Hundefreundliche Hotels, Österreich
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Hundum zufrieden im Alpenhaus Kaprun

Im vergangenen November habe ich Angelika und Coffee von WiederUnterwegs im niederländischen Noordwijk getroffen, wo wir ein paar wunderbare Tage an der Nordsee verbracht haben. Es war viel zu wenig Zeit, um ausführlich zu quatschen, also haben wir beschlossen, dass wir uns 2018 zu einem persönlichen #traveldogcamp treffen wollen. Und das hat tatsächlich geklappt. Vier Tage Kaprun Anfang November. Und gewohnt haben wir im sehr hundefreundlichen Alpenhaus Kaprun.

 Am 4. November geht es nach einem schönen Morgenspaziergang gegen 9.30 Uhr los in Richtung Salzburger Land. Der reizende Gemahl hält zu Hause die Stellung und sein restliches Rudel hat an diesem Sonntag eine stressfreie Anfahrt. Zwei Pippi-Pausen später und einmal extrem teuer in Deutschland und einmal (aus deutscher Sicht zumindest) sehr preiswert tanken in Österreich, erreichen wir gegen 16.30 Uhr Kaprun, wo wir sehr freundlich begrüßt werden. Für Dayo, Suri und mich ist Zimmer 116 im ersten Stock reserviert. 

„… vom Leben nahe den Bergen …“

Dabei handelt es sich um ein Zimmer der Kategorie „Alpenwohnen L„, das 35 Quadratmeter groß ist und wirklich ausreichend Platz bietet für uns drei (auch der reizende Gemahl hätte noch mit reingepasst … 😉 …. Vor allem Dayo und Suri können sich hier so richtig schön ausstrecken und auch mal den Platz wechseln.

Bei Dayos erster Zimmerinspektion hat er natürlich auch gleich das Willkommenspaket für Hunde entdeckt, das zwei (frisch gewaschenen) Hundedecken, zwei Näpfe, Kauknochen, Hundewaschlappen (Einweg) und einem passenden Doorhanger besteht. Daumen hoch!

Mein Zimmer hat einen schönen Balkon mit Blick bis zur Kirche und ist mit einem Auge fürs Detail eingerichtet. 

Das Motto des Hotels „… vom Leben nahe den Bergen …“ spiegelt sich sowohl in den Sesselbezügen als auch in den Kissen, Lampen oder Bildern wider. Mir gefällt’s und sehr sauber ist es auch. 

Was in manchen Hotels auf der Strecke bleibt, ist hier im Alpenhaus Kaprun fast schon im Übermaß vorhanden: ausreichend Schrankkapazitäten. Ich hätte hier ohne weiteres Gepäck für eine Woche (inklusive der Hundesachen) unterbringen können und das Zimmer hätte immer noch ordentlich ausgesehen … toll!

Ein bisschen Posing muss sein

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Ein bisschen Posing muss sein

Hundefreundliche Mitarbeiter, wo ihr geht und steht

Ich habe ja nun schon das ein oder andere hundefreundliche Hotel erlebt. Aber im Alpenhaus Kaprun wird das schon fast zelebriert. Zum einen gibt es einen Hotelhund (den wir aber nicht kennengelernt haben) und zum anderen sind fast alle Mitarbeiter immer proaktiv auf uns zugekommen, wollten Dayo und Suri (was diese nicht immer lustig fand) streicheln, erkundigten sich über deren Leben (nein, meine Erlebnisse waren nicht so interessant … 😉 …) und im speziellen auch über die Rasse Rhodesian Ridgeback und sahen diskret darüber hinweg, dass Angelikas Coffee in den ersten beiden Tagen vor lauter Aufregung über das Hundetreffen immer lauthals losgebellt hat … gerne morgens in der Hotelhalle … 

Und Tina Verdi, Geschäftsführerin der Alpenhaus-Hotelgruppe, sagt dazu: „Das gehört einfach zur Philosophie der Alpenhäuser. Wir haben in allen drei Hotels Hotelhunde. Und wir machen keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Hunden. Alle Hunde sind uns willkommen.“ Im Restaurant sind die Vierbeiner allerdings nicht erlaubt. Wer allerdings ohne seinen Hund nicht sein kann, der kann in der Bar essen.

Gemütliches Ambiente im ganzen Haus

Wie im Zimmer zieht sich das Motto „… vom Leben nahe den Bergen …“ durch das ganze Hotel. Ich habe das Alpenhaus Kaprun als sehr gemütlich empfunden. 

Überall Plätze, an denen ihr euch zum Ausruhen, Genießen oder einfach nur so niederlassen könnt (natürlich mit Hund). Es ist gemütlich, aber nicht „angestaubt alpenländisch“. 

