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Miriam und Habca: Vive la France mit ganz viel Platz!

Miriam und Habca: Vive la France mit ganz viel Platz!

In meinen Posts zum Thema Mantrailing habt Ihr ja schon die Hundephilosophin kennengelernt. Ich freue mich sehr, dass Sie mir heute „Vier Fragen an sechs Pfoten“ beantwortet.

Wer bist Du, und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

Ich bin Miriam Arndt-Gabriel – Hundepsychologin und Hundetrainerin mit eigener Hundeschule in Frankfurt/Main. Meine Begleiterin – am liebsten 25 Stunden am Tag – ist die Tibetterrierhündin Habca, die in ihren sieben Lebensjahren schon viel gereist und viel umgezogen ist.

Miriam und Habca  Foto: Miriam Arndt-Gabriel

Miriam und Habca
Foto: Miriam Arndt-Gabriel

Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel bist – was ist für Dich wichtig, wenn Du mit Hund reist?

Ich möchte vor Ort, ohne ins Auto steigen zu müssen, spazierengehen können – auch ohne Leine. Auf der einen Seite möchte ich mich im Hotel mit Hund willkommen fühlen. Andererseits ist Habca überhaupt nicht scharf darauf, von jedem Hotelangestellten durchgeknuddelt zu werden. Wir beide brauchen immer etwas Ruhe … ;-)! Apropos Ruhe: Ich brauche auch keine hoteleigenen Hunde im Dauerbespielungsdienst, unerzogene aufdringliche Hundegäste etc. … eine Badestelle darf es dafür aber gerne geben. Eigentlich fahre ich nur noch auf Empfehlungen … ach ja: Hundekekse im Zimmer finde ich nett!

Habca mit Ferienfreundin Foto: Miriam Arndt-Gabriel

Habca mit Ferienfreundin
Foto: Miriam Arndt-Gabriel

Was ist Dein persönlicher Reise-/Hoteltipp für HundeReisenMehr?

Ich erlebe Frankreich immer wieder als hundefreundlich und entspannt. Meistens fahre ich außerhalb der Saison. Mein Favorit ist die Bretagne und dort der Strand „La Torche“ (der übrigens in Surferkreisen auch sehr beliebt ist).

... wir brauchen immer ganz viel Platz ... Foto: Miriam Arndt-Gabriel

… wir brauchen immer ganz viel Platz …
Foto: Miriam Arndt-Gabriel

Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

Das gewohnte Futter, Zeckenzange, Rescuetropfen, Baldrian für die Hunde, ein eigenes Bett oder zumindest Decke – und noch viel mehr – nämlich, typisch Frau, viel zu viel … ;-))

Liebe Miriam, vielen Dank für das Interview. Ich freue mich schon wieder auf die nächste Mantrailingstunde bei Dir!

Nachhaltiges Reisen kann auch bedeuten, die Region, in der man lebt, für sich zu entdecken

Wie aus einem roten Reh eine Wildkatze wird …

Wie die meisten meiner Leser/innen in einigen Posts bereits gemerkt haben, habe ich einen starken Hang zur Geschichte und freue mich immer, wenn ich Ausflüge, Spaziergänge oder Wanderungen mit geschichtsträchtigen Fakten würzen kann. So sollte es auch bei unserer letzten Wanderung sein. Im Internet hatte ich eine rund acht Kilometer lange Wanderung unter dem Motto „Zwei Türme und die halbe Wetterau“ gefunden. Wir müssen eigentlich nur der Markierung „Rotes Reh“ folgen, dann geht es zu einem rekonstruierten Römerturm und zu den Resten eines Kastells. Da wir ja nur bis nach Bad Nauheim fahren – das ist ungefähr 10 Minuten von unserem Zuhause entfernt – verzichten wir auf Wanderkarten und dergleichen. Schließlich wandern wir ja direkt vor der Haustüre – da kennt man sich schließlich aus … ;-). Und es fängt auch alles ganz wie in der Beschreibung angegeben an. Auf der B3A nach Bad Nauheim, vorbei am Waldstadion, die A5 unterqueren und dann auf der breiten Panzerstraße bis zum Wanderparkplatz.

