Abenteuer Brodenbach an der Mosel – von Klischees und Realitäten

Gerade komme ich aus Brodenbach an der Mosel zurück. Dort war ich über das Wochenende mit Bloggerinnen und Bloggern von insgesamt 17 Reise-Blogs eingeladen, das #AbenteuerBrodenbach zu erleben. Passen Abenteuer und Mosel zusammen? Und was habe ich als Nischen-Reiseblog zum Thema „Reisen mit Hunden“ dort zu suchen? Die Mosel ist nur einen Katzensprung vom Westerwald entfernt. Es gibt dort tolle Wanderwege und viele Burgen. Und dann gibt es dort natürlich auch hundefreundliche Unterkünfte. Ich habe Dayo und Suri allerdings beim reizenden Gemahl in den allerbesten Händen zurückgelassen (bei so großen Gruppen ist es doch etwas anstrengend mit zwei Hunden, auch für die Hunde selbst). Mit von der Partie war jedoch ein kleine Filz-Dayo – sozusagen als tierischer Stellvertreter.

Ich gebe euch heute nur einen kleinen Vorgeschmack auf mein Erlebniswochenende. Mich hat die Organisation von Tanja und die wirklich großartige Gastfreundschaft aller Beteiligten in und um Brodenbach so beeindruckt, dass ich wenige Stunden, nachdem ich wieder zu Hause angekommen bin, schon ein wenig Appetit auf das #AbenteuerBrodenbach machen möchte. Alle Fotos in diesem Beitrag stammen von meinem Smartphone und sind auch nicht weiter bearbeitet (sonst wäre es jetzt auch nicht so schnell gegangen).

Klischee # 1 – Flussromantik

Ich gebe zu, dass ich mit ganz vielen Vorurteilen und Klischees im Kopf in das 70 Kilometer entfernte Moselörtchen Brodenbach, das zur Verbandsgemeinde Rhein-Mosel gehört und nicht weit von Koblenz entfernt ist, gefahren bin. Flussromantik

… stimmt. Total. Wunderschön. Wir hatten an diesem Aprilwochenende strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und sommerliche Temperaturen von fast 30° Grad. In diesem Zusammenhang stimmt vermutlich auch Klischee # 2.

Klischee # 2 – Tausende Touristen, die mit dem Bus an die Mosel gekarrt werden

Im April hat die Saison noch nicht begonnen. Der ein oder andere Bus wurde gesichtet. Auch einen Ausflugsdampfer habe ich gesehen. Und am Sonntag: Motorradfahrer, Motorradfahrer, Fahrradfahrer und Motorradfahrer … ich denke, dass Klischee # 2 voll erfüllt wird, wenn erst der Mai begonnen hat …

Klischee # 3 – Bettenromantik aus den 1960er Jahren

Wir Blogger haben in den unterschiedlichsten Unterkünften in Brodenbach übernachtet. Ich habe im Romantischen Hotel zur Post übernachtet. Noch als ich die Stufen zum Eingang hinaus gegangen bin, habe ich überlegt, was ich wohl mache, wenn mich tatsächlich ein Zimmer aus den 1960er Jahren erwartet. 
Ich wurde von Peter Müller, dem Hotelbesitzer, empfangen, der erst einmal etwas enttäuscht war, dass Dayo und Suri nicht mit von der Partie waren. Bei ihm wohnen die Vierbeiner übrigens kostenlos mit im Zimmer und dürfen, wenn sie gut erzogen sind und sich die anderen Gäste nicht beschweren, auch mit in den Frühstücksraum.
Peter Müller hat das Haus vor sechs Jahren gekauft und zwar mit absolut orginaler 1960er Ausstattung. Davon seht ihr heute nichts mehr (Gott sei Dank). Mir fällt für das hübsche und sehr besondere Hotel im Moment nur eine Bezeichnung ein – zauberhaft! Mehr dazu demnächst. Dennoch: Es gibt sie auch, die angestaubten Unterkünfte aus einem anderen Jahrtausend. Aber: Wenn die Gastgeber nett sind und die Zimmer sauber, dann hat das ja auch seinen Reiz.

Klischee # 4 – Weinseligkeit bis zum Abwinken

Joah, ganz ehrlich? Stimmt! Der hiesige Riesling von der sogenannten Terrassenmosel ist in der ganzen Welt berühmt. Und die Fans dieses typisch „deutschen“ Gewächses kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich bin eher dem Rotwein zugetan, aber ein guter Tropfen trockenen Rieslings ist absolut nicht zu verachten.