An fast jeder Ecke gibt es neue Details zu entdecken, und alles zusammen ergibt eine Atmosphäre, in der Angelika und ich uns sehr wohl gefühlt haben. Modern und schick.

Von der Lust zu essen …

Zugegebenermaßen gehöre ich ja zu den Menschen, die sehr gerne essen. Und zu einem perfekten Hotelaufenthalt (mit Hunden) gehört auch ein ordentliches Frühstück und leckeres Abendessen. 

Und was soll ich lange drum herum reden. Wir hatten Halbpension und das Essen war super. Wenn wir nachmittags von unseren Exkursionen  zurück ins Hotel kamen, gab es eine zünftige Jause – zum Beispiel Germknödel mit Vanillesauce. Ich hatte mich großartig unter Kontrolle! Nur einen einzigen Germknödel habe ich gegessen (leider). Abends wurde dann ein 3-Gang-Menü plus Vorspeisenbuffet angeboten. Es standen neben zwei Suppen und zwei Desserts drei Hauptspeisen (Fleisch, Fisch, vegetarisch) zur Auswahl. Dazu ein oder zwei Gläser roter Spritzer (Rotweinschorle) und wunderbare Gespräche mit Angelika – fertig war ein wunderbarer Abend! 

Abwechslungsreiches ...

Und das Frühstücksbuffet ließ ebenfalls keine Wünsche offen. Von frisch zubereiteten Spiegeleiern über Bergkäse (sehr lecker) bis hin zu Wurst und Schinken. Alles da, was ihr für einen guten Start in einen Urlaubstag benötigt. 

Gassirunden ohne Pippifrust

Das Alpenhaus Kaprun liegt mitten im Ort.

Aber es dauert keine fünf Minuten, um auf schöne Strecken für kurze oder lange Gassigänge zu kommen (ihr könnt beispielsweise auch direkt nach Zell am See spazieren. Die Strecke kommt ohne große Steigungen aus).

Und an allen wichtigen Knotenpunkten (wirklich an allen!) gibt es Hundesackerl und Mülleimer. Ich hatte Gott sei Dank immer meine eigenen Tütchen dabei, weil ich leider bis zum Schluss die Sache mit den umweltfreundlichen Hundebeuteln aus Papier und Pappe (dafür wirklich den Daumen ganz nach oben) nicht geregelt bekommen habe. Angelika hat die Hinterlassenschaften von Coffee damit ganz nonchalant im Vorbeigehen aufgesammelt (vermutlich hat sie vorher geübt … ich bin mir ganz sicher). Ich habe das nicht hinbekommen. Zwei Hunde an der Leine. Der eine verrichtet sein Geschäft unter einem Baum auf der rechten Seite. Die andere möchte gerne auf der Wiese … neee, das habe ich einfach nicht geschafft. Also das Wegräumen schon, aber nicht mit den angebotenen Papiertüten.Angelika und ich sind uns in vielen Dingen ähnlich. Sie hat genauso wie ich einen ganz bestimmten Rhythmus. Und obwohl wir uns insbesondere nie morgens zum Frühgassigang verabredet haben, sind wir immer zur gleichen Zeit unterwegs gewesen. 

 Mal abgesehen davon, dass ich natürlich am liebsten mit dem reizenden Gemahl unterwegs bin, reise ich eigentlich ganz gerne alleine. Keinen, auf den ich Rücksicht nehmen muss oder bei dem ich dauernd ein schlechtes Gewissen habe, weil ich mich erst um die Hunde kümmere und dann um mich und andere. Mit Angelika und Coffee war das prima. Wir waren sozusagen im Gleichklang unterwegs. Coffee hier, Dayo und Suri da. Foto jetzt. Kannst du mal schnell die Hunde halten … Handy hier, Kamera da. Pippi nicht vergessen. Leckerlis auch nicht. Es war wirklich schön und vor allem entspannt mit den beiden. Und Coffee hat nach 48 Stunden auch nicht mehr gebellt, wenn er uns gesehen hat.

Kapruner Impressionen

Wie bereits erwähnt, liegt Kaprun im Salzburger Land. Genauer gesagt  im Pinzgau am Fuße des Kitzsteinhorns. Der Ort hat ungefähr 3.000 Einwohner. Über dem Ort wacht die Kapruner Burg, die 12. Jahrhundert erbaut wurde und heute Ort von zahlreichen Festivitäten und Veranstaltungen ist.

Kapruner Kirche im Licht der untergehenden Sonne

Fazit

Mir hat es in Kaprun sehr gut gefallen. Obwohl das Alpenhaus mitten im Ort liegt, seid ihr ganz schnell am Ortsrand und habt dann ausreichende Möglichkeiten, für kurze Gassi- und lange Spaziergänge. Prima finde ich auch, dass es sehr viele Hundesackerl-Stationen mit Mülleimern gibt. Kaprun ist ein wunderschöner kleiner Ort, der auch viele (!) Shopping-Möglichkeiten bietet. Wir hatten in keinem Geschäft Probleme, die Hunde mit hinein zu nehmen. Und ich habe nur ein Andenken-Geschäft entdeckt, wo draußen dran stand, dass Hunde nicht erlaubt sind (und das ist ja dann auch kein Problem).