Ist das der Wanderparkplatz?

Ist das der Wanderparkplatz?

Bis vor wenigen Jahren haben hier die US-Streitkräfte für den Ernstfall geübt und dabei große Wunden in diesen Teil des Taunus‘ geschlagen, die noch heute nicht zu übersehen sind. So übersehen wir natürlich auch nicht den Parkplatz, auf dem nur noch ein weiteres Auto steht. Frohen Mutes steigen wir mitsamt den Hunden aus und machen uns auf die Suche nach der Markierung „Rotes Reh“. Hmmm, keine Markierung weit und breit, aber da vorne steht doch ein großes Schild …

... ist hier die Markierung "Rotes Reh" zu finden?

… ist hier die Markierung „Rotes Reh“ zu finden?

… es handelt sich allerdings um die Schautafel für den „Wildkatzenerlebnispfad“ – vom roten Reh ist nichts zu sehen. Ich wage den leisen Einwand, dass wir vielleicht auf dem falschen Parkplatz sind, was natürlich so nicht akzeptiert werden kann. Ich bin schließlich mit dem weltbesten Pfad-Finder verheiratet, der irrt sich nicht im Parkplatz! Wir machen uns erst einmal auf den Weg und spazieren weiter über eine breite Panzerstraße … ohne Wegbeschreibung.

Überall sind noch Zeugnisse aus Zeiten des kalten Krieges erkennbar

Überall sind noch Zeugnisse aus Zeiten des kalten Krieges erkennbar

Nach rund zwei bis drei Kilometern kommen wir wohl auch an dem Wanderparkplatz an, der in der Internetbeschreibung gemeint ist … natürlich zu Fuß! Hier finden wir auch die Markierung „Rotes Reh“ wieder …

... das rote Reh ist da ...

… das rote Reh ist da …

Also, weiter geht es. Vorbei am Forsthaus Winterstein. Weiter gerade aus und (leider) immer bergauf … nun sind wieder fast alle Wandermarkierungen „verschwunden“ …

Wir gehen jetzt bitteschön immer hier entlang ...

Wir gehen jetzt bitteschön immer hier entlang …

Die Markierung „Rotes Reh“ ist und bleibt verschwunden … wir kehren um. Irgendwo muss das blöde Reh ja wohl sein …

... kein "Rotes Reh" zu sehen ...

… kein „Rotes Reh“ zu sehen …

Zurück am Forsthaus Winterstein ist immer noch nicht die richtige Markierung gefunden. So, jetzt ist aber mal Schluss mit lustig. Wir entscheiden uns nun dafür, der Markierung des Wildkatzenerlebnispfads zu folgen, dessen Schautafel wir ja auch schon auf „unserem“ Parkplatz gefunden hatten. Nun geht es erst einmal streng bergauf … jammer … das waren gefühlte fünf Stunden für mich … (später erfahre ich, dass ich insgesamt an diesem Sonntag rund 150 Höhenmeter überwunden habe …)

... bergauf ...

… bergauf …

Wie jeder Wanderratgeber empfielt (!), läuft der schnellere Wanderer (in diesem Fall mein werter Gatte) in einem Affenzahn voraus (ja, das ist jetzt ironisch gemeint) … ab und an bleibt er jedoch netterweise stehen …

Wob bleibst Du denn?

Wob bleibst Du denn?

… und fragt, wo ich bleibe … super … sobald wir ein paar Sekunden stehen bleiben, werden Dayo und Suri unruhig und zappeln hin und her. Der genaue Blick auf den Weg zeigt, dass hier massenweise riesige Ameisen unterwegs sind, die offensichtlich an den Pfoten jucken, sobald die beiden stehen … irgendwann geht es mal rechts ab, aber das macht ja nix, denn wir laufen trotzdem geradeaus weiter … „Hier geht auch zum Winterstein-Turm“ … aha … es wird allerdings immer steiler … Gott sei Dank gibt es mittlerweile auch keine Wandermarkierungen mehr, sodass Thomas ein Einsehen mit mir hat und wir umkehren, um der Ausschilderung „Wildkatzenpfad“ zu folgen.

