Lake Mead – Wasserreservoir und Erholungsgebiet

Heute Morgen schaue ich aus dem Fenster und sehe blauen Himmel ohne Wolken sowie Sonne pur. Es ist schon wieder sieben Monate her, dass ich mit Julius am Lake Mead war! Auf geht es! Sachen packen und ab ins Auto!

Das Lake Mead National Recreational Area liegt knappe 80 Kilometer von unserem Zuhause entfernt. Dieses Erholungsgebiet erstreckt sich über etwas mehr als sechs Kilometer und liegt im Südosten von Las Vegas. Man kann dort wirklich viel unternehmen – Jetski und Wasserski fahren, fischen, campen, schwimmen, wandern und Einiges mehr.

1

Hier sind wir am Hafen von Lake Mead. Ich wollte ja schon immer mal Jetski fahren. Bisher habe ich das aber leider nicht hingekriegt. Aber diesen Sommer muss das passieren! Ich werde euch davon berichten, wenn ich mich getraut habe!

Strand, Wasser und eine überraschende Beschilderung …

Bevor man das Lake Mead Erholungsgebiet offiziell befahren darf, muss man eine geringe Gebühr zahlen: 10 US $ pro Fahrzeug und Besuch oder 30 US $ pro Fahrzeug für das gesamte Jahr. Wir kaufen grundsätzlich den Jahrespass, denn wir kommen immer wieder mal gern hierher. Je weiter man hineinfährt, desto „näher“ kommt man an den See heran. In Richtung des Lake Mead Hafens gibt es noch direkte, ungepflasterte Zufahrten zum Strand. Hier sollte man schon einen SUV haben, denn die Fahrt zum Strand herunter ist ziemlich holperig.

2

Das Schöne ist, dass man wirklich direkt bis zum Wasser fahren darf. Es ist so einsam dort, dass man fast nie jemanden antrifft – zumindest nicht in der Woche. Schaut mal mein Auto, ganz allein am Strand … 😉

3

Schaut euch mal das Schild an! Fällt euch etwas auf?

4

Genau! Alles ist durchgestrichen. Nur nicht die Abbildung mit Hund. Super, oder? Ich kenne das auch noch anders, dass man an Stränden alles durfte. Nur nicht seinen Hund mitbringen! Allerdings muss ich zugeben, dass ich Julius von der Leine lasse, wenn ich ganz allein am Strand bin. Sobald sich jemand nähert, wird er aber wieder sofort angeleint … 😉

Feuer und die Folgen

Auf dem Schild ist zu erkennen, dass keine Feuerstellen am Strand und im gesamten Gebiet erlaubt sind. Das ist sehr wichtig! Hier in Las Vegas ist es ja bekanntlich sehr trocken. Dazu kommt dann noch der Wind, der ein Feuer sofort anfacht. Wir sind hier wirklich sehr vorsichtig, denn letzten Sommer hat es auf Mt. Charleston einige Wochen gebrannt. Es war sogar von unserem Garten aus zu sehen und zu riechen. Hier ein paar Bilder davon.

5

Rauchschwaden bis zu unserem Garten, obwohl der Mt. Charleston 45 Minuten von uns entfernt ist. Wir sind morgens aufgestanden und haben Asche auf unserer Terrasse gefunden.

6

Auch die Sonne verschwand damals im Rauch. Zum Glück ist das Feuer nicht weiter in das Tal gerückt. Nach ein paar Wochen war es unter Kontrolle, hat aber trotzdem ziemlich viel Waldgebiet auf dem Mt. Charleston zerstört.

Rhodesian Ridgeback und tolle Aussichten

Aber nun wieder zurück zum Lake Mead! Letztes Jahr waren wir mit Julius das erste Mal dort. Er war bis zu dem Zeitpunkt noch nie im Wasser. Ridgebacks sind in der Regel bekannt dafür, dass sie Wasser scheuen. Also musste ich doch mal ausprobieren, ob das auch stimmt.

7

Ha! Stimmt nicht! Er hat es geliebt und hat das Stöckchen bestimmt eine halbe Stunde immer wieder aus dem Wasser gefischt! An diesem Tag im Mai 2013 war das Wasser wunderschön ruhig. Leider war das bei meinem heutigen Besuch nicht so. Als ich morgens im Nordwesten losfuhr, war es windstill. Als ich eine Stunde später aus dem Auto am Strand aussteigen wollte, war es so windig, dass ich die Autotür kaum aufbekommen habe. Daher sind wir auch nicht allzulange geblieben. Als wir wieder in das Auto stiegen, waren wir paniert. Sand bis in die Ohren!

8

Hier war das Wasser wirklich unruhig. Es ist ja schließlich nur ein See und kein Meer. Der Wind hat alles ganz schön aufgebauscht! Entsprechend sind wir auch dieses Mal nicht ins Wasser gegangen. Es war dann doch noch etwas kalt. Es ist ja schließlich erst Anfang Mai.

Nachdem sich Julius ein bisschen umgeschaut und ausgelaufen hat, haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind über den Scenic Drive gefahren. Hier kann man die Landschaft erkunden. Es gibt ein paar Rastplätze, auf denen man eine wirklich tolle Aussicht auf die Berge und den See hat.

9

10

11

12

Je weiter man vom See entfernt ist auf dem Scenic Drive, desto schwieriger ist es anzuhalten und Fotos zu machen. Ich habe daher versucht ein paar Fotos aus dem Auto zu schießen.

13

14

Die typische Landschaft Nevadas. Ständig umzingelt von den Bergen.

15

Rund 20 Meilen bevor ich zu Hause bin, kann ich dann auf meiner Fahrt sogar den Strip in der Ferne erkennen! Seht ihr das Stratosphere Hotel?

16

Aber wie ist Lake Mead eigentlich entstanden?

Vor ca. 100 Jahren war es noch so, dass die winterliche Schneeschmelze den Colorado River zum Überschwemmen brachte. Da dies für die direkten Anwohner weniger angenehm war, entschloss man sich in den 1920er Jahren, diesen Fluss zu bändigen, in dem man Anfang der 1930er Jahre den Hoover Damm baute. Nach nur 46 Monaten war der Bau bereits abgeschlossen. Wahnsinn. Durch den Damm entstand der Lake Mead. Der See erstreckt sich über 640 Quadratkilometer, ist mehr als 150 Meter tief und versorgt knapp 20 Millionen Menschen in Arizona, Nevada und Kalifornien mit Trinkwasser.

Leider gab es bereits seit Jahren keine Schneeschmelze mehr. Der Colorado River liefert nicht mehr das Wasser, das wir hier benötigen. Schaut mal auf den Berg im Hintergrund hinter Julius. Seht ihr den Farbunterschied? Die helle Stelle am Rande des Sees zeigt, wie sehr der Wasserstand des Lake Mead in den letzten Jahren gesunken ist. Wenn sich das nicht bald ändert, munkelt man, dass wir nur noch bis 2036 Wasser haben. Das ist ein bisschen beunruhigend …

Julius im Vordergrund der berühmten Berge am Lake Mead

Julius im Vordergrund der berühmten Berge am Lake Mead

Ich will auf jeden Fall hoffen, dass uns Menschen bis dahin etwas einfällt. Sonst würde das ja bedeuten, dass wir nur noch 22 Jahre in dieser wunderschönen Gegend wohnen dürfen! Bis dahin heißt es Wasser sparen. Hier in Las Vegas gibt es vorgeschriebene Bewässerungszeiten, um der Wasserverschwendung vorzubeugen. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss Strafe zahlen. Richtig so, oder?

So, jetzt müssen Julius und ich uns aber den Sand aus den Ohren spülen! Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben, und viele Grüße aus Las Vegas von Julius und mir!

Text und Fotos: Katja Williams

Schreibe einen Kommentar