Mit dem Hund in der Großstadt – Barcelona für Vierbeiner

In den letzten Jahren hat sich in Barcelona in Bezug auf Hundefreundlichkeit viel getan. Die Vierbeiner sind jetzt erst richtig „in Mode“ gekommen. Wenn man hier abends die letzte „Gassi-Runde“ macht, wird es bestimmt nicht langweilig. Was mich jedoch immer wieder verblüfft ist, wie sozial die Hunde in Barcelona zueinander sind. Obwohl es hier keine Selbstverständlichkeit ist, in die Hundeschule zu gehen, scheinen die Vierbeiner trotzdem zu wissen, wie man sich Artgenossen gegenüber verhält. Geknurrt und gebellt wird hier nur selten. Im Gegenteil, andere Vierbeiner werden mit einem Schwanzwedeln begrüßt, kurz beschnuppert und schon kann das Spiel beginnen. Nun … man sagt ja, dass die Hunde ihren Herrchen immer sehr ähnlich sind und die Spanier sind ja bekanntlich auch offener als wir Deutschen und Österreicher – also vielleicht hat die Kultur auch auf die Fellnasen einen größeren Einfluss, als wir denken?  Wahrscheinlich haben sie es einfach so gelernt. Denn sobald es abends etwas kühler wird, begeben sich die Hundebesitzer hier auf die Straße. Da bleibt man schon mal des Öfteren stehen, quatscht mit anderen Hundebesitzern oder geht ein Stück gemeinsam.

Parc Guell  Foto: Michael Gwyther-Jones / flickr

Parc Guell
Foto: Michael Gwyther-Jones / flickr

Der Sommer ist für Hunde in Barcelona die wahrscheinlich schwerste Zeit im Jahr. Leider gibt es entlang der Straßen nicht genügend Grünflächen, wo die Hunde laufen können, ohne sich die Pfoten auf dem aufgeheizten Asphalt zu verbrennen. Auch am Strand sind Hunde während der Sommermonate verboten. Sobald es aber dunkel wird, scheinen sich nicht mehr viele an das Verbot zu halten. Solange man nicht in unmittelbarer Nähe einer Strandbar oder der großen Nightclubs ist, wird es wohl auch niemanden auffallen, wenn ihr den Hund dabei habt. Also man muss nur wissen wohin – und tagsüber wäre der Sand sowieso viel zu heiß.

Wenn ihr also euren nächsten Urlaub mit Hund in Barcelona verbringen wollt, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Reise – dem Hund zuliebe – in den Frühling oder Herbst zu verlegen. Dann darf man offiziell an den Strand und kann auch mal durch die Stadt laufen, ohne dass sich Hasso fast auf die Zunge steigt.

Bezüglich der Unterkunft muss man sich natürlich vorher erkundigen. Aber generell ist es kein Problem, hundefreundliche Apartments in der Stadt zu finden. So findet ihr zum Beispiel auf www.gowithoh.de zahlreiche Ferienwohnungen, in denen auch Hunde willkommene Gäste sind.  Auch im Frühjahr und Herbst ist das Wetter in Barcelona meist auch für die Zweibeiner noch sehr angenehm, sodass man in den Restaurants, Bars und Cafés durchaus auch unter freiem Himmel sitzen kann. Sollte das Wetter einmal nicht so optimal sein, gibt es auch immer mehr Restaurants, in denen Hunde erlaubt sind. Die Straßen sind zu dieser Jahreszeit auch nicht ganz so voll mit Touristen und man kann gemütlich vom Placa Catalunya die berühmte La Rambla hinunter bis zum Hafen wandern oder durchs Gotische Viertel spazieren.

Fremde Städte und Straßen, neue Gerüche – wahrscheinlich ist der Vierbeiner nach einer Tour durch die Stadt ziemlich erledigt. Wenn nicht, gibt es auch in der Stadt durchaus nette Grünflächen, wo er sich seinen Auslauf holen kann. Ich kann euch den Parc de la Ciutadella sehr ans Herz legen. Ein riesiger, wunderschöner Park zwischen dem Triumphbogen und dem Zoo von Barcelona. In den Zoo dürfen Haustiere allerdings leider nicht mitkommen.

Parc de la Ciutadella Foto: By Townie (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Parc de la Ciutadella
Foto: By Townie (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Ein weiteres „must see“ ist der berühmte Parc Güell, in dem auch Hunde stets willkommen sind. Außerdem habt ihr dort einen wunderbaren Ausblick über die Stadt und die Umgebung ist einfach atemberaubend.  Also auch mit Hund ist die katalanische Hauptstadt durchaus eine Reise wert!

 Vielen Dank für diesen tollen Gastbeitrag an Claudia Röglsperger, die derzeit in Barcelona lebt.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wir sind gerade mit Hund in Barcelona. Leider alles verboten: Metro, Bus fahren, Stadtrundfahrt, selbst das Taxi fahren war sehr schwierig! Erst der 3. nahm uns „ausnahmsweise“ mit. Hunde sind in Restaurants auch untersagt. Da war es in Paris einfacher mit Hund.

    • Hallo Lola,
      Mensch, das ist ja blöd. Ich dachte, es sei jetzt wirklich einfacher geworden in Spanien. Vielen Dank, dass Du Das hier gepostet hast. Ich wünsche Euch trotzdem noch eine schöne Zeit und hoffe, dass Ihr trotz allem ein paar schöne Hundeplätze findet.
      Viele Grüße
      Martina

      • Also hab rausbekommen das mein Hotel cir.5 Kilometer weg ist das heisst fast ne Stunde Fußmarsch und das alle 12 Tage ;-( aber das wär ja noch nicht mal das schlimmste
        wie gehts dann weiter wenn wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mitgenommen werden nur weil wir einen kleinen Hund haben ?????also zahlt man viel Geld und iss eingeschränkt kann nur richtung Hafen ;-(
        Also werden wir diesen Urlaub wieder rückgängig machen.Schade ja sehr schade ,das man so eingeschränkt ist wegen einen Hund.

  2. Man darf den Hund in der Metro usw. mitnehmen, wenn er in eine Tasche passt. Außerdem sind wir 5 x mit dem Hund Metro gefahren und niemand hat uns erwischt. Erst an einer großen Metro Station hat man uns den Zugang verwehrt.

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