0714 Winterstein 13

Ich komme endlich wieder zu Atem, aber der Pfad heißt nicht umsonst so, denn wir befinden uns jetzt auf einem schmalen Trampelfpad. Es geht vorbei an blühenden Blumen, hohen Baumkronen, Totholz und umgestürzten Bäumen, die wunderbare Verstecke für Wildkatzen abgeben.

Totholz und umgestürzte Bäume sind im Sommer von grünen Farnen bedeckt

Totholz und umgestürzte Bäume sind im Sommer von grünen Farnen bedeckt

Denn der Wildkatzenpfad heißt nicht einfach nur so, sondern ist ein Erlebnispfad, der die Wanderer auf sieben Kilometern durch den Wald rund am Winterstein führt. An zehn markierten Stationen erfahrt man wie und wo Wildkatzen leben und was für diese Tierart wichtig ist. Wer so schlau ist, sich vorher über seinen Wanderweg zu informieren, der kann sein Handy als Audio-Guide benutzen und an jeder Station Informationen abrufen. Aber von all dem wissen wir zu diesem Zeitpunkt fast nichts. Ich merke nur, dass es schon wieder steiler wird (na ja, soll ja gut für einen schönen Po sein …).

Der Wintersteinturm

Der Wintersteinturm

So erreichen wir dann den Wintersteinturm, wo uns zum zweiten Mal (seit dem Parkplatz) die Markierung „Rotes Reh“ begegnet … hier wären wir auch hingekommen, wenn wir den anderen Weg „gefunden“ hätten … ich mache jetzt erst mal Pause. Die Hunde bekommen Wasser, ich auch und Thomas erklimmt den Turm, der 2004 abgerissen wurde und seit Mai 2005 in neuem Glanz erstrahlt.

Während die einen Pause machen ...

Während die einen Pause machen …

Vom Aussichtsturm hat Thomas eine spektakuläre Aussicht über Taunus und Wetterau.

Fernmeldeturm auf dem Steinkopf

Fernmeldeturm auf dem Steinkopf

Die Wetterau zu Füßen

Die Wetterau zu Füßen

Und dann geht es auch schon weiter – in Richtung Fernmeldeturm auf dem Steinkopf. Eigentlich folgen wir ja dem Wildkatzenpfad, aber irgendwie verschwinden die Markierungen immer, wenn wir uns an Wegkreuzungen befinden. Einmal noch marschieren wir in die falsche Richtung, drehen aber dann doch um, um den ganzen Weg wieder bergauf zu gehen … aber es gibt ja einen bedeutenden Vorteil, wenn man rund zwei Stunden bergauf gegangen ist. Irgendwann muss es zwangsläufig wieder bergab gehen …

Verträumte Waldteiche mit üppiger Vegetation

Verträumte Waldteiche mit üppiger Vegetation

… und dann endlich ist es soweit. Der Weg wird abschüssig … juchhuuu …

Kurz vor dem Fernmeldeturm geht es endlich bergab

Kurz vor dem Fernmeldeturm geht es endlich bergab

Anstatt mühevoll zu keuchen, kann ich endlich die Natur um mich herum genießen (konnte ich vorher auch, aber da musste ich dann immer gleich stehen bleiben) und entdecke Blaubeerteppiche …

Blaubeeren in rauen Mengen

Blaubeeren in rauen Mengen

Wir haben auf unserem gesamten Weg des öfteren Ameisenhügel gesehen, aber hier direkt unter dem Steinkopf stapeln sich sozusagen die Behausungen der fleissigen Krabeltiere.

