Mantrailing – im Anflug auf die „vermisste Person“

Bei gefühlten – 10° Grad und einer wirklich steifen Brise findet unser Mantrailing in dieser Woche mal wieder im Volkspark Niddatal – das ist übrigens Frankfurts zweitgrößte Grünfläche nach dem Stadtwald – statt. Die Ridgebacktruppe ist komplett und als Suchperson ist Friedrich – frisch gebackener Dr. phil. und Ehemann der Hundephilosophin – mitgekommen. Suri darf anfangen und zwar mit zwei kürzeren Basistrails. Während Margit zu ihrem Auto zurückgeht, um Enya fertig zu machen, versucht Friedrich, Suris Aufmerksamkeit zu erringen. Madame scheint heute nicht wirklich interessiert zu sein – wirklich? Hmm, ich führe sie an die Plastiktüte mit Friedrichs getragenem T-Shirt heran und gebe ihr den Auftrag „sniff“ – sie geht mit der Schnauze in die Tüte hinein und kurz darauf erfolgt der nächste Auftrag „search“. Und los geht es. Die ersten Meter zielstrebig. Dann – was riecht denn da rechts von uns so lecker? Eine kurze Pause am Mauseloch. Aber schon geht es in einem Frauchen angemessenen Trab direkt in Richtung Versteck. Die Belohnung folgt auf dem Fuße, und es geht gleich mit der nächste Suche los, die ebenso erfolgreich verläuft. Suri und ich machen uns ab in Richtung Auto, um Dayo zu holen. Währenddessen darf Margits Ridgeback-Hündin Enya nach Friedrich suchen … ach so: Sowohl Margit als auch ich sind bei den Trails unserer Hündinnen an den Leinen geblieben … 😉

Was ist denn jetzt mit der Belohnung?

Was ist denn jetzt mit der Belohnung?

Jetzt ist Dayo dran, der mal wieder voller Freude und Kraft unterwegs ist … der erste kurze Basistrail funktioniert problemlos (sieht man einmal davon ab, dass Frauchen die Leine auf den letzten Meter losgelassen hat …). Beim zweiten Suchauftrag ist Dayo abgelenkt. In der Ferne sieht er schon Margit und Thani kommen. Links laufen Hunde über die Wiese und hier könnte man doch auch mal markieren. Wir laufen mal nach links und mal nach rechts. Dayo versucht seine „alte Masche“ – „Warum kann ich Friedrich eigentlich nicht sehen?“ Aber irgendwann hat er sich schließlich doch an Friedrich herangetastet. Und ganz mein Bär – er freut sich riesig über die Belohnung!

... vielleicht etwas überschwänglich ...

… vielleicht etwas überschwänglich …

Da ich nun Dayo ins Auto zurückbringe, kann ich die Suche von Thani nicht begleiten. Höre aber später, dass ein Basistrail gut gelungen und der zweite auch eher durchmischt war. Dann ist Suri wieder dran. Diesmal geht es auf zwei längere Suchstrecken. Ich finde ja, dass mein Mädchen ein Naturbegabung ist (na ja, Frauen halt, gell?). Sie interessiert sich anscheinend nicht sonderlich für Friedrich und mag auch gar nicht hinterher schauen, als er sich versteckt (obwohl sie das dürfte), aber sie trabt absolut sicher los – in einem „guten“ Tempo, in dem Miriam in der Lage ist, sich auf meine Leinenführung zu konzentrieren und diese zu korrigieren. Ich hoffe nun, dass es nicht mehr zu lange dauert, bis Friedrich gefunden ist … hab‘ doch Knie … jammer … aber ich halte tapfer durch und finde auf einmal, dass es gar nicht mehr so kalt ist …

... die Trailingstrecken werden etwas länger ...

… die Trailingstrecken werden etwas länger …

Dann geht es in die zweite Runde, die Suri ebenfalls sehr routiniert meistert. Während ich meine beiden Hunde austausche, ist Enya mit Margit an der Reihe. Auch Enya meistert ihre beiden Strecken gut. Ich möchte mich ja wirklich nicht wiederholen, aber Frauen halt …

Während ich mit Dayo schon wieder in Richtung Miriam und Friedrich unterwegs bin, etwas vor mich hin bummele …

.. Dayo bummelt auch ...

.. Dayo bummelt auch …

… weil ich denke, dass die Hundephilosophin zu mir kommt … bekomme ich durch wilde Gesten in der Ferne mitgeteilt, dass ich wohl mal einen Zahn zulegen muss … na ja, dann gehen wir halt zu Miriam …

Nun ist auch Dayo mit einer längeren Strecke dran. Mir graut innerlich schon ein bisschen davor, weil ich nicht schon wieder die Leine loslassen will. Es geht los, und Dayo schießt in seiner unnachahmlichen Art und Weise voller Begeisterung los. Frauchen hübsch hintendran. Miriam ebenfalls hinterher. Ich hänge immer noch an der Leine und Miriam ruft mir zu, ich solle etwas in die Knie gehen und mein Gewicht nach hinten verlagern. Das soll Dayo langsamer machen. Macht es auch. Als ich mich zu abrupt nach hinten lehne, bleibt er gleich ganz stehen. Ein sensibler Hund eben. Aber ich verstehe, was Miriam meint. Plötzlich macht Dayo einen scharfen Satz nach links ins Gebüsch – Friedrich ist gefunden! Ich ziehe meine Handschuhe sowie meine Mütze aus und mache meine Jacke auf … hatte ich anfangs gesagt, es sei kalt … nein, ich schwitze … Nun geht es für Dayo in die letzte Runde. Friedrich verschwindet und Dayo will ihm gleich hinterher. Er jammert, und wir lenken ihn damit ab, dass er auf eine Sitzbank klettern muss. Das macht er auch, aber er jammert weiter. Dann geht es lost – über Stock und Stein. Miriam versucht, mir die korrekte Leinenführung zu vermitteln und erinnert mich an die Gewichtsverlagerung, weil Dayo sich wieder mit aller Kraft auf seine Suche konzentriert.

Dayo aus Sicht von Friedrich

Dayo aus Sicht von Friedrich

Da geht es um die Brombeerhecke und Dayo ist fast am Ziel.

Dayo im Landeanflug

Dayo im Landeanflug

Mit abstehenden Ohren und im Schweinsgalopp stürzt sich Dayo freudig auf Friedrich und lässt ordentlich belohnen.

Margit und Thani in der Warteschleife

Margit und Thani in der Warteschleife

Jetzt geht es auch für Margit und Thani in die letzte Runde.

... eine tiefe Nase voll T-Shirt ...

… eine tiefe Nase voll T-Shirt …

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Mantrailing ist ein sehr schönes und vor allem sehr nützliches Hobby. Der Hund bekommt Lob und macht was nützliches und das Herrchen / Frauchen ist an der frischen Luft unterwegs.

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