Ich bin hier bloß der Mensch – Geschichten mit Hund

Ich habe Euch hier schon lange kein Buch mehr vorgestellt. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht lese. Aber Bücher, in denen sich alles um Hunde dreht, habe ich in letzter Zeit eher nicht gelesen. Bis? Ja, bis mir meine Bloggerkollegin Severine Martens ihr neuestes Buch geschickt hat. „Ich bin hier bloß der Mensch – Geschichten mit Hund“ heißt es und beschreibt auf 155 Seiten Severines Leben mit Luna und Milow.Luna und Milow sind natürlich nicht einfach irgendwelche Hunde.

Milow H. Lunke Foto: Severine Martens

Milow H. Lunke
Foto: Severine Martens

Milow kommt aus Portugal, wo er seine ersten Lebensjahre auf einer Müllhalde verbrachte. Verständlicherweise hängt ihm das bis heute nach, was u.a. in seinem Fressverhalten deutlich wird. Im graust es (fresstechnisch) vor fast gar nichts. Auch ein auf dem Bürgersteig eingetretener Kaugummi hat offensichtlich einen ganz besonderen Nährwert! Milow ist ein Randalebruder wie er im Buche steht … aber ein sehr charmanter und liebenswerter …

Klein Luna ganz aufmerksam Foto: Severine Martens

Klein Luna ganz aufmerksam
Foto: Severine Martens

Luna verbrachte die ersten drei Lebensjahre in einem dunklen Keller. Sie wurde angeschafft, weil ein Hund eben zum guten Ton einer „netten“ Familie irgendwo in Deutschland gehört. Der „netten“ Familie war Luna allerdings ziemlich schnell zu viel Arbeit und so landete sie im Keller, wo sie zu allem Überfluss auch noch für alles Mögliche und Unmögliche bestraft wurde. Als Luna bei Severine einzog, war sie ein völlig verängstigtes Hündchen, dass weder andere Hunde noch wirklich freundliche Menschen kannte. Sie ist immer noch sehr ängstlich, aber sie hat – auch dank der tatkräftigen Unterstützung von Milow – doch große Fortschritte gemacht und kann mittlerweile sogar mit Artgenossen spielen.

Foto: Severine Martens

Foto: Severine Martens

Und dann wäre da ja noch Severine. Aber Severine ist ja eigentlich bloß der Mensch in dieser Runde. Gut, ohne Severine wäre natürlich dieses Buch niemals zustande gekommen! Und das wäre sehr schade. Denn in 30 Kapiteln erzählt sie Geschichten aus dem Alltag mit ihren Hunden, wobei sie so fair ist, auch einmal Milow zu Wort kommen zu lassen. Der schildert ausführlich die Zwangsbeschmusung durch sein Frauchen und wie er die Sache sieht!

Zu der ein oder anderen Geschichte von Milow und Luna kann ich Parallelen zu meinen beiden Bären ziehen: So sind beispielsweise nasse Pfoten und Regen nicht nur für Luna ein Greuel. Auch Suri hasst das wie die Pest. Neben abenteuerlichen, lustigen und manchmal nachdenklichen Erlebnissen fasst Severine aber auch das ein oder andere heiße Eisen an: das Hetzen von Rehen im Wald und welche Auswirkungen es auf die Fluchttiere hat oder aber, dass der Straßenhund an sich mittlerweile zum Modehund Nummer 1 geworden ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist nicht nur amüsant, sondern gibt auch viel Raum zum Nachdenken. Ach, was soll ich denn hier lange schreiben. Kauft Euch doch einfach das Buch und lest selber …

Foto: Severine Martens

Foto: Severine Martens

„Ich bin hier bloß der Mensch – Geschichten mit Hund“ ist das vierte Buch von Severine Martens. Es ist 2014 im Verlag Monsenstein & Vannerdat mit der ISBN-Nr.: 978-3-95645-394-6 erschienen und kostet 12,90 Euro. Mit den Einnahmen aus dem Buchverkauf unterstützt die Autorin Europas größtes Haustierregister TASSO e.V.

Wer neugierig auf Severine, Milow und Luna geworden ist, der kann die drei vorab ja schon einmal auf dem Blog Fabelschmiede® & Wortsalat besuchen. Noch mehr Geschichten von Milow und Luna sind in Severines dritten Buch „Von Mistkötern und Seelenhunden“ zu lesen. Viel Spaß!

Anmerkung: Das Buch „Ich bin hier bloß der Mensch – Geschichten mit Hund“ wurde mir von Severine Martens kostenfrei zur Rezension überlassen. Vielen Dank dafür!

 

Schreibe einen Kommentar