Riesige Ameisenhügel überall

Riesige Ameisenhügel überall

Blütenpracht am Wegesrand

Blütenpracht am Wegesrand

Im Gegensatz zum Austieg ist der Weg runter sehr angenehmen zu laufen. Da bleibt auch noch die Zeit für ein kleines Gruppenbild …

Bitte alle schön lächeln

Bitte alle schön lächeln

Mit all unseren Umwegen sind wir inzwischen knapp drei Stunden unterwegs.

... drei Stunden nach Start ...

… drei Stunden nach Start …

Irgendwann erreichen wir auch eine Bushaltestelle. Eine Bushaltestelle mitten im Wald?

... "sprechende" Bushaltestelle ...

… „sprechende“ Bushaltestelle …

Wie gesagt, wir befinden uns ja auf dem Wildkatzenerlebnispfad, und hier können Kinder auf geführten Wanderungen dem Gespräch zwischen Wildkatze, Baummarder und Specht lauschen. Heute ist hier nichts los und so geht es für uns weiter. Kurz darauf können wir ein kleines Päuschen machen …

... sehr brav die Drei ...

… sehr brav die Drei …

Jetzt kann es bald aber nicht mehr lange dauern … und siehe da: Auf einmal kommt mir der Weg doch bekannt vor. Richtig, hier waren wir doch schon mal vor einigen Stunden und sind unverrichteter Dinge wieder umgekehrt, weil wir keine Markierungen gesehen haben … aha … wir hätten also einfach auf dem Weg bleiben können und wären dann den Wildkatzenpfad genau anders herum gelaufen. Kurze Zeit später erreichen wir zum zweiten Mal an diesem Tag das Forsthaus Winterstein.

... mit Sommerterrasse ...

… mit Sommerterrasse …

Wir gönnen uns jetzt erst einmal Apfelsaftschorle und Käsekuchen bevor es zum Auto zurück geht. Puuhh, das war doch schon eine ganz schön anstrengende Geschichte, weil es natürlich auch ziemlich warm an diesem Tag war. Aber wir haben es alle gut überstanden. Und beim nächsten Mal bereiten wir uns besser vor – auch wenn es nur um eine Wanderung direkt vor der Haustür handelt … 😉

Weitere Informationen:

Der Wildkatzenerlebnispfad ist KEIN Spaziergang. Auf ca. sieben Kilometern geht es gut 150 Höhenmeter hinauf und hinunter, oft auf schmalen Trampelpfaden. Für die Wanderung werden drei bis vier Stunden benötigt. Eine echte Wildkatze wird man auf dem Pfad wohl aber nicht zu Gesicht bekommen. Sie ist viel zu scheu und noch dazu meist nachtaktiv! Hunde müssen an der Leine geführt werden – nicht nur, damit sie nicht auf die Idee kommen, im Wald nach Wild zu suchen, sondern auch, weil insbesondere an Wochenenden mit schönem Wetter auch auf den Trampelpfaden viele Mountainbiker unterwegs sind (aber im Vergleich zum Niddaradweg sind uns nur sehr, sehr freundliche Radfahrer begegnet, die uns gegenüber sehr rücksichtsvoll waren!).

Unbedingt Wasser für die Hunde mitnehmen!

Auf der Website vom BUND Hessen sind Informationen über das Wildkatzenerlebnis zu finden. Hier kann man auch Audio-Dateien und Informationsmaterial über Wildkatzen für Kinder herunterladen.