Klischee # 5 – in Brodenbach ist außer Moselromantik nix los

Stimmt nicht. Hier wird gewandert, was das Zeug hält. Und zwar nicht nur von der älteren Generation. Hierher kommen junge und ganz junge, alte und nicht so alte, mittelalte und mitteljunge Menschen. (Fast) alle im perfekten Wanderoutfit, mit Rücksack, Stöcken und was weiß ich.Ganz klar, dass ich auch zum Wandern hier war. Am Samstag haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt: für die einen ging es zum Geo-Caching, für die nächsten auf eine Kräuterwanderung und zum Kochen und für meine Gruppe ging es in die Ehrbachklamm. 

Schwer war die rund 12,8 Kilometer lang Strecke nicht wirklich, aber trittsicher müsst ihr schon sein. Und wer dann doch auch ein bisschen kraxeln möchte, der krabbelt hinauf zu einem tollen Aussichtspunkt. Tut beim Runterkrabbeln aber in den Knien weh … erzähle ich euch auch demnächst.

Klischee # 6 – tolle Burgenlandschaft

Na ja, das ist ja jetzt nicht wirklich ein Klischee. Aber hier steht in der Tat die ein oder andere Burg. So ist die berühmte Burg Eltz von hier nur wenige Autominuten entfernt. Aber da gibt es auch noch die Ehrenburg.Fast möchte man sagen: ein Geheimtipp (denn die Sonntage sind hier noch nicht völlig überlaufen)! Die Ehrenburg ist ein ganz besonderes Eldorado für Familien mit Kindern, denn von Ostern bis Allerheiligen gibt es hier an jedem Sonn- und Feiertag allerlei zu erleben: von einer kurzweiligen Burgführung bis hin zu Bogenschießen, Musik und Märchenkabinett. Und Hunde? Hunde sind hier ebenfalls herzlich willkommen. Sie dürfen sogar mit auf die Burgführung (die Treppen sind allerdings teilweise etwas steil). Toll!

… und dann ist da noch die Sache mit den Influencern … 

Bisher habe ich ja völlig friedlich in meiner kleinen Blogger-Welt gelebt. Postete meine Fotos bei Instagram. Zwitscherte auf Twitter. Dank Sabrina, Kerstin und Kerstin, Kathrin und Kristin sowie Ria und Tanja weiß ich nun, dass mein bisheriges Bloggerleben völlig verfehlt war. Ich habe nämlich bisher noch niemals Influencer-Fotos gemacht. Die Damen haben Gott sei Dank Erleuchtung in mein Leben gebraucht. Vielen Dank dafür. 

Und diese Blogs waren mit von der Partie beim #AbenteuerBrodenbach

Offenlegung

Ich wurde zu der Bloggerreise von den Tourismusverantwortlichen von Brodenbach (mit der Bitte um Entschuldigung, dass ich hier jetzt nicht jeden einzelnen Partner, der zum Gelingen des Wochenendes beigetragen hat, nennen kann) eingeladen. Organisiert wurde das Ganze in Zusammenarbeit mit Tanja von SPANNESS. Vielen, vielen Dank! So manches Klischee wurde aus der Welt geräumt … 😉 … und das ein oder andere bestätigt.

 

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  4. Super Idee mit den Klischees! Hab grade sehr gelacht! War wirklich ein geniales Wochenende in Brodenbach. Schön, dass wir uns kennengelernt haben 🙂
    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Liebe Kathrin,
      freut mich, wenn Dir meine kleine, erste Zusammenfassung Spaß gemacht hat. Ich schaue gleich mal bei Dir rein.
      Ich hoffe, unsere Wege kreuzen sich bald einmal wieder!
      Viele Grüße
      Martina

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  6. Hallo Martina, bin gerade eher zufällig über deinen Blog gestolpert, aber direkt hängengeblieben, als ich Westerwald gelesen habe. Bin nämlich in Herdorf aufgewachsen (falls dir das was sagt 🙂 ), lebe allerdings jetzt mit meinem Carlos im westlichsten NRW.
    Die Bilder von der Mosel sind suuper schön, der Ort kommt auf jeden Fall auf meine Wunsch-Reiseliste. In KOblenz war ich schon öfter, aber die kleinen Dörfer habern doch einfach noch mal mehr Charme. Danke für deinen tollen Beitrag!
    Liebe, sonnige Grüße
    Lisa mit Carlos

    • Hallo Lisa,

      das finde ich ja klasse, dass Du meinen Blog gefunden hast und Dir der Beitrag über die Mosel gefällt. Da kommt noch was in den nächsten Wochen. Es lässt sich dort auch gut wandern.
      Herdorf sagt mir was … das ist bei Altenkirchen, oder? Die Welt ist klein.

      Herzliche Grüße aus dem Westerwald und einen Schmatzer für Carlos
      Martina

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