Die Pfeiffers in der Normandie – Mont-Saint-Michel

Über Strände und Strandspaziergänge in der Normandie hat uns Claudia bereits vor einiger Zeit berichtet. Aber natürlich war sie mit ihrem Rudel auch beim berühmten Mont-Saint-Michel und im Naturschutzgebiet „Mare de Vauville“.

So, endlich war es soweit. Wir wollten unbedingt dorthin, wo sie alle hin wollen – zum Mont-Saint-Michel. Nach fast zwei Stunden Fahrt waren wir auf dem Parkplatz. Nun trennen uns nur noch zwei Kilometer von der bekanntesten normannischen Insel, die wir über den Damm erreichen. Wir laufen über den Damm, obwohl wir auch den kostenlosen Shuttlebus hätten nehmen können. Kostenlos hört sich gut an! Der Shuttlebus wird sicherlich mit den hohen Preisen vom Parkplatz finanziert … 😉 …IMG_8590Und je näher wir kamen umso beeindruckender war sie – die Insel. Wir haben Glück, denn es war gar nicht so voll, dachten wir jedenfalls! Doch als wir  durch die engen Gassen gelaufen sind, haben wir erst einmal gesehen, wie viele Menschen auf dieser Insel unterwegs sind.DSC_0177Ich möchte gar nicht wissen, wie voll es hier in der Hauptsaison ist. Später sind wir wieder zurück zum Auto und haben uns ganz in Ruhe einen kostenlosen Parkplatz gesucht. Wir wollten den Einbruch der Dunkelheit abwarten, denn dann wird der Mont-Saint-Michel angestrahlt und das wollte ich gerne fotografieren. Für die Hunde war das dann auch ganz schön, weil wir abseits der Menschenmenge einen ordentlichen Spaziergang gemacht haben.  Als es endlich dunkel wird, machen wir uns zu Fuß auf den Weg, stellen das Stativ auf und machen ein paar Fotos.IMG_8614Mehr als die Hälfte unseres Urlaubs ist jetzt vorbei, und wir haben noch zwei Touren geplant. Einmal soll es nach Vauville gehen, wo das  schöne Naturschutzgebiet „Mare de Vauville“ liegt. Dabei handelt es sich um eine Süsswasserlagune, die durch eine Düne vom Meer abgeschirmt wird. Wir erreichen den Parkplatz. der direkt am Strand liegt, nach 35 Minuten Autofahrt. Von hier aus müssen wir noch eine Weile parallel zum Strand in Richtung des Naturschutzgebietes laufen.DSC_0243Dort angekommen, lesen wir, dass Hunde im Naturschutzgebiet nicht erlaubt sind. Auch nicht an der Leine. So ein Mist. Was machen wir jetzt? Hmm, vielleicht gilt das Verbot ja nicht in der Nebensaison? Mit einem leicht schlechten Gewissen setzen wir uns über das Verbot hinweg. Wir bleiben immer brav auf den Wegen. Und die Hunde bleiben an der Leine. Wie wir an einigen Hinterlassenschaften links und rechts des Weges sehen, sind wir offensichtlich nicht die einzigen, die ihre Vierbeiner mitnehmen. Aber unsere Hunden sollen hier nichts hinterlassen. Darauf haben wir die ganze Zeit geachtet.DSC_0248Eigentlich ist es hier im Naturschutzgebiet recht schön, obwohl wir weder Vögel noch andere Naturschutzgebietsbewohner sehen. Das Schilf ist hoch, und wir können nicht darüber schauen. Aber die Ruhe ist auch etwas Wunderbares. Wir hören nur die Vögel zwitschern und das Rauschen vom Schilf, wenn der Wind weht.Das Naturschutzgebiet ist jedoch nicht unser einziges Ziel heute. Hier gibt es nämlich auch eine Düne mit Aussichtspunkt. Dieser ist etwa 125 Meter hoch.DSC_0250Noch lässt es sich gut laufen, denn wir sind ja im Naturschutzgebiet. Als wir dieses verlassen, geht es erst einmal steil nach oben. Und das auf einem Weg, der hauptsächlich aus weichem Sand besteht. Das schlaucht ganz schön, und wir kommen richtig ins Schwitzen. Puh! Kira läuft vorne weg und gibt das Tempo an.DSC_0256Wir kommen kaum hinterher. Unterwegs kommen uns da so „seltsame“ Gedanken: Zu dem Aussichtspunkt hätten wir bestimmt auch mit dem Auto fahren können. Aber das wäre ja zu einfach gewesen! Und so laufen wir brav weiter, bis wir es dann endlich geschafft haben. Und wir werden mit einem tollen Blick über die Bucht von Vauville belohnt. DSC_0264Unter uns die Dünenlandschaft von Biville. Sie hat eine Fläche von ca. 200 Hektar. Ein Traumblick, den wir jetzt erst einmal in Ruhe genießen, bevor es wieder zurückgeht. Wir laufen dann durch diese Dünenlandschaft direkt zum Strand.DSC_0266Von hier aus geht unser Weg nur noch am Strand von Vauville entlang. Dieser ist mit elf Kilometern auch ganz schön lang! Die Hunde können hier toben und frei laufen.DSC_0269Drei Stunden, 45 Minuten und elf Kilometer später sind wir wieder an unserem Auto. Wir waren etwas erledigt … 😉 …

An unserem vorletzten Urlaubstag machen wir unsere letzte geplante Tour. Wir fahren 35 Minuten mit dem Auto, starten am Parkplatz Baie de Quervière und gehen in Richtung Landemer.DSC_0278Bis dahin passieren wir Le Doué du Moulin, La Pissotière, Le Bec d’Amont und Le Havre de Vouy. Der Weg besteht aus schmalen und breiten Trampelpfaden. Ab und zu kommen Felssteine hinzu.DSC_0289Diese sind hier und da glatt, weil es mal wieder zu regnen begann. Aber heute sind wir wenigsten richtig angezogen. Der Regen wird mit der Zeit immer schwächer.DSC_0282Bis Landemer sind rund 5,8 Kilometer. Hier lebte im 19. Jahrhundert auch der franszösische Maler Jean-Francois Millet. In der Nähe seines Geburtshauses finden wir einen an sich schönen Aussichtspunkt. Wäre das Wetter besser, könnten wir eine wunderschöne Küstenlandschauft sehen. Aber da es regnet, ist alles eher bedeckt und grau.DSC_0284Nach drei Stunden und 45 Minuten sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück und sehen erst einmal zu, dass die Hunde trocken werden, bevor es zurück an den Kamin in unserem Ferienhaus geht. DSC_0298An unserem letzten Urlaubstag unternehmen wir keine größeren Anstrengungen mehr. Wir machen mit Sambo und Kira nochmals zwei ausgedehnte Strandspaziergänge …DSC_0301… und genießen den Sand, den Wind und das Wasser, denn das werden wir – trotz des Regens – schon etwas vermissen, wenn wir wieder zurück in Deutschland sind.

Nach drei Urlauben in Frankreich steht im kommenden Jahr Schweden auf dem Programm. Mal sehen, was uns dort erwartet!

Text + Fotos: Claudia Pfeiffer

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