In der Gaststätte „Forsthaus Winterstein“ kann man sich bei Speis und Trank nach getaner „Arbeit“ erholen. Hier soll sich angeblich auch Sissi – die Kaiserin Elisabeth von Österreich – getarnt als Gräfin Hohenembs erholt haben. Auch Kaiser Wilhelm hätte man ganz zu Beginn des 20. Jahrhunderts treffen können – ganz ins Gespräch mit Ferdinand von Bulgarien vertieft …

Urlaub mit Hund in Südtirol

Urlaub mit Hund in Südtirol

Die weiträumigen Grünflächen und Wälder Südtirols, die sich oft weitab von störendem Straßenverkehr befinden, eignen sich vorzüglich für ausgedehnte Spaziergänge in einem Aktivurlaub gemeinsam mit Hund. Aber auch entlang von Spazierwegen wie der Passerpromenade in Meran in  Südtirol können sich Vier- und Zweibeiner gut erholen. Hundefreundliche Ausflüge führen in Südtiroler Tälern an kristallklaren Gebirgsseen und rauschenden Bächen vorbei, die für einen Hund im Urlaub ein erfrischendes Paradies darstellen und dem Hundebesitzer einen zusätzlichen Wassertransport auf längeren Wanderungen ersparen. Auf Winterwanderungen durch das verschneite Südtirol können sich Hunde nach Herzenslust austoben. Zur Vorbereitung auf eine Schneewanderung können die Hundepfoten mit Vaseline oder Hirschtalg eingerieben werden.

Herrliche Bergwelt in Südtirol Foto: © by paul - Fotolia.com

Herrliche Bergwelt in Südtirol
Foto: © by paul – Fotolia.com

Bei der Urlaubsvorbereitung wird es einem Hundebesitzer nicht schwerfallen, eine hundefreundliche Unterkunft zu finden: Zahlreiche Hotels bieten in Südtirol die Möglichkeit zu einem Urlaub mit Hund. Die Gästezimmer dieser Hoteleinrichtungen, die oftmals mit kratzfestem Mobiliar ausgestattet sind, verfügen über ein ausreichendes Platzangebot für Korb und Decke und häufig auch über einen eigenen Essbereich speziell für Gäste mit Hund. Der vierbeinige Liebling darf sich oft auf eine eigene Hundespeisekarte mit verschiedenen Wurstvariationen freuen. Auch Informationen zu Tiergeschäften und Tierärzten in der Umgebung werden in diesen Unterkünften bereitgehalten. Zudem empfehlen sich über 900 Südtiroler Bauernhöfe aufgrund ihrer besonders naturnahen Lage und des gewohnten Umganges mit Tieren als Ferienresidenz. Nahe gelegene Almen und Bergwanderwege sind ideal für gemeinsame Ausflüge. Außerdem stehen auch viele private Ferienhäuser und Ferienwohnungen für einen Aufenthalt mit einem Vierbeiner zur Verfügung.

Einige Einreisebestimmungen sind allerdings zu beachten: Der Hundehalter muss einen ordnungsgemäß erstellten EU-Heimtierpass mitführen, der bei jedem Tierarzt erhältlich ist. Ferner muss der Hund mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung ausgestattet sein, die eine eindeutige Identifizierung ermöglicht. Schließlich wird bei einer Reise nach Südtirol eine Tollwut-Schutzimpfung gefordert, die höchstens ein Jahr, mindestens aber 21 Tage zurückliegt. Wissenswert ist auch, dass in Italien eine Leinenpflicht und eine Maulkorbpflicht für Hunde bestehen. Zwar muss der Hund nicht auf jedem Spaziergang einen Maulkorb tragen, doch sollte ein solcher von einem Hundebesitzer mitgeführt werden.

Es handelt sich bei diesem Post um einen Gastbeitrag von www.reise-nach-suedtirol.com. Vielen Dank!

Mein Hund!

Frauen vermissen ihren Hund mehr als den Partner!!

Jawoll, ja! Das ist doch mal eine Überschrift, oder? Laut einer aktuellen Umfrage von Skyscanner, einer Reisesuchmaschine, vermissen weibliche Hundebesitzer ihren Vierbeiner im Urlaub mehr als ihren Partner, Freunde oder Familie. Skyscanner hat über 1.000 Hundebesitzer befragt und herausgefunden, dass 37 Prozent der Frauen am meisten ihren Hund vermissen, wenn sie alleine verreisen. Nur 21 Prozent sehnen sich zuerst nach ihrem Partner. Dagegen erweisen sich Männer als besonders anhänglich: 37 Prozent der männlichen Umfrageteilnehmer vermissen zu allererst ihre Partnerin, wenn sie alleine unterwegs sind.

