Wandern im Red Rock Canyon

Heute geht es mal zum Wandern zum Red Rock Canyon, der ca. 15 Meilen vom Las Vegas Strip entfernt ist und rund 25 Meilen von unserem zu Hause im Nordwesten von Las Vegas. Es ist ein beliebter Ort zum Wandern und wird von ungefähr einer Million Menschen im Jahr besucht. Der höchste Punkt ist der La Madre Mountain mit 2.485 Metern. In unseren kurzen Wintern kann dort sogar auch Schnee liegen. Inmitten dieses Gebietes erstreckt sich eine 13 Meilen (= 20,9 Kilometer) lange Straße, die sich „Scenic Drive“ nennt.

Von Streifenhörnchen, Schildkröten und Eseln

Diese Straße führt vorbei an verschiedenen Wanderwegen und Rastplätzen. Das Visitor Center am Anfang der Straße informiert über die verschiedenen Wanderwege, Freizeitaktivitäten sowie Pflanzen und Tiere, die in diesem Naturschutzgebiet leben.  Auf rund 79.000 Hektar inmitten der Mojave Wüste tummeln sich unter anderem Streifenhörnchen, Schildkröten, Eidechsen, Taranteln und vieles mehr.

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Sogar wilde Esel können einem begegnen – jedoch sollte man hier vorsichtig sein, denn sie können auch sehr ungemütlich werden. Füttern ist absolut verboten!

Wilde Esel im Red Rock Canyon

Wilde Esel im Red Rock Canyon

Die Gegend ist wirklich wunderschön und wenn man hier wandert, hat man das Gefühl, ganz allein auf der Welt zu sein. Die Weite ist einfach unglaublich.

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Ein früheres Meer und der Joshua Tree

Es gibt bis zu 19 bekannte Wanderwege, die einen Schwierigkeitsgrad von leicht bis schwer aufweisen. Der kürzeste Wanderweg ist 0,75 Meilen (= 1,2 Kilometer) und der längste ca. sechs Meilen (= 9,6 Kilometer) lang. Wer hier Interesse hat, sollte sich einmal auf der Webseite www.redrockcanyonlv.org umschauen. Hier gibt es Details zu den verschiedenen Wandergebieten.

Die Red Rock Felsen bestehen aus Sandstein und erhielten ihre rote Farbe durch die Oxidation von Rückständen eines Meeres, das es hier vor mehr als 600 Millionen Jahren gab. Längste Zeit hielten sich in diesem Gebiet die ursprünglichen Einwohner Amerikas auf, die Uramerikaner. Man nimmt an, dass hier damals bis zu sechs verschiedene Stämme gelebt haben.

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Inmitten dieser ganzen Pracht ist man einfach nur sprachlos. Während wir so vor uns her staunen, erkundet Julius die Pflanzen- und Tierwelt.

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Eine der bekanntesten Pflanzen in der Wüste ist der Joshua Tree, der seinen Namen von mormonischen Siedlern im 19. Jahrhundert erhielt.  Der Joshua Tree wächst in Kalifornien, Arizona, Nevada sowie Utah und kann bis zu 15 Meter hoch werden!

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Während wir weiterwandern, stoßen wir auf eine Gruppe Reiter, die angeführt von einem erfahrenen Gruppenleiter langsam bergab über den steinigen Boden schaukeln. Ganz hinten kann man es erkennen.

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Julius und mein Mann genießen die Aussicht!

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Wasser in der Wüste und endlich BBQ

Bevor wir wieder zum Auto zurückgehen, stoppen wir noch schnell an einer schönen Wasserstelle. Wer hätte das gedacht? Inmitten der Wüste?

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Julius ist von dem reinen, kühlen Nass begeistert!

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Wow, nun wir sind wirklich kaputt! Über zweieinhalb Stunden waren wir unterwegs. Aber Moment mal – bevor wir losfahren, muss ich noch etwas erledigen …

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Ja, sogar Hasenohren kann man sich am Visitor Center des Scenic Drive aufsetzen … 😉

So, nun sind wir wirklich müde und hungrig und können es kaum abwarten, unsere Füße hochzulegen. Ab ins Auto und nach Hause!

Foto: Karen Hannemann

Foto: Karen Hannemann

Hier wird der mit Natur gefüllte Tag dann mit einem gemütlichen Grillabend und einem Glas Wein in unserem Garten beendet! Prost und bis zum nächsten Mal!

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Text: Katja Williams / Fotos: Katja Williams, sofern nicht anders in der Bildunterschrift angegeben.

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