Angelika und Coffee – Klappe, die Zweite

Bereits im Sommer des vergangenen Jahres habe ich euch Angelika und Coffee aus Österreich vorgestellt. Angelika zählt zu den ganz großen und sehr bekannten Reisebloggerinnen in Österreich. Sie ist viel unterwegs und hat dabei auch sehr oft ihren Vierbeiner im Schlepptau. Das hat mich dazu verführt, ihr nun ein zweites Mal die vier Fragen an sechs Pfoten zu stellen.

1. Wer bist Du und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

wieder-unterwegs-2Der unbändige und ungestüme, nicht müde zu kriegende Vierbeiner an meiner Seite – das ist Coffee, seines Zeichens ein kohlrabenschwarzer Labrador-Retriever, der sich mit uns seit fast drei Jahren Haus, Garten und seit einiger Zeit auch die Reisen teilt. Denn ich bin Reisebloggerin, d.h. ich habe ein Online Reisemagazin, auf dem ich von meinen Unternehmungen im In- und Ausland berichte – und das immer öfter auch mit Hund. Coffee begleitet mich dann als #CoffeeUnterwegs, der Traveldog mit dem eigenen Hashtag und so werden anfangs entspannend anmutende Reisen oft zu organisatorischen Herausforderungen. Coffee ist zwar hunde-, menschen- und vor allem kinderfreundlich, aber wenn ihm untertags nicht genug Programm und Sport geboten wird, dann wird er schnell, nun ja, unleidlich.

... und das Herrchen darf manchmal auch mitfahren ...

… und das Herrchen darf manchmal auch mitfahren …

2. Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel bist – was ist wichtig für Dich, wenn Du mit Hund reist?

Wenn ich mit Hund als Hotelgast in Betrieben absteige, dann ist mir eines besonders wichtig: Ich möchte nicht als Bittsteller daher kommen. Denn weder erhalte ich eine gratis Leistung (denn die Hundenächtigung geht ja mittlerweilen ganz schön ins Geld) noch ein Almosen dafür, dass ich mit Hund ankomme. Natürlich gibt es bedeutende Unterschiede in den Hotels. „Hunde auf Nachfrage“ – das wirkt auf uns beide nicht einladend und diese Hotels meiden wir. „Kleine Hunde erlaubt“ – das finden wir reichlich komisch und erinnert uns immer an „Handtaschenhunde“ – das sind wir aber beileibe nicht. „Hunde willkommen“ – ja, das gefällt uns. Leider steht dies oft nur auf dem Papier bzw. auf der Website und in der Realität schaut es schnell anders aus. Ich erwarte nicht, dass Coffee persönlich begrüßt wird (obwohl das in wirklich professionell geführten Hotels schon öfters der Fall war), aber um Höflichkeit und Freundlichkeit. Bitten oder „betteln“ – das werde ich nicht.wieder-unterwegs-6Im Zimmer angekommen freuen wir uns über jede und zwar wirklich jede Kleinigkeit, die beweist, dass sich hier jemand bezüglich „Hunde willkommen“ auch tatsächlich Gedanken gemacht hat: Das beginnt mit Handtüchern für übel riechende Hunde, die aus dem Regen kommen und gatschige Hundepfoten, geht über ein Hundebettchen mit ein paar Leckerli, Hundenäpfe und ganz wichtig: Müllsäcke im Abfalleimer. Nichts ist ekliger, als die leeren Hundedosen direkt in den Abfalleimer werfen zu müssen: WIR denken schließlich auch an das Servicepersonal. Ebenso erwarten wir uns – unaufgefordert – Tipps zum Gassigehen in der Nähe, Spazierrouten in der näheren Umgebung und „Hunde-Sackerln“.wieder-unterwegs-10Auch freuen wir uns, wenn wir Coffee abends zum Essen ins Restaurant mitnehmen dürfen. Keiner erwartet, dass der Hund an den Pool oder in den Wellness Bereich darf, aber zu einem gelungenen Urlaub als Hundebesitzer gehört eben auch ein gemütlicher kulinarischer Abend und dieser ist endenwollend, wenn wir dabei im Hinterkopf immer an den Hund im Zimmer denken.

3. Was ist Dein persönlicher Urlaubstipp für HundeReisenMehr?

wieder-unterwegs-7In Österreich bin ich als Alleinreisende zum Wandern mit Hund sehr gerne in den hiesigen JUFA (Jugend- und Familienhotels) unterwegs. Ein Großteil unter ihnen ist hundefreundlich. Man fühlt sich auch als Alleinreisende sehr wohl und ein mitreisender Hund fällt nicht ungut auf. Zudem nächtigen hier auch viele naturbegeisterte Urlauber und Sportler, die meist sehr unkompliziert sind – so wie die Hotels auch. Gut gefallen für einen Trip mit Hund an den steirischen Leopoldsteiner See im Erzgebirge hat mir demnach das dortige JUFA gefallen – auch die Lage mitten im Grünen war für Hundebesitzer perfekt. In ausgesprochene Hundehotels reise ich selten, das ist sogar mir zuviel Trubel – aber für einen unkomplizierten Wander- oder Skiurlaub mit Hund (ja, auch zum Skifahren mit Hund, denn hier gibts supernettes Hunde-Sitting während wir Sikfahren, Wellnessen oder Kursen) kann ich das 3-Stern Haus Residenz Gruber im Salzburgerland im gerade wieder aufstrebenden Gasteinertal empfehlen. Hundefreundlich bis dort hinaus, der Hund darf sich im gesamten Haus und Garten frei bewegen und es gibt Panorama-Wanderwege bis zum Abwinken. In der Vierstern Kategorie teste ich jetzt immer öfter die Falkensteiner-Kette, die explizit für „Urlaub mit Hund“ wirbt.

4. Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

Seit wir mit Coffee #wiederunterwegs sind, haben wir natürlich noch mehr Gepäck als sonst, denn schließlich soll sich der Herr Hund auch auf Reisen wohlfühlen und nicht sonderlich einschränken müssen … 🙂 …wieder-unterwegs-8So schleppen wir nun stets einen Tagesrucksack mehr mit: Mit dabei sind Hundeutensilien – sowohl beim Wandern als auch beim Reisen im Auto oder Camper: reichlich frisches Wasser, Näpfe diverser Größen, Ersatzgeschirr für wilde Verfolgungsjagden, Bestechungs-Leckerli aller Art und eine kleine bunte Auswahl von Leinen aller Art. Weiters reist Herr Hund auch mit eigener zusammenrollbarer Liegematte, extrem langer Laufleine, Bürste, Wasserspielzeug und Frisbees. Letztere unterliegen bei uns einer besonders kurzen Halbwertszeit und werden deshalb gerne unter uns umgangssprachlich „Fress-Bees“ genannt.Unumgänglich bei solch naturverbundenen Vierbeinern wie Coffee ist allerdings auch eine Selektion an Handtüchern und alten Bettlaken – für dreckige, nasse, schlammige Hundepfoten im Hotel oder im Auto.wieder-untewegs-9
Liebe Angelika, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mir ein zweites Interview zu geben und dabei wieder einige wirklich tolle Tipps zum Thema „Urlaub mit Hund“ gegeben hast. Ich bin ja schon lange Fan deines Blogs und die, die es gerne werden möchten, werden unter www.wiederunterwegs.com fündig.

Fotos: Angelika Mandler-Saul

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