... ich hoffe doch, dass Dayo mich auch vermisst, wenn ich ohne ihn unterwegs bin ... Foto: HUNDErtBlicke

… ich hoffe doch, dass Dayo mich auch vermisst, wenn ich ohne ihn unterwegs bin …
Foto: HUNDErtBlicke

Die Hundebegeisterung geht aber noch weiter: Herrchen und Frauchen nehmen einiges in Kauf, um auch auf Reisen mit ihrem Vierbeiner in Kontakt zu bleiben: 40 Prozent der Umfrageteilnehmer haben vom Urlaub aus daheim angerufen oder eine SMS geschrieben, um nach dem Wohlbefinden ihres Lieblings zu fragen. 14 Prozent sprechen mit ihrem Hund am Telefon, so dass er die vertraute Stimme hören kann (… pfff … lalalalaa … ja, das habe ich auch schon mal gemacht … ;-)). Fünf Prozent sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben sich im Urlaub über Skype mit ihrem „treuesten Freund unterhalten“ (wenn Dayo und Suri mal in der Hundepension sind, werde ich den Vorschlag der Leiterin machen … da werden wir vermutlich sofort aus der Kundenkartei gestrichen …). Sechs Prozent schreiben ihrem Hund sogar eine Postkarte aus den Ferien (toll, es gibt tatsächlich Hunde, die lesen können …).

Die Sehnsucht nach Bello & Co. ist groß: Laut Umfrage nehmen 22 Prozent der Urlauber ein Foto ihres Hundes mit, wenn sie verreisen (… Gott sei Dank kann man auf Smartphones ja Hunderte von Fotos speichern …). Drei Prozent gaben an, dass sie ihren Aufenthalt sogar vorzeitig abgebrochen haben und früher heimgefahren sind, weil sie ihren Vierbeiner zu sehr vermisst haben. Über die Hälfte der befragten Hundebesitzer wollen erst gar nicht ohne Vierbeiner verreisen (recht so!!), sondern planen lieber einen Urlaub mit Hund (wir auch – normalerweise jedenfalls). Jeder Fünfte war auch noch nie ohne seinen treuen Gefährten weg. 20 Prozent finden zudem, dass ihr Hund die perfekte Urlaubsbegleitung ist – besser als Kinder oder Freunde (finde ich auch …).

Ich frage mich allerdings noch ganz leise im Hinterkopf, ob es für das Unternehmen neben dem offensichtlichen Unterhaltungs- oder Schmunzelwert auch noch andere Gründe gab, eine solche Studie erstellen zu lassen … nur das Nachrichten-Sommerloch kann es doch eigentlich nicht sein, oder?

Information: Der Text basiert auf einem Pressetext von Skyscanner. Die Umfrage wurde auf der Website der Reise-Suchmaschine und über OnePoll mit mehr als 1.000 Hundebesitzern durchgeführt.

Sonja und Stella: Blumenwanderung am Fuße des Scharnik

Sonja und Stella: Blumenwanderung am Fuße des Scharnik

Meine heutige Interviewpartnerin kommt aus dem schönen Kärnten und muss eigentlich gar nicht in den Urlaub fahren, denn sie lebt und arbeitet da, wo andere ihre Ferien verbringen.

Wer bist Du, und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

Ich bin Sonja, Inhaberin eines kleinen 4-Sterne-Hotels. Im Beruf: „Mädchen für alles“, ansonsten sehr bewegungsfreudig, offen für Alles und gerne in der Natur. Mein „Therapiehund“ Stella – eine aufgeweckte, freundliche, sehr neugierige aber manchmal etwas ängstliche Magyar Viszla Hündin – ist meine ständiger Begleiter, treuer Freund und Fitnesstrainer (bei jedem Wetter!!!). Stella ist etwas verrückt und versucht, einen immer aufzumuntern und aufzuheitern!