Im November ist es eine Auszeit zwischen den Saisons. Das ist sehr angenehm. Im Winter ist Kaprun natürlich ein sehr angesagter Wintersportort, der vermutlich aus allen Nähten platzt. Und im Frühling, Sommer und Herbst sind hier die Wanderer und Mountainbiker unterwegs. Das könnte dann durchaus mit Vierbeinern etwas anstrengender sein – zumindest wenn man alleine (zwei Frauchen) mit drei großen Hunden unterwegs ist … 

Ach so: WLan ist kostenlos im Alpenhaus Kaprun verfügbar und besteht auch meinen ultimativen Test: Videos aus den Mediatheken lassen sich perfekt streamen (und ich verstehe immer noch nicht, warum ich auf dem Kitzsteinhorn auf 3.000 Meter 4G-Empfang habe und fünf Kilometer von Montabaur entfernt gar keinen Empfang …).

Den tollen Alpen.Veda.Spa habe ich nicht ausprobiert. Aber Angelika hat sich alles angeschaut und auch das Dampfbad ausprobiert. 

Gibt’s auch etwas zu meckern?

Hmm, für mich nicht. Schnäppchenjäger werden allerdings nicht erfreut sein, zu hören, dass das hoteleigene Parkhaus mit zehn Euro pro Tag zu Buche schlägt. Alternativ könnt ihr euch aber auch einen Parkplatz außerhalb suchen …

Hundeurlaub im Alpenhaus Kaprun

  • Hunde kosten pro Nacht und Hund 12 Euro. Dafür gibt es ein Willkommenspaket, das aus Decke, Napf, Kauknochen, Pfoten-Doorhanger (Hund alleine im Zimmer) und (Hunde-)Waschlappen besteht.
  • Hund sind aus hygienischen Gründen nicht im Restaurant und auch nicht im Spa-Bereich erlaubt. In der Lobby, der Bar und auf der Terrasse sind sie jedoch herzlich willkommen.
  • Die Mitarbeiter gehen wirklich freundlich mit allen Hunden um und freuen sich sehr, wenn diese sich streicheln lassen.
  • Eine Übernachtung im Zimmer Alpenwohnen L (35 Quadratmeter) könnt ihr inklusive Halbpension in der Nebensaison ab 130 Euro pro Nacht buchen.
  • Das Parkhaus kostet 10 Euro pro Tag (wer kein Problem hat, etwas zu laufen, findet aber auch in der Umgebung einen kostenfreien Parkplatz)
  • In Kaprun herrscht Leinenpflicht (immer). Auch außerhalb des Ortes.
  • Weitere Informationen über das Alpenhaus Kaprun findet ihr unter www.alpenhaus-kaprun.at.

Natürlich waren Angelika und ich mit den Hunden auch ganz oben auf dem Kitzsteinhorn auf über 3.000 Metern und in Zell am See … aber das sind andere Geschichten, die ich euch beim nächsten Mal erzähle. Die Sicht der Dinge von Angelika und Coffee findet ihr hier

Vielen Dank an Tina Verdi und Jenny Wiesalla für die Gastfreundschaft und die Aufnahme als Alpenhaus Family & Friends. 

Das letzte Wort …

So gehe ich hin und trage es in die Welt hinaus: Coffee hat nach 48 Stunden das Anbellen von Dayo und Suri eingestellt. Jubel. 

Lesetipp: Schaut mal bei Angelika und WiederUnterwegs vorbei. Sie war mit Coffe beispielsweise im Hundeurlaub auf Krk und in Slowenien … 

 

 

2 Kommentare

  1. HAHAHHAHAHAHAHAHAHA – danke für das letzte Wort. Coffee braucht halt seine Zeit, aber dann – aber dann.. Danke für den Jubel.
    UND: ICH hatte zwei Germknödel und ich steh dazu. Coffee ist ja auch viel anstrengender zu handlen als die beiden Bären.
    Schön war.s

    • martinazuengel sagt

      Ja, liebe Angelika, ich fand’s auch sehr schön. Wo halten wir das #traveldogcamp 2019 ab? Funktioniert denn jetzt das ultimative Wort „Schluss“ immer noch bei Coffee!! Er ist ein lieber Kerl, und letztendlich hat doch alles perfekt geklappt!! Nur beim nächsten Mal esse ich auch zwei Germknödel …
      Bussi
      Martina

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