Neele und Wilma – kein Berg ist zu hoch

Heute freue ich mich, dass ich Euch einmal ein Hardcore-Wanderteam vorstellen darf. Und wenn ich das so lese, dann überlege ich, ob ich vielleicht in meinen Beiträgen das Wort „Wanderung“ gegen „längeren Spaziergang“ austauschen soll. 

1. Wer bist Du, und wer ist Dein vierbeiniger Begleiter?

Ich bin Neele – auch gern Conny oder Nelly oder Cunelle genannt, letzteres wird aber nur zähneknirschend aus dem Mund meiner süßen Nichte akzeptiert ;-). Ich stamme ursprünglich aus dem schönen Ruhrpott, lebte in und liebe Berlin. Vor zwei Jahren bin ich schließlich mit Freund und der berühmt berüchtigten wilden Wilma im beschaulichen Stuttgart gelandet. Unser nächstes Ziel ist noch geheim ;-). Beruflich wie auch privat schreibe ich leidenschaftlich gern. Wilis Futter verdiene ich als Pressereferentin in einem großen Unternehmen.

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Wilma begleitet uns seit 2,5 Jahren. Ein Leben ohne sie? Kaum vorstellbar! Sie ist eine französische Bulldogge mit einem Herz und einem Verstand, der seinesgleichen sucht. Wili ist aber auch – ganz Bulldogge – außerordentlich stur. Man könnte sie – mit ausgedehntem Augenzwinkern – als Hund bezeichnen, den Mutter Natur mit einem bewundernswerten Durchhaltevermögen ausgestattet hat. Der Schalk im Nacken wurde gratis mitgeliefert.

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Der Wirbelwind ist eine Berliner Göre und da bin ich froh drum. Sie kam spontan in unser Leben und stellt es bis heute auf den Kopf, um es dann wieder neu zu ordnen: Das ist durchaus positiv, denn sie zeigt mir so oft, was wirklich zählt im Leben und woran ich arbeiten muss. Sie hält mir einen gnadenlosen Spiegel vor. Wilma ist nicht mein erster Hund, allerdings einer, der meine Durchsetzungsfähigkeit und Geduld so manches Mal auf die Probe gestellt hat. Meine Nerven haben durch sie deutlich an Widerstandskraft gewonnen.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen und eine absolute Hundenärrin: Als Baby griff ich statt zur Rassel in flauschiges Hundefell. Drei stattliche Schäferhunde begleiteten mich bis zum beruflich bedingten Wegzug aus der Heimat. Ihre Erziehung war übrigens im Vergleich zu Wilmas ein Klacks 😉

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In meiner Freizeit bildet meine kleine Bullydame – mit wenigen Ausnahmen wie dem Lesen und Schreiben – den absoluten Mittelpunkt: Lange Waldspaziergänge, Wandertouren, ein bisschen obligatorisches Training (ich habe es noch nicht aufgegeben) und natürlich: Schmuse- und Relax-Stunden stehen dann auf der Tagesordnung.

2. Wenn Du auf der Suche nach einem Hotel bist – was ist wichtig für Dich, wenn Du mit Hund reist?

In den seltensten Fällen übernachten wir in Hotels. Ihr findet uns eher in Pensionen, Hütten und Ferienappartements. Sollten wir unser Lager doch einmal in einem klassischen Hotel aufschlagen, dann sollte es im Grünen liegen, hundefreundlich sein – ich meine damit echte Hundefreundlichkeit, denn was drauf steht, ist noch lange nicht drin -, überschaubar und nicht zu überlaufen sein.

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Wenn wir in einer Pension übernachten, frühstücken wir in zwei Schichten: Während der eine die erste Gassirunde dreht (sozusagen das Aufwärmtraining vor längeren Wanderungen), stärkt der andere sich für den Tag. Dieser Schichtdienst ist leider aus zwei Gründen nötig: erstens, sind Hunde in den meisten Unterkünften im Frühstücksraum nicht erlaubt, und zweitens, hasst es Wilma, im Hotelzimmer allein zurück zu bleiben – sie hasst es überhaupt, sich länger als unbedingt nötig drinnen aufzuhalten. Da werden die Hummeln im Ärschle unruhig und pieken den Freiluftfanatiker ordentlich.

3. Was ist Dein persönlicher Urlaubstipp für HundeReisenMehr?

Oh, da habe ich einige. Allerdings handelt es sich dabei zumeist um Tipps aus der Kategorie „Wanderurlaub“. Uns ruft der Berg ziemlich oft.

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Denn: Wir sind absolute Wanderfreaks. Es kann nie hoch, weit und anspruchsvoll genug sein. Das gilt übrigens auch für unseren verkappten „Berghund“, der unter akuter Höhensucht leidet. Sie positioniert sich vorzugsweise wie ein Löwe, der sein Revier überwacht, direkt an Bergabhängen. Und ich meine hohe Berge! Während ich versuche mein Herz wieder im Normaltakt schlagen zu lassen, schnaubt sie vergnügt und schaut geschäftig in „ihr“ Bergreich. 3.000er sind für sie übrigens ein Spaziergang – auch wenn ich sie schon oft streckenweise tragen musste (das lag aber eher an der Beschaffenheit der Strecke als an Wilis Kondition). Wie du dir denken kannst, ist Wilma eine ungewöhnlich sportliche Ausgabe einer französischen Bulldogge (der Terrieranteil schreit einen förmlich an: ich will hier raus).

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Unsere bisherigen Urlaubsziele befanden sich hauptsächlich in den Bergen: Südtirol, Italien, Österreich und den Schwarzwald (Miniberge) haben wir mit Wilma unsicher gemacht.

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Diese drei Destinationen kann ich euch empfehlen. Es handelt sich um einfache, aber sehr sympathische Gastgeber beziehungsweise um eine Selbstversorger-Hütte. Luxus für Hund und Mensch brauchen wir nicht. Natur allerdings umso mehr.

4. Fünf Dinge, die Du immer im Gepäck hast, wenn Du mit Hund reist?

Wir sind immer gut ausgerüstet, vor allem wenn es zum Hüttenurlaub hinauf in die Bergwelt geht. Da ist die Ausrüstung genau wie das Wissen, wie man sich dort oben zu verhalten hat und welche Risiken einem begegnen können, das A und O.

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Für die Wandertouren beladen wir unsere Rucksäcke u.a. mit Futter-Proviant, Wasservorräten, Tragegurt, Hundedecke, Notfallapotheke.

Vielen Dank, liebe Neele, dass Du meine Fragen so schön ausführlich beantwortet hast! Wer jetzt Lust bekommen hat, mehr über Neele und Wilma zu erfahren, kann sich auf Neeles Hundeblog Fiffibene umschauen. Viel Spaß dabei!

Fotos: Neele Nyhof

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