Stella ist der Sonnenschein von Frauchen Foto: Sonja Moser

Stella ist der Sonnenschein von Frauchen
Foto: Sonja Moser

Du bist Inhaberin eines Hotels, das auch Hunde herzlich willkommen heißt. Worauf können sich die Vierbeiner (und die dazugehörigen Zweibeiner natürlich auch) in Deinem Hotel freuen?

Wir sind ein Wanderhotel und liegen mitten im Grünen – neben Bach, Wald und Wiese! Zwei- und Vierbeiner erwartet viel „Auslauf“, Natur, Bäche zum Abkühlen und wunderschöne Wanderrouten für bequeme, aber auch sehr sportliche Hunde- und Menschenteams. Unsere Gäste werden kulinarisch sehr verwöhnt, und wir versuchen, jedem Gast individuell zusammengestellt Ausflugsmöglichkeiten bereitzustellen. Es ist ein sehr familiär und persönlich geführter Betrieb. Unsere Gäste sagen uns immer, dass sie sich bei uns „wie daheim“ fühlen! Alle Zimmer sind geräumig, haben einen großen Balkon und sind mit Vollholzmöbeln ausgestattet. Auf unserem Areal gibt es eine große Gartenanlage, einen neu gestalteten Wellnessbereich, eine Bibliothek mit einer großen Auswahl an Wanderkarten und Ausflugstipps.

Wir sind selber große Hundefreunde: wohlerzogene, sozial verträgliche Hunde sind bei uns sehr gerne gesehen! Auf den Zimmern gibt es dann eine Hundedecke und Näpfe sowie eine Wassertankstelle im Garten, Pfotenputztücher, gratis Leinen- und Spielzeugverleih und auf Wunsch auch einen Gassiservice. Bei der Anreise werden unsere Gäste „mit Hund“ auf die Hotelregeln hingewiesen (Leinenpflicht im Restaurant, Gassiplätze, hauseigene Säckchentonne …), somit gibt es keine Ungereimtheiten. Gast und Hund kennen sich aus und auch Gäste, die sich vor Hunden fürchten, fühlen sich nicht gestört. So können alle Zwei- und Vierbeiner den Urlaub bei uns genießen.

Entspannung auf einer Blumenwiese Foto: Sonja Moser

Entspannung auf einer Blumenwiese
Foto: Sonja Moser

Was ist Dein persönlicher Wandertipp für HundeReisenMehr?

Mein persönlicher Tipp ist unsere Blumenwanderung am Fuße des Scharnik: eine sehr schöne Panoramawanderung ohne Absturzgefahr und mit vielen Trink- und Bademöglichkeiten, zwei netten Almen zum Einkehren, unterschiedlicher Natur mit vielen Tieren (Pferde, Kühe, Murmeltiere, Vögel und Ziegen). Hier können Hunde viel toben, trinken und baden. Außerdem gibt es viel zu erschnüffeln. Es ist total spannend, wenn die Hunde den Umgang mit Tieren lernen, die sie bisher noch nicht kannten.

Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

Leckerli, Lieblingsspielzeug, Hundekissen, Wanderschuhe und gute Laune … 😉

Ein herzliches Dankeschön an Sonja für die schönen Tipps. Das macht direkt Lust darauf, mal ein paar Tage in Kärnten zu verbringen.

Weitere Informationen gibt es auf auf der Homepage des Landhof Irschen unter www.landhof-irschen.at. Im Rahmen spezieller „Hunde-Arrangements“ wie beispielsweise „Wandern auf 4 Pfoten“ wohnen die Vierbeiner kostenfrei im Zimmer der Zweibeiner. Außerhalb dieser Angebote kosten Hunde neun Euro pro Tag. Der Landhof liegt im idyllischen Kräuterdorf Irschen hoch über dem oberen Drautal in Kärnten.