Persönlich getestet – der Tractive GPS Tracker

(Werbung) — Ihr wundert euch bestimmt, dass ich im Moment eine ganze Reihe an Produkttests habe. Mich wundert es ehrlich gesagt auch. Allerdings nicht, dass ich diese Anfragen bekomme, sondern, dass die Anfragen qualitativ sehr hochwertig sind, denn das ist leider nicht immer so. Ich freue mich darüber, denn es zeigt mir auch die Wertschätzung, die Unternehmen meinem Blog entgegenbringen. Grundsätzlich gehe ich nur Kooperationen zu Produkttests ein, wenn ich einen Mehrwert für euch Leserinnen und Leser sehe oder wenn ich mir das Produkt auch selber kaufen würde. Und so ein Produkt ist der Tractive GPS Tracker.

Dass Dayo oder Suri weglaufen könnten – beispielsweise, weil sie sich furchtbar erschrecken -, ist eines der schlimmsten Horror-Szenarien, die ich mir vorstellen kann. Noch schlimmer wäre es, wenn ich sie dann auch nicht mehr finden könnte. Natürlich sind die beiden Bären gechipt, registriert und tragen eine Handynummer eingestickt auf ihren Halsbändern. Bei Suri kann ich mir allerdings vorstellen, dass sie fremde Menschen erst gar nicht an sich ran lässt. Da wäre ein Ortungsgerät natürlich schon eine ganz andere Hausnummer.So ein Ortungsgerät ist der GPS Tracker Tractive, und ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage kam, ob ich bzw. meine Hund Interesse daran hätten, das Gerät zu testen.

Das verspricht Tractive

  • Exakte GPS Ortung von Hunden und Katzen
  • GPS-Verfolgung in Echtzeit
  • Virtueller Zaun mit Smartphone-Benachrichtigungen
  • 100 Prozent wasserdicht
  • geringes Gewicht: 35 g
  • Passend für die meisten Halsbänder

Der Tracker soll es ermöglichen, den Vierbeiner jederzeit und überall exakt zu orten. Der genaue Standort kann über eine kostenlose Smartphone App oder über einen Webbrowser abgerufen werden.

Das gefällt mir auf den ersten Blick und ohne ausprobieren

Den Machern von Tractive ist ein gewisser Sinn für Humor nicht abzusprechen, denn auf der Rückseite der Verpackung wird deutlich gemacht, dass ein Hund (auch nicht ein klitzekleiner) keinesfalls zum Lieferumfang gehört … 😉 … ich finde es witzig.

Inbetriebnahme

Zum eigentlichen GPS Tracker gehört ein Aufladegerät mit einem zussätzlichen Stecker für den internationalen Gebrauch, zwei Befestigungsklammern für das Halsband sowie eine Bedienungsanleitung. Ladegerät zusammenstecken und dann erst einmal den Tracker aufladen. Das ist zwar nicht kompliziert, aber beim ersten Mal vielleicht etwas Fusselarbeit, denn die „Zähnchen“ der Lade-Klammer müssen genau in die passenden „Buchsen“ des Trackers. Aber wenn ihr es einmal verstanden habt, ist es kein Problem … Solange das Gerät lädt, leuchtet ein rotes Lämpchen, das ausgeht, wenn es voll geladen ist. Den Akku-Status könnt ihr auch über die App überprüfen (ich habe das so gemacht, weil bei meinem Gerät anfangs nie das Lämpchen ausging – jetzt schon …).Dann solltet ihr die Tractive App, die es sowohl im App Store als auch bei Google Play gibt, herunter laden und das Profil eures Vierbeiners anlegen. Ohne Smartphone funktioniert das über die Tractive GPS Web App und sieht dann so aus:
Neben allgemeinen Daten über den Vierbeiner findet ihr hier beispielsweise auch den Ladestatus des Ortungsgeräts. Außerdem könnten weitere Tracker hinzugefügt werden (beispielsweise für zwei Hunde). So, der Tracker ist aufgeladen, das Profil angelegt. Nun nur noch das Gerät am Halsband anbringen. Im ersten Moment macht die Befestigungsklemme keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Würde das Ortungsgerät tatsächlich einen ganzen Spaziergang „überleben“? Das nehme ich an dieser Stelle einmal vorweg: Ja, der Tracker sitzt tatsächlich fest am Halsband. Und er ist auch noch nach einem einstündigen Spaziergang an Ort und Stelle. Je nachdem wie locker das Halsband sitzt, kann es aber sein, dass der Tracker aufgrund des (wenn auch leichten) Gewichts zur Seite rutscht. Damit ein guter GPS-Datenempfang gewährleistet werden kann, sollte das Gerät aber möglichst oben am Hals liegen bleiben. Bei uns ist es immer ein Stück zur Seite gerutscht, was aber an der Art des Halbbands liegt.

Dayo testet

Eigentlich habe ich mir gedacht, dass das Ortungsgerät genau das richtige für Suri ist. Suri ist eine extrem gute und effiziente Jägerin. Auch wenn weit und breit kein Tier zu sehen ist, ihr könnt sicher sein, dass Suri eines aufspürt. Und dann ist sie weg. Und zwar richtig. Sie kommt in der Regel auch nicht zurück, sondern erwartet, dass ich sie dort abhole, wo sie die Jagd beendet hat. Das mag früher in der Wetterau noch irgendwie funktioniert haben, denn das Gelände war aufgrund fehlenden Waldes mehr oder weniger übersichtlich. Hier im Westerwald habe ich keine Chance, sie wiederzufinden, wenn sie mir abhaut. Das Tractive wäre also geradezu ideal für die Dame. Da wir im Moment aber in der Brut- und Setzzeit sind, ist mir das Risiko bei Suri doch zu hoch, sodass ich mich dafür entschieden habe, das Gerät für Dayo zu verwenden. Mit Dayo ist ein Test allerdings nur möglich, wenn auch der reizende Gemahl mit von der Partie ist, denn Dayo ist ein Hund, der sehr auf Frauchen und Herrchen fixiert ist. Er läuft in der Regel nicht weiter als zehn Meter entfernt von uns (bei läufigen Hündinnen bestätigen Ausnahmen die Regel … 😉 …), interessiert sich nicht besonders für Rehe, Hasen oder sonstiges Getier. Und wenn doch, dann ist er bisher immer sehr gut abrufbar gewesen. Also schicke ich den reizenden Gemahl mit Dayo voraus, und ich bleibe mit dem Live Tracking zurück …
Auf obigen Bild könnt ihr erkennen, dass Dayo in Form eines Bildes zu sehen ist. Ich bin der blaue Punkt. Noch sind wir gemeinsam an einem Ort. Sobald das Live Tracking startet und sich einer von uns bewegt, ist das auf dem Display sichtbar.
Die bereits zurückgelegte Strecke ist als roter Weg erkennbar. Das Live Tracking benötigt allerdings sehr viel von der Akku-Kapazität. Ihr könnt vorher einstellen, wie lange das Live Tracking jeweils läuft. Ich habe 15 Minuten eingestellt, dann wird die Echtzeit-Übertragung gestoppt. Beim ersten Testversuch habe ich mir vorher (mal wieder) nichts weiter durchgelesen und dann nicht wirklich verstanden, was das Live Tracking eigentlich bedeutet … wenn ihr dann dauernd auf der App „rumdrückt“, ist der Akku auch schneller entleert … 😉 …  es macht also großen Sinn, dass ihr euch vorher damit beschäftigt und nicht wie ich einfach los rennt und euch dann wundert, dass es vermeintlich nicht funktioniert. Der GPS Tracker ist mit einer SIM Karte ausgestattet und sendet und empfängt kontinuierlich Daten über das Mobilfunknetz. Dabei gibt es den Basis Tracking Modus, in dem ein Positionsupdate alle zwei bis 60 Minuten erfolgt. Würde Dayo verstört durch den Wald rennen, dann würde sich seine Position öfter aktualisieren, als wenn er sich im Garten nur die Sonne auf den Bauch scheinen liesse. Im Live Tracking Modus werden die Daten in Echtzeit alle rund vier Sekunden aktualisiert. Wenn ihr das Profil in der App anlegt, könnt ihr auch einen sogenannten „virtuellen Zaun“ eingeben (die etwas dunkler unterlegte Fläche mit dem Zaun-Zeichen in obigem Foto). Damit könnt ihr eine Sicherheitszone eingeben. Verlässt der Vierbeiner diese Zone, dann bekommt ihr einen Alarm auf euer Smartphone. Ich habe die Sicherheitszone auf ein Wiesengelände gelegt. Wenn Dayo diese Zone verlässt, weiß ich dass er kurz darauf im Wald verschwinden würde … 

Ihr könnt jederzeit (zumindest wenn ihr draußen eine flächendeckende Netzabdeckung habt) sehen, welchen Weg euer Vierbeiner genommen hat bzw. gerade nimmt. Und hinterher könnt ihr das Bewegungsprofil auch abrufen. In der App sieht das dann so aus:Und in der Web App so:

Welches Mobilfunknetz wird von Tractive GPS Tracker genutzt?

Während aus der Bedienungsanleitung nicht so richtig konkret hervorgeht, welches Mobilfunknetz zum Einsatz kommt, erläutert der Hersteller hier auf seiner Website in sehr anschaulicher Weise, welche Provider mit ihren Netzen zum Einsatz kommen. Mit ein paar Klicks könnt ihr selber überprüfen, ob und wie das eigene Einsatzgebiet versorgt ist. Dafür Daumen hoch.

Fazit

Ich finde, dass der Tractive GPS Tracker sehr sinnvoll ist. Obwohl Dayo ein Hund ist, der ausgesprochen gut hört und – wie bereits erwähnt – sehr fixiert auf seine Menschen ist, kann es ja doch einmal die Situation geben, dass er sich so erschreckt, dass er einfach wegrennt. Wenn das dann noch in einer unbekannten Gegend passiert, ist es natürlich toll, wenn er genau dann auch sein Ortungsgerät trägt. Das würde mir wahrscheinlich auch helfen, nicht in komplette Panik zu verfallen. Deswegen absolut alle Daumen nach oben. Da ich mit Dayo auch viel alleine wandere (ich habe mir den kompletten Westerwaldsteig vorgenommen), wird er dort nun auch mit dem Ortungsgerät unterwegs sein. Sicher ist sicher.

Noch viel sinnvoller ist der Tracker natürlich für Suri. Ich weiss, dass sie – trotz ihrer mittlerweile zehn Jahre – sofort losrennt, wenn sie das passende Objekt der Begierde sieht und riecht. Bei ihr werde ich das Ortungsgerät allerdings erst einsetzen, wenn wir in halbwegs „sicherer“ Umgebung unterwegs sind, wo die gesamte Situation überschaubar ist und bleibt … praktisch nur am Strand (auf Texel) oder einem ausgewiesenen Hundegelände … ansonsten ist mir das Risiko zu groß, dass ihr und ggf. auch anderen Tieren etwas zustoßen könnte.

Weitere Informationen:

  • Kommen wir zu den Kosten: Der „normale“ Tractive GPS Tracker (wie ihr ihn auf meinen Fotos sehen könnt), kostet 49,99 Euro. Ich finde, das ist ganz ok. Vor allem dann, wenn tatsächlich einmal der Fall eintritt, dass der Vierbeiner über das Ortungsgerät gefunden wird.
  • Für die den weiblichen Glamour-Hund von Welt gibt es den Tracker auch in der Pink Edition (ebenfalls für 49,99 Euro).
  • Für die (ausgebildeten) Jäger auf vier Beinen kommt das Gerät auch in einer Jagd-Edition mit Camouflage daher. Diese Edition kostet allerdings 69,99 Euro. Warum hier der Preis höher ist, erschließt sich mir nicht so wirklich. Ich konnte dazu auch (zumindest auf die Schnelle) keine Zusatzinformationen finden.
  • Darüber hinaus gibt es noch einen Tractive GPS Tracker XL. Dieses Ortungsgerät ist größer, schwerer (142 Gramm), aber die Akku-Laufzeit soll bis zu sechs Wochen sein.
  • Neben den einmaligen Kosten für das Gerät an sich kommen zusätzlich noch wiederkehrende Kosten für den aktiven Ortungsservice hinzu. Tractive bietet hierzu zwei Pakete an: Das Basis-Paket ist ab 3,75 Euro pro Monat buchbar und enthält das GPS Tracking, unlimitiertes Live Tracking und Mobilfunkabdeckung im Heimatland. Das Premium-Paket ist ab 4,16 Euro pro Monat zu haben und enthält das GPS Tracking, unlimitiertes Live Tracking, weltweite Abdeckung, unlimitierte Aufzeichnung vergangener Aufenthaltsorte, Export vom Positionsverlauf sowie Zugriff durch mehrere Benutzer und Premium Kundenservice.

Ach so …

Ihr erinnert euch vielleicht noch an Coffee und Angelika vom Blog wiederunterwegs.com aus Österreich, mit denen ich im vergangenen Jahr ein paar Tage im niederländischen Noordwijk verbracht habe? Coffe hat schon vor rund zwei Jahren den Tractive GPS Tracker getestet. Wie es bei ihm geklappt hat, könnt ihr hier lesen.

Offenlegung

Mir wurde der Tractive GPS Tracker inklusive einem Premium-Service-Paket für drei Monate kostenlos und ohne weitere Bedingungen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

 

 

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