Frankreich, Wandern mit Hund
Schreibe einen Kommentar

Les trois Moulins – die Pfeiffers wandern in der Normandie

Ja, meine Urlaubsreporterin, Claudia Pfeiffer,  gibt es noch. Sie war  mit ihrem Rudel in der Normandie unterwegs und ist dort natürlich auch fleißig gewandert. Unter anderem hat sie sich auf den Weg zu „Les trois moulins à vent de Moitiers d’Allonne“ (die drei Windmühlen von Moitiers d’Allonne) gemacht. Und davon erzählt uns Claudia heute. 
Anfang Oktober waren wir in der Normandie. Genauer gesagt auf der Halbinsel Cotentin. In dem kleinen Ort Les Moitiers-d’Allonne steht unser Ferienhaus, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Abgesehen von herrlichen Ausflügen haben wir auch direkt vom Haus aus die ein oder andere Wanderung gestartet.

Les trois Moulins oder auf zu den drei Mühlen

An einem wunderschönen Oktobervormittag machen wir uns auf den Weg zu den drei Mühlen von Moitiers d’Allonne. Die geplante Wanderroute

Der blaue Weg in der Karte ist unsere geplante Wanderroute. Und bei dem Buchstaben C sind die drei Mühlen. Aus Erfahrung wissen wir, dass die meisten Wanderwege in Frankreich sehr oft (fast) nur über die Landstraßen verlaufen. Trotzdem hoffen wir, dass wir dieses Mal etwas mehr Glück haben.

Tatsächlicher Wanderweg

Zunächst spazieren wir an der Landstraße D242 entlang. Dann sollte irgendwann auch ein Feldweg kommen. Ha, großartig. Der kam dann auch!

Hier beginnt unser Feldweg

Ganz offensichtlich wird dieser Weg kaum oder vermutlich gar nicht genutzt … 😉 … aber das hohe Gras schreckt uns nicht ab, hier weiter zu gehen! 

Hohes Gras stört uns nicht

Es bleibt leider nicht nur bei hohem Gras. Das war ja klar. 

Igitt. Brennnesseln!

Brennnesseln kommen auch noch dazu. Für uns ist das kein Problem da wir lange Hosen an haben, aber Kira „is not amused at all“!

Aber wir kämpfen uns tapfer durch die normannische Natur und stoßen am Ende des Weges auf ein Tiergatter mit Stacheldraht.Wir überlegen kurz, ob wir hier nun weiter gehen sollen. Aber auf der anderen Seite sieht es nicht mehr ganz so schlimm aus. Wir können erahnen, dass hier ein anständiger Feldweg kommt. Oder besser ausgedrückt, einer auf dem wir gut wir laufen können.

Wie komme ich hier jetzt weiter?

Sambo ist zwischen den Streben einfach hindurch gestiegen. Kira hat natürlich prinzessinnenmäßig erst mal ein Drama draus gemacht. Mit etwas Überredungskunst und reichlich Leckerchen ist sie dann aber auch da durch gestiefelt … 😉 … 

Da mussten wir durch …

… und so ging es weiter.

Von Landstraße, Feldwegen und Monolithen

Endlich! Ein Weg, der angenehm zu laufen ist. Jetzt ist es nicht mehr weit, und wir erreichen den eigentlich geplanten Wanderweg. Der geht – wie wir es schon vermutet haben – wieder direkt auf der Straße weiter. Die Straße nennt sich Le Petit Breuil.

Und immer wieder grüßt die Landstraße

Wir passieren diverse Bauernhöfe. Das Wetter ist angenehm, und es liegt noch ein Hauch des vergangenen Sommers in der Luft.  Da ist es dann auch egal, ob wir auf einer Landstraße spazieren. Schon bald erreichen wir den nächsten Feldweg, den wir nehmen.

Auf der Wanderkarte haben wir gesehen, dass dieser Weg eine Sackgasse ist. Aber über ihn erreichen wir unser Zwischenziel – die Megalithen-Monumente „Dolmen von Breuil“ oder auch „Druiden-Altar“ genannt.

Hier geht es zu den Megalithen

Und wo bitte sind die Megalithen

Wir laufen den Weg bis zum Ende, aber finden nirgendwo einen Hinweis auf die Megalithen. Aber sie müssen hier sein. In unserer Wanderkarte ist das Zwischenziel mit dem Buchstaben B gekennzeichnet.

Alles etwas merkwürdig. Sind wir etwa daran vorbei gelaufen, ohne es zu bemerken? Könnte ja sein! Wir gehen den Weg wieder zurück und schauen uns jede Abzweigung noch einmal genau hinein. Es muss doch hier irgendwo sein! Es ist auch nirgends ein Schild zu sehen oder sonst irgendeine Infotafel.

Dahinten. Da sind sie.

Endlich finden wir die richtige Abzweigung. 

Infotafel


Diese Megalithen zeigen eine alte kollektive Bestattung (eine Art Massengrab), die 19,8 Meter lang ist und sich nach Nord-Süd orientiert. Ganz schön groß. Wir schauen uns das Ganze an und dann kann es weiter gehen. Es geht zur Straße zurück und auf ihr ein Stück entlang.

Auf Feldwegen lässt es sich bequem marschieren.

Der Weg sieht gut aus und lässt sich auch prima laufen. In Frankreich werden viele Felder oftmals von Sträuchern und Bäumen umgrenzt. Das sieht natürlich sehr schön schön aus. Ganz besonders dann, wenn die Sträucher und Bäume – wie hier – fast zu einem Art Tunnel geschnitten und in Form gehalten werden. 

Les trois Moulins – Ziel erreicht

Nun sind wir nicht mehr allzu weit von unserem Ziel entfernt und erreichen unser Ziel kurze Zeit später.

Infotafel


Die erste Mühle ist zwar etwas eingewachsen, aber wir können sie umrunden. Die zweite Mühle ist sehr schön frei geschnitten und auch offen. Es ist aber eher eine Mühlenruine. Drinnen gibt es nichts mehr zu sehen. Mühle Nummer 3 ist von Sträuchern und Bäumen so eingewachsen, dass wir gar nicht erst dorthin kommen.

Wie gut, dass wir unseren Quadrocopter dabei haben. Damit können wir uns die Gebäude aus der Luft anschauen und natürlich auch die entsprechenden Fotos machen. 

Die Mühle, die auch zugänglich ist

Wie ihr seht, gibt es hier sogar einen Trimm-Dich-Pfad. Besonders sportliche Menschen (und Hunde) machen hier keine Pause, sondern betätigen sich aktiv … 😉 … wir jetzt eher nicht, weil uns die Wanderung durchaus ausreicht!

Wir schauen uns auf der Wanderkarte den Rest des Weges an. Er geht – wie kann es anders sein – nur noch an der Landstraße entlang. Darauf haben wir keine Lust. Gott sei Dank haben wir einen guten Netzempfang und so haben wir den schnellsten Weg zurück zu unserem Ferienhaus gegoogelt. 

Feldweg-Tunnel

Es geht an der D425 entlang bis zur Straße Le Meaudenaville de Bas. Dort sehen wir nochmals einen von diesen wunderschönen „Tunnel-Wegen“. Auf dem letzten Kilometer werden wir etwas langsamer und genießen den Blick auf eine herrliche Landschaft.

Herrlicher Ausblick

Kurz bevor wir unser Feriendomizil erreichen, passieren wir noch einen „lost Place“ … 

Unbewohntes Haus am Straßenrand

Und dann ist es geschafft, und wir machen uns einen gemütlichen restlichen Tag. Kira und Sambo schlafen fast sofort ein … ich hoffe, dieser Ausflug in die Normandie hat euch gefallen. 

Bis bald und viele Grüße – eure Claudia

Alle Urlaubsbeiträge von „den Pfeiffers“ in Frankreich könnt ihr hier finden.
 
 
Text + Fotos: Claudia Pfeiffer, Ein Blick durch meine Linse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.