dürfen allerdings nicht mit ins Restaurant. Pro Vierbeiner (max. zwei im Zimmer) und Nacht werden 10 Euro berechnet.

Schade, dass man von Frankfurt aus nicht einfach mal schnell über’s Wochenende nach Warnemünde rauschen kann … für ein Wochenende ist es halt einfach zu weit weg … aber irgendwann klappt es ja vielleicht für ein paar Tage länger ….

Weitere Informationen unter www.hanse-hotel.de

IBERIA Express und die Kaugummis

IBERIA Express und die Kaugummis

Natürlich fragt sich jetzt der ein oder andere, was wohl IBERIA Express mit HundeReisenMehr zu tun hat. Da mein Blogtitel allerdings aus zwei Sichtweisen interpretierbar ist – a) „Hunde reisen mehr“ oder b) „Hunde und Reisen und mehr“ – entscheide ich mich heute einmal für Variante b). Vergangene Woche war ich geschäftlich in Madrid unterwegs und bin eigentlich mit airberlin geflogen. Dieser Flug wurde von IBERIA Express bedient, wobei ich mir dabei an sich nichts Böses dachte. Das Boarding morgens um 7.00 Uhr verläuft dann auch überraschend – ich hatte es bisher noch niemals erlebt, dass man einfach direkt bei Ankunft am Gate ins Flugzeug marschieren kann. Klasse.

Kaum im Flugzeug reibe ich mir allerdings erschrocken meine Augen. Die Sitzreihen sind extrem eng gestellt – auch in der sogenannten Business Class. In der Economy Class geht es noch enger zu. Mein Platz ist in Reihe 4 der Fensterplatz F. Was ein Glück, dass ich keinen Bord Trolley dabei habe: Über den Sitzen sind bereits alle Kapazitäten erschöpft. Unter dem Vordersitz hätte ich einen Trolley nicht unterbringen können, weil ich ihn nicht hätte kippen können – dafür ist nicht genügend Platz vorhanden. Ich quetsche mich also auf meinen Platz und verfluche mich innerlich dafür, so ein Sparknochen zu sein. Ich setze mich hin. Mein Rücken ist jetzt in einer extrem geraden Haltung (tut auch weh nach einer Weile – bin ja schließlich keine 20 mehr …). Meine Knie stoßen direkt an den Vordersitz – da passt nicht einmal mehr ein Stück Papier dazwischen.

Sitzkomfort = 0

Sitzkomfort = 0

Aber gut – schließlich kostet der Flug Frankfurt – Madrid – Frankfurt an einem Tag hin und zurück bei Lufthansa mehr als doppelt so viel. Da darf man wohl nicht meckern. Für eine Person, die nicht größer als 1,65 m ist, ist das ja auch alles völlig problemlos. Ist ja mein Problem, dass ich 1,80 m auf die Messlatte bringe. Da der Mittelsitz leer bleibt und ich nette Fluggesellschaft habe, geht es eigentlich dann doch soweit ganz gut. Bis … ja, bis …

... lecker ...!

… lecker …!

Bis mein Blick auf die Armlehne des Vordersitzes fällt. Und was entdecke ich da? Einen zerkauten, rosafarbenen Kaugummi. Mal abgesehen davon, dass der Zustand der Armlehne vor mir auch nicht unbedingt für ein „gepflegtes Ambiente“ steht. Was soll ich dazu sagen? Lecker? Ich gehe mal stark davon aus, dass die Maschine an diesem Morgen ihren ersten Flug bestritt … das Reinigungspersonal hat diesen Kaugummi also übersehen. Wer weiß, wie lange schon! Ich bin allerdings froh, als wir in Madrid landen – zur Ehrenrettung der Airline sei hier gesagt: äußerst pünktlich! Und jetzt tut das Laufen durch den Flughafen richtig gut!

Am Abend bin ich pünktlich zurück am Flughafen Madrid Barajas – Terminal 4 und mustere verstohlen die anderen Passagiere am Gate. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es außer mir keine Menschen auf diesem Flug gibt, die länger als 1,70 m sind … na ja, ich gönne mir ein Frozen Yoghurt und harre der Dinge, die da kommen mögen. Auch auf dem Rückflug sitze ich in Reihe 4 auf dem Fensterplatz F. Ich halte den Atem an und hoffe, dass der Platz neben mir frei bleibt. Jaaaaa, ich habe Glück.

Kaum zu glauben, aber wahr: noch ein Kaugummi!

Kaum zu glauben, aber wahr: noch ein Kaugummi!

Als ich mich häuslich eingerichtet habe, traue ich meinen Augen nicht. An meinem Vordersitz – fast an der gleichen Stelle wie in der Morgenmaschine – klebt wieder ein Kaugummi. Erst einmal überprüfe ich anhand meiner Fotos, ob ich vielleicht in der selben Maschine wie heute morgen sitze. Dann müsste es ja auch der gleiche Kaugummi an der gleichen Stelle sein. Fassungslos starre ich auf mein Handy – es ist eine andere Maschine, ein anderer Kaugummi und eine andere Armlehne … da bin ich dann mal sprachlos!

Abstandsmessung

Abstandsmessung

Dann nehme ich einfach mal eine Sitzabstandsmessung vor: Der Abstand zwischen Sitz und Vordersitz beträgt exakt ein iPad-Länge! Mehr nicht! Das tut sehr, sehr weh, wenn die Maschine ausgebucht ist!

Buche ich beim nächsten Mal lieber wieder Lufthansa? Theoretisch: ja! Praktisch: das kommt darauf an … etwas mehr als zwei Stunden halte ich es in einer solchen Position (und vielleicht ohne angenagte Kaugummis) mehr oder weniger aus (zumindest, wenn der Platz neben mir frei ist) … und der Ticketpreis ist meistens (leider) das schlagende Argument!

Fazit: Beide Maschinen von IBERIA Express waren Innen ziemlich vergammelt – nicht wirklich schmutzig, aber schlampig und an ganz vielen Stellen waren die Sitze oder die Trenngardinen kaputt! Getränke und Snacks müssen extra bezahlt werden. Wenn man das weiß, kann man sich ja vorher Brötchen schmieren und mitnehmen. Und 2,50 Euro für eine Dose Cola Light erscheint mir bezahlbar – dafür hat man ja ein unschlagbar günstiges Flugticket gekauft. Über die Freundlichkeit der Flugbegleiterinnen kann ich mich nicht beschweren. Die waren alle sehr nett. Beide Flüge waren extrem pünktlich, was wohl Seltenheitswert hat.

Mantrailing und was ein Laternenpfahl damit zu tun hat

Mantrailing und was ein Laternenpfahl damit zu tun hat

Der Ort des Geschehens ist diesmal wieder der Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach. Wie fast überall in Deutschland liegt auch in der Stadt – na ja, im Vorort auf jeden Fall – richtig viel Schnee.

Frankfurter Vorort im Schnee

Frankfurter Vorort im Schnee

Für diese Trainingsstunde haben wir leider keine „fremde“ Suchperson begeistern können, so müssen wir uns mit uns selbst behelfen.  Da es ziemlich kalt ist, soll heute kein Hund alleine im Auto warten müssen, d.h. wir starten paarweise: Enya und Thani dürfen anfangen. Margit bekommt von mir die Plastiktüte mit den Stinkesocken, und ich soll mich verstecken. Allerdings in „erschwerter Form“, denn ich nehme Thani mit mir … er folgt mir auch wohlerzogen, legt jedoch alle paar Meter einen Stopp ein, in der Hoffnung, Frauchen taucht wieder auf. Tut sie aber nicht. Da wir beide den Auftrag haben, uns am Waldrand zu verstecken, haben wir vom Parkplatz erst einmal eine ganz schöne Strecke zu bewältigen. Endlich ist ein passender Platz hinter einem Baum gefunden, und es heißt erst einmal warten. Thani ist ganz brav, späht aber immer wieder um den Baum herum. Nach einer Weile kann ich Margit und Enya mit der Hundephilosophin kommen sehen. Es sieht sehr zielstrebig aus und kurze Zeit später sind wir gefunden. Margit ist glücklich, dass Enya freudestrahlend auf mich zu rennt. Vielleicht hat sie die Spur von Thani in der Nase gehabt, vielleicht die von mir … gefunden hat sie mich (oder doch vielleicht nur die besonders leckeren Leckerlis) auf jeden Fall.

Erleichterung bei Margit (und auch bei Thani)

Erleichterung bei Margit (und auch bei Thani)

Miriam erklärt mir, wo ich mich verstecken soll. Ich laufe los – allerdings ohne Enya. Enya bleibt bei unserer Trainerin und somit auch in der Nähe ihres Frauchens, denn sie mag gar nicht mit Fremden mitgehen … das wird später bei Suri auch nicht anders sein. Ich jedenfalls habe einen tollen Baum als Versteck gefunden – direkt am Bach. Und es gelingt mir sogar, die Kamera einsatzbereit zu halten und ein paar Schnappschüsse von Margit und dem mantrailendem Thani zu machen.

... da kommt er ...

… da kommt er …

Es dauert eine ganze Weile, aber endlich sehe ich Thani aus dem Wald kommen und bin mir sicher, dass er gleich entdecken wird, wo ich bin. Aber nein, er schaut zwar mal in die Richtung meines Verstecks, marschiert aber auf dem Weg weiter und ist damit vorbei an mir.

... wo ist sie denn?

… wo ist sie denn?

Nach einer Weile schaltet sich Miriam ein. Margit soll einmal stehen bleiben und die Richtung wechseln, um ihrem Rüden zu zeigen, dass er im Moment auf dem Holzweg ist. Thani nimmt meine Spur erneut auf, und endlich findet er mich. Natürlich wird er reich belohnt. Nun geht es für uns alle zurück zum Ausgangspunkt, denn nun sind Suri und Dayo dran.

Suri und Dayo trailen in der "Stadt"

Suri und Dayo trailen in der „Stadt“

Ich übergebe Dayo an Margit und hoffe, dass er keine Randale macht (hinterher bin ich ein bisschen enttäuscht, als Margit mir erzählt, dass er ohne Zicken mit ihr gegangen ist … ;-)). Während sich Margit versteckt, bereite ich Suri vor: Geschirr an, lange Leine. Dann darf Suri einen tiefen Zug aus der Stinkesocken-Tüte nehmen und es ereilt sie der Befehl „Search“. Los geht es. Über den Eschbach. Suri ist zielstrebig. Entscheidet sich dann aber für die falsche Richtung und schnüffelt intensiv weiter. Nach ein paar Metern folge ich den Anweisungen der Hundephilosophin: Stehen bleiben und ohne Druck versuchen, sie zurück zur Kreuzung zu schaffen. An der Kreuzung angekommen, entscheidet sich Suri diesmal für die richtige Richtung, wird jedoch immer mal wieder von anderen total tollen Gerüchen abgelenkt … irgendwann haben wir es geschafft. Margit ist entdeckt und Suri wird reichlich belohnt.

Dayo startet an der Kirche

Dayo startet an der Kirche

Nun ist Dayo an der Reihe, der erst einmal außer Rand und Band ist und mich begrüßt, als habe er mich wochenlang nicht gesehen. Suri bleibt in der Obhut von Miriam und Margit versteckt sich. Für Dayo gibt es heute richtig erschwerte Bedingungen, denn wir laufen auch ein Stück entlang der Hauptstraße. Aber zunächst geht es um die Kirche herum. Hier biegt Dayo kurz links ab, verifiziert, dass es die falsche Richtung ist und will weiter. Leider habe ich ihn auf seine Erkenntnis hin, dass er sich auf dem „Holzweg“ befindet, deutlich gelobt. Daher glaubt er, dass der falsche Weg doch der richtige ist und durchsucht nochmals alle Ecken, die zum Eingang der Kirche führen, bevor wir wieder in der Spur sind. Auch Dayo lässt sich bei seiner Suche durchaus von anderen Dingen ablenken. Aber letztendlich biegt er ohne große Probleme rechts in einen kleine Straße ab, an deren Ende sich Margit versteckt. Überglücklich lässt er sich auch ausgiebig belohnen.

Nun geht es wieder zurück zu unserem Parkplatz. Alle Hunde sollen zurück ins Auto. Hmmm, das ist doch komisch. Sonst hat doch jeder Hund zwei Suchdurchläufe. Sind wir schon fertig? Nein, natürlich nicht. Miriam möchte uns nun die korrekte Leinenhaltung erklären und mit uns üben.

Der neue Hund ist eine Straßenlaterne

Der neue Hund ist eine Straßenlaterne

Dazu stellt sie uns den neuen Übungshund vor: eine Straßenlaterne. Wir schlingen unsere Leinen um den Laternenpfahl und üben das Halten bzw. Führen der Leine sowie das Aufwickeln der restlichen Leine. Generell soll die Leine immer gespannt sein. Dabei bleiben die Hände im besten Fall immer auf einer Höhe (ungefähr Bauchnabel).

... immer schön Spannung auf der Leine ...

… immer schön Spannung auf der Leine …

Der Rest der Leine wird mit der anderen Hand wie bei einer Pferdelonge aufgerollt, sodass sie sich ohne Knotenbildung abwickeln kann, wenn der Hund längere Leine bekommt. Es ist sicherlich nicht die Schwierigkeit, die Leine unter Spannung zu halten, wenn der Hund ein Laternenpfahl ist. Das Problem ist ja, dass sich ein Hund bewegt und dabei auch darauf reagiert, wenn das Frauchen auf einmal vermeintlich an der Leine zieht oder aber der Leinendruck nachlässt, weil Hund langsamer wird. Damit wir ein Gefühl dafür bekommen, wie sich ein Hund in dieser Situation fühlt, dürfen wir das nun an uns ausprobieren.

Leinendruck am eigenen Leib erfahren

Leinendruck am eigenen Leib erfahren

Unter viel Gelächter geben Margit und ich abwechselnd Hund und Hundeführer. Bei meinem Auftritt als Hund merke ich erst einmal nichts … Margit lässt auf einmal die Leine locker, und ich laufe einfach weiter. „Ein normaler Hunde hätte sich jetzt umgedreht, um zu überprüfen, was los ist“, sagt Miriam ganz trocken. Dann sind auch schon wieder knapp 1,5 Stunden vorbei. Mal sehen, was die nächste Mantrailing-Stunde bringen wird.