Urlaub auf den Bauernhof …

Morgens um neun Uhr in der Wetterau … der voll beladene Kombi kurvt über die Landstraße … die fast endlosen Getreidefelder sind bereits abgeerntet, die Stoppelfelder leuchten golden in der Sonne, und wie immer sitzt Suri mit einem etwas arroganten Gesichtsausdruck im Laderaum, während sich Dayo entspannt zu ihren Füßen zusammengerollt hat. Dann geht es links ab, ein asphaltierter Feldweg und das Ziel ist fast erreicht – ein Bauernhof inmitten von Feldern und Wiesen. Auf dem Hof angekommen, springt Dayo erwartungsvoll und freudig aus dem Auto. Suri bleibt höflich reserviert sitzen. Was der Eine noch nicht ahnt und die Andere schon sicher weiß: Jetzt beginnt der Urlaub auf dem Bauernhof … aber nicht für die Zweibeiner.

Die Einen würden niemals ohne Ihre vierbeinigen Freunde verreisen, die Anderen tun es hin und wieder schon. Doch was passiert dann mit dem Hund? Schließlich lassen sich Waldi, Rex oder Dayo nicht einfach irgendwo „parken“. Und: Je größer der Hund ist, umso schwerer wird es, ihn so unterzubringen, dass Frauchen, Herrchen und Vierbeiner zufrieden sind. Laut VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) geben die Deutschen jährlich rund fünf Milliarden Euro für ihre Hunde aus. Damit sind wir führend in Europa. Es verwundert daher nicht, dass es hierzulande mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten gibt, die Vierbeiner für einen oder mehr Tage (oder Wochen) unterzubringen, wenn Frauchen und Herrchen ohne Hund unterwegs sind.Vom luxuriösen Hundehotel mit schicken Einzelzimmern und speziell zubereiteten Hundemenüs über Privatpersonen, die gerne mal einen vierbeinigen Pensionsgast haben bis hin zu Bauernhöfen, die sich auf Hundebetreuung spezialisiert haben, ist alles dabei. Hinzu kommen zahlreiche Hundesitterdienste jeglicher Couleur, die auf Wunsch nach Hause kommen und die Lieblinge dort betreuen.Doch wofür soll man sich denn jetzt entscheiden? Luxus pur? Oh Gott, dann kommen Dayo und Suri nach Hause und wollen nur noch Leberwurstbrote und speziell gekochte Fleischspeisen fressen … Hundepension XY, die damit wirbt, dass hier alle Hunde gemeinsam auf große Spaziergänge gehen? Bitte, das geht doch gar nicht … nach fünf Minuten ist Suri auf einem Jagdausflug … ein Hundesitter, der nach Hause kommt? Nee, ich will keine fremden Menschen bei mir zu Hause haben.

… los jetzt …

Die perfekten Tipps zur Auswahl einer Hundepension zu geben, ist eigentlich nicht möglich, denn entscheidend ist, dass Frauchen und Herrchen ein gutes (Bauch-)Gefühl haben und dass sich die Hunde dort wohl fühlen (hoffentlich):

Schauen Sie sich die Hundepension Ihrer Wahl vorher gut an und vereinbaren Sie – wenn möglich – eine Probetag für Ihren Vierbeiner. Achten Sie darauf, dass die gesamte Anlage (Innen und Außen) sauber und gepflegt sind (d.h. natürlich nicht, dass nicht irgendwo mal ein Häufchen liegen könnte … ;-)). Die Betreiber sollten nachweisen können, dass sie zur Führung einer Hundepension befähigt sind (z.B. Sachkundenachweis des Veterinärmtes, Hundetrainerausbildung etc.). Der Tagesablauf für die Hund sollte klar erklärt werden (Ruhezeiten, Auslauf, Spazierengehen, Toben). Die Formalitäten (Vertrag, Impfausweis, was passiert, wenn mein Hund krank wird etc.) sollten übersichtlich und verständlich im Voraus geklärt werden. Lage der Hundepension – ich persönlich möchte gerne eine Hundepension in der Nähe haben – man weiß ja nie, was so alles passieren kann. Und im Notfall ist es unangenehm, wenn man einen langen oder sehr langen Anfahrtsweg hat. In der Regel planen wir unsere Urlaube rund um die Hunde, denn wir wollen natürlich möglichst viel Zeit mit Dayo und Suri verbringen. Hin und wieder muss es jedoch auch mal ohne die beiden gehen.  Unser Ort des Vertrauens ist die „Hundepension Lalu – Hundeurlaub auf dem Bauernhof“ in Bruchenbrücken, einem kleinen Dorf in der Nähe von Friedberg (Hessen).

Die Besitzer Martina und Ralf Mörschel haben ihren Bauernhof hundegerecht zur einer Tierpension umgewandelt. Alle Gebäude gruppieren sich rund um einen großen (eingezäunten) Auslaufplatz (Gras). Im Sommer stehen einseitig geöffnete Hundehäuser mit einer isolierten Schlafhütte und einem eigenen Freilaufgehege zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es natürlich beheizte Innenboxen (12-24 Quadratmeter). Neben Tobe- und Spielstunden im Auslauf gibt es zwei Spaziergänge pro Tag.

Für uns besonders wichtig ist, dass hier auf unsere Wünsche Rücksicht genommen wird: So ist es toll, dass unsere Hunde nur zu zweit Gassi geführt werden und nicht in größeren Gruppen mit anderen zusammen.

Ich packe Hundefutter, Leckerlis und Spielzeug aus sowie zwei große Hundekissen, die mit einem fragenden Blick registriert werden. „Na ja, damit die beiden es gemütlich haben für die zehn Tage ohne uns“, rechtfertige ich mich. „Klar, bei uns gibt es erst ab dem 11. Tag Kissen und Decken für die Hunde“, ist die mit einem Augenzwinkern begleitete Antwort. Dann ist es soweit. Meine zwei Vierbeiner werden angeleint und trotten davon. „Wir gehen erst einmal eine Runde spazieren“, hören wir. „Fahren Sie bitte sofort los, ohne groß etwas zu sagen.“ Da stehe ich nun, und mir wird doch ganz schwer ums Herz als ich mein „Bärchen“ und die „Dickmaus“ um die Ecke biegen sehe … und jetzt merkt Dayo auch, dass er hierbleiben soll, obwohl ich wegfahre … oh jeh, ich steige schnell ins Auto ein und bin weg!

Information über die Hundepension Lalu unter www.lalu-hundepension.de